Gefahrenstelle erhält endlich Halbschranken - Umleitung knapp drei Monate lang
Seit vielen Jahren gefordert: Ab heute werden am Bahnübergang „Viehhausen“ zwischen Edling und Wasserburg endlich Halbschranken sowie ein abgesetzter Fuß- und Radweg gebaut.
Für dieses Vorhaben werde unter anderem die Straße im Bereich des Bahnübergangs verbreitert. Ebenso werde die Technik des Bahnüberganges erweitert.
Der Bahnübergang „Viehhausen“ ist deshalb ab dem heutigen Montag, 1. Juni, 10 Uhr bis zum Montag, 24. August, 8 Uhr, knapp drei Monte lang gesperrt. Betroffen auch die Bahnübergänge Au und Kumpfmühle … siehe Karte.
Der Bahnverkehr findet planmäßig bis zum Beginn der Gleiserneuerung im Bereich zwischen Rosenheim und Wasserburg ab 3. Juli statt.
Aktuelle Informationen gibt es unter:
https://www.suedostbayernbahn.de/fahrplan/baustelleninformationen oder über die App DB Navigator.
Kontakt:
DB RegioNetz Infrastruktur GmbH
Südostbayernbahn – Kundendialog
Telefon: 08631/609333 (Montag bis Donnerstag 9 bis 16 Uhr, Freitag 9 bis 14 Uhr)
E-Mail: sob-kundendialog@deutschebahn.com
Die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH dankt allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Geduld.
Von der Stadt Wasserburg wird ergänzt, dass auch der Fuß- und Radverkehr betroffen ist. Der Radverkehr wird über den Bahnübergang an der Münchner Straße (B304) umgeleitet.
Grafik: Stadt Wasserburg
Schaufenster


Wieder einmal musste offenbar erst Blut fließen, bevor gehandelt wird. Nach mehreren tödlichen Unfällen erhält der Bahnübergang in Viehhausen nun Halbschranken – eine Maßnahme, die Fachleuten seit Jahren als sinnvoll gilt. Man fragt sich unweigerlich: Warum erst jetzt?
Das Muster ist in Deutschland leider bekannt. Brücken verfallen, Bahnübergänge bleiben ungesichert, Straßen und Schienen werden auf Verschleiß gefahren. Überall herrscht Einigkeit darüber, dass investiert werden müsste. Milliarden aus Sondervermögen, also letztlich neuen Staatsschulden, stehen regelmäßig zur Debatte. Doch zwischen Erkenntnis und Umsetzung liegt der deutsche Hindernislauf aus Zuständigkeiten, Gutachten, Genehmigungen, Einsprüchen und endlosen Abstimmungsrunden.
Während anderswo gebaut wird, diskutieren wir. Während Ingenieure vor Risiken warnen, wandern Akten von Schreibtisch zu Schreibtisch. Und wenn dann etwas passiert, heißt es plötzlich, man müsse schnell handeln.
Die eigentliche Frage lautet nicht, warum jetzt Halbschranken kommen, sondern warum es dafür erst mehrere Todesopfer brauchte?