Stadtrat stimmt Errichtung eines Fachbeirats zur „Schaffung von Wohnraum“ zu
In der gestrigen Sitzung des Wasserburger Stadtrats wurde einem Fachbeirat zur „Schaffung von Wohnraum“ einstimmig zugestimmt.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung in der Juni-Sitzung (wir berichteten) damit beauftragt, Vorschläge für die Besetzung sowie für das Arbeitsprogramm eines Fachbeirats zur Schaffung von Wohnraum in Wasserburg, insbesondere hinsichtlich der Erstellung eines Leerstandsregisters, zu erarbeiten und dem Stadtrat vorzulegen.
Als mögliche Inhalte für das Gremium kommen der Leerstand, Schaffung von Wohnraum und bezahlbarer Wohnraum in Betracht. Ebenso sollen kurz- bis mittelfristige Maßnahmen und langfristige Strategien entwickelt werden. Inwieweit der Fachbeirat durch eine externe Moderation begleitet werden könnte, müssen die Mitglieder zu gegebener Zeit entscheiden.
Als Mitglieder in den Fachbeirat Wohnen wurden Jakob Schedel (CSU), Sepp Christandl (Wasserburger Block), Sepp Baumann (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg), Markus Dresp (Bürgerforum), Sophia Jokisch (Linke Liste Wasserburg), Christian Stadler (Bündnis90/Die Grünen) und Dr. Martin Heindl (SPD) berufen.
Abhängig vom jeweiligen Thema werden externe Fachleute beziehungsweise Mitarbeiter der Verwaltung hinzugezogen.
Ein erstes Treffen soll nach der Sommerpause einberufen werden.
TANJA GEIDOBLER
Schaufenster


Ich weiß gleich viele leere Wohnungen und Häuser, die Jahre schon nicht vermietet werden
Ich auch und ich finde es eine Frechheit. Wenn sich Erbengemeinschaften auf Jahre nicht einigen können und so Wohnraum sinnlos verfallen lassen, dann gehört da eingeschritten.
Sei es durch hohe Strafzahlungen oder andere Mittel.
Jeder darf mit seinem Eigentum machen, was er will.
Viele haben halt einfach auch keinen Bock mehr auf Mietnomaden oder Mieter, die die Mietsache nicht wirklich pfleglich behandeln, die Miete nur teilweise oder unregelmäßig bezahlen, usw., und man dann wenig bis keine Handhabe hat. Kann ich auch verstehen
Nein, das darf man eben nicht.
Und wenn man nicht vermieten will, dann muss man eben verkaufen.
NEIN !!!
„Eigentum verpflichtet“ stammt aus Artikel 14 des deutschen Grundgesetzes (GG) und drückt die soziale Bindung des Eigentums aus. Er besagt, dass privater Besitz nicht nur Rechte verleiht, sondern auch eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft mit sich bringt
Müssen tut man schon mal gar nix. Und an die Herrschaften, die alle so klug daherreden. Statt immer den anderen die Butter vom Brot zu klauen, erst ml selber Häusle bauen und dann aber auch erhalten, ohne ständig zu jammern, dass dann das Geld knapp wird.
Sehe ich ganz genauso. Erst mal selber schaffe, schaffe Häusle baue und dann selber sehen wie es ist.
Das ist wie bei den Arbeitnehmern/Gewerkschaften, die auf die ausbeuterischen Arbeitgeber schimpfen.
Einfach mal selbst eine Firma gründen, um zu sehen wie es ist, wenn man Verantwortung zu tragen hat.
„Erstmal selbst Häusle bauen“ ist fast schon zynisch.
Es geht hier nicht um dein Wohnhaus, das du für dich und deine Familie gebaut hast, niemand will dir das wegnehmen
Es geht um Leerstand, der (meist) aus sich nicht einig werden könnenden Erbengemeinschaften resultiert. (Oft auch durch Spekulation, aber das vermute ich in Wasserburg eher weniger…).
Erben ist keine Leistung, und etwas zu erben und es dann lieber verfallen zu lassen, als zu vermieten oder (wenn man da keine Lust darauf hat) zu verkaufen, ist genau das was du schreibst: anderen die Butter vom Brot nehmen.
Man entzieht Wohnraum der Allgemeinheit aus Faulheit, weil man es nicht nötig hat oder aus Bosheit, weil man den anderen Mitgliedern der Erbengemeinschaft nichts gönnen mag.
Es geht hier, wie schon richtig beschrieben, nicht um die „Wegnahme“ von Wohnungen.
Ziel sollte vielmehr sein, mehr Wohnraum zu schaffen.
Wenn hier auf den Erbengemeinschaften herumgehackt werden soll, so will ich nur anmerken, dass die Stadt Wasserburg als Besitzer des – aktuell leerstehenden – früheren Caritas Wohnheimes im Burgerfeld gewissermassen ja auch eine „Erbengemeinschaft“ ist.
Wie lange stehte die Immobilie nun schon leer?
Wäre doch mal eine schöne Aufgabe für den neu gegründeten Fachbeirat, hier die Chance zu nutzen, das Gebäude wieder mit LEBEN zu füllen …
Das ehemalige Caritas- Wohnheim gehört nach wie vor der Caritas und das Grundstück, auf dem es steht, der Kirche.
Man sollte sich halt mit Falschbehauptungen zurückhalten, wenn man keine Ahnung hat.
Besten Dank für die Aufklärung, mea culpa.
Dies ändert jedoch nichts am bestehenden Zustand, der da heißt, ein großes Gebäude steht leer, und das wohl noch länger.
Richtig, die Stadt muss sich auch an die eigene Nase fassen.
Wenn ich mir aber überlege, welche Immobilien mir spontan als Leerstand einfallen, komme ich in Wasserburg (und Umgebung) auf mehrere Einfamilienhäuser, Altbestand mit schönen großen Gärten welche man in einem Neubaugebiet so gar nicht mehr bekommt.
Zumindest eines sollten alle kennen, die regelmäßig in Reitmehring beim Kinderarzt sind ;)
Eine Schande um diese Verschwendung, während junge Familien mit Kindern Wohnraum suchen.
Auf Nachfrage bei den Nachbarn heißt es meist „Erbengemeinschaft“.
Bei Leerstand einzelner Wohnungen ist es von außen viel schwerer bis gar nicht zu bemerken, daher kommt vielleicht der Eindruck, Erbengemeinschaften seien das Hauptproblem.
Ob das wirklich so ist, kann der neue Fachbeirat vielleicht bald beantworten.
Das Thema Wohnen ist einer der größten gesellschaftlichen Sprengsätze. Die Frage ist aber, was genau ist denn nun die Aufgabe dieses Fachbeirats? Welche Expertise können die Mitglieder vorweisen? Geht es darum, Leerstand herauszufinden? Wie genau? Oder reicht ein Spaziergang durch die alte und südliche Burgau, um seit Jahren ungenutzte Flächen zu entdecken? Wohin führt das alles? Stellen Stadträte dann plötzlich fest, dass sie mittlerweile in viel zu großen Häusern leben? Wäre nicht sinnvoll gewesen, zuerst die Aufgabe zu konkretisieren, bevor ein Fachbeirat gegründet wird?
Bayern hat seit 2009 ein Zweckentfremdungsgesetz (ZwEWG). Um Zweckentfremdung handelt es sich u.a., wenn Wohnraum seit mehr als 3 Monaten leersteht. In Wasserburg wird spannend sein, wie die Stadt mit dem eigenen, seit vielen Jahren leerstehenden Wohnraum umgehen wird. Im Haushalt 2027 sollten entsprechende Mittel zur Sanierung eingestellt werden, um diesen Missstand zügig zu beheben.
In der Altstadt ist eher mit zunehmendem Leerstand zu rechnen. Durch die Kombination von denkmalgeschützten Gebäuden, die energetisch nicht auf aktuelle Standards saniert werden können und stark steigenden Heizkosten, ergeben Erhaltungsinvestitionen immer weniger Sinn. Auch hier könnte die Stadt mit einem zügigen Aufbau einer Nahwärmeversorgung gegensteuern. Das wird man ebenfalls am nächsten Haushalt sehen. Aktuell sind für die nächsten 5 Jahre keine nennenswerten Investitionen geplant. Orientieren könnte man sich dabei an Städten in der Region, deren Stadtwerke seit langem schon speziell die denkmalgeschützten Stadtteile mit Nahwärme versorgen.
Da lob ich mir die GWG Wohnbaugenossensc
Sie baut auch wiedee gerade wunderschöne Wohnanlagen für Familien mit Spielplätzen und Gartenanteilen und Tierhaltung und Parkplätze.
Besser geht es nicht.
Der Preis stimmt meist auch.
Vorbildlich