Initiative Freimoos will Schadstoffe im Plastikgranulat untersuchen lassen

Die Initiative Freimoos treibt ihr Engagement gegen Kunststoffbelastungen in den Gewässern des Halfinger Freimooses weiter voran. Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Suranger blickte der Verein auf seine bisherigen Aktivitäten zurück und stellte die nächsten Schritte vor. Im Mittelpunkt steht dabei eine geplante Laboruntersuchung von Plastikgranulat, das seit Jahren in Bächen und Seen der Region nachgewiesen wird.

Der Verein setzt sich seit seiner Gründung für den Schutz des Landschaftsschutzgebiets ein. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Initiative auf Mikroplastikfunde aufmerksam gemacht und Proben aus den betroffenen Gewässern für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Auch die Zusammenarbeit mit Umweltverbänden wie dem Bund Naturschutz wurde weiter vertieft.

Ein zentrales Thema der Versammlung war die geplante chemische Analyse des Kunststoffgranulats auf mögliche Schadstoffe. Ziel ist es, belastbare Daten über potenziell gesundheits- und umweltgefährdende Inhaltsstoffe zu erhalten. Nach Darstellung des Vereins waren entsprechende Untersuchungen ursprünglich von den Gemeinden Amerang und Halfing in Aussicht gestellt worden, bislang jedoch nicht umgesetzt. Um die Kosten überschaubar zu halten, soll der Untersuchungsumfang nun auf besonders relevante Substanzen konzentriert werden. Parallel dazu will der Verein weitere Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten prüfen.

Darüber hinaus wurde über die finanzielle Situation des Vereins berichtet. Um die laufenden Grundkosten dauerhaft abzusichern, beschlossen die Mitglieder einstimmig die Einführung eines jährlichen Mitgliedsbeitrags. Größere Projekte sollen weiterhin über Spenden finanziert werden.Auch die Öffentlichkeitsarbeit bleibt ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit. Die Initiative will weiterhin auf die Problematik des Kunststoffeintrags aufmerksam machen und den Dialog mit Behörden, Kommunen und der Öffentlichkeit suchen.

Perspektivisch soll zudem geprüft werden, ob zusätzliche formale Schritte auf kommunaler Ebene angestoßen werden. Zum Abschluss der Versammlung bekräftigte der Vorstand das Ziel, den Druck für wirksame Maßnahmen zum Schutz der Gewässer im Freimoos aufrechtzuerhalten. „Ohne verlässliche Daten und konsequentes Handeln wird sich an der Situation nichts ändern“, lautete der Tenor der Diskussion.

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