Auch Felix bleibt ein Eishockey-Löwe beim EHC Waldkraiburg
Es gibt Spieler, über deren Vertragsverlängerung muss man eigentlich gar nicht lange diskutieren. Sie gehören einfach zur Mannschaft. Zu den Spielern, bei denen man sich ein Trikot des EHC Waldkraiburg kaum in einer anderen Farbe vorstellen kann. Genau so einer ist Felix Lode (Foto).
Mit seiner Zusage ist nun auch das heimische Familien-Trio Lode komplett. Nachdem bereits Christoph und Philipp ihre Verträge verlängert hatten, wird auch Felix in der kommenden Saison wieder für den EHC Waldkraiburg auflaufen. Drei Eigengewächse. Drei Spieler, die den Verein seit vielen Jahren prägen – so etwas findet man selbst im Eishockey nicht alle Tage.
Der heute 24-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Verteidiger im Löwen-Kader entwickelt. Nicht, weil er jedes Wochenende spektakuläre Checks fährt oder mit fünf Punkten pro Spiel glänzt. Sondern weil er genau das macht, was eine Mannschaft braucht: Er spielt zuverlässig, ruhig und mit einer bemerkenswerten Konstanz.
Wer Felix Lode spielen sieht, merkt schnell, dass er sich nur selten aus der Ruhe bringen lässt. Während andere Verteidiger auch einmal zu einem überhasteten Foul greifen, löst der Linksschütze viele Situationen mit sauberem Stellungsspiel, cleverem Zweikampfverhalten und dem richtigen Timing. Dass sich diese Spielweise auch statistisch widerspiegelt, überrascht deshalb kaum. Über seine gesamte Bayernliga-Karriere kommt der Waldkraiburger auf gerade einmal 0,3 Strafminuten pro Spiel – ein außergewöhnlicher Wert für einen Verteidiger, der regelmäßig gegen die gefährlichsten Angreifer der Liga antreten muss.
Seine Reise im Seniorenbereich begann übrigens deutlich früher, als viele vielleicht noch in Erinnerung haben. Bereits mit 17 Jahren durfte das Eigengewächs in der Oberliga-Relegation erstmals das Trikot der ersten Mannschaft tragen. Nervosität? Fehlanzeige. Stattdessen gelangen ihm in zwölf Spielen direkt zwei Assists.
Dabei beschränkt sich Felix Lode längst nicht nur auf die Arbeit im eigenen Drittel. Natürlich wird ihn niemand als offensiven Verteidiger bezeichnen, dennoch besitzt er ein bemerkenswertes Gespür für den richtigen Moment. Und genau das zeigt eine Statistik, die fast schon kurios wirkt: Wenn Felix Lode trifft, gewinnen die Löwen meistens. In bislang neun Bayernliga-Partien konnte sich der Verteidiger als Torschütze feiern lassen. Dabei erzielte er insgesamt zehn Treffer – und sieben dieser neun Begegnungen gingen am Ende an den EHC Waldkraiburg. Zufall? Wahrscheinlich. Trotzdem eine dieser kleinen Zahlen, die einfach Spaß machen und zeigen, dass seine Tore häufig genau dann fallen, wenn sie der Mannschaft besonders helfen.
In der vergangenen Saison bildete Felix gemeinsam mit Martin Kokeš eines der festen Verteidigerduos der Löwen. Beide ergänzten sich hervorragend und sorgten über viele Spiele hinweg für Stabilität in der Defensive. Ob Cheftrainer Jürgen Lederer dieses Duo auch in der kommenden Spielzeit wieder gemeinsam aufs Eis schickt, bleibt allerdings abzuwarten. Möglichkeiten gibt es genug.
Was bei all den Zahlen, Statistiken und Einsatzminuten aber fast ein wenig untergeht: Felix Lode ist ein echtes Waldkraiburger Eigengewächs. Einer, der den Verein seit seiner Kindheit kennt, hier das Eishockeyspielen gelernt hat und Schritt für Schritt den Weg bis in die erste Mannschaft gegangen ist. Solche Spieler sind für jeden Club etwas Besonderes. Nicht nur wegen ihrer Leistungen auf dem Eis, sondern weil sie die Identität eines Vereins mitprägen.
Umso mehr dürfen sich die Löwen-Fans freuen, dass dieser Weg noch lange nicht zu Ende ist. Mit Felix Lode bleibt dem EHC Waldkraiburg ein sympathischer, disziplinierter und enorm verlässlicher Verteidiger erhalten. Einer, der selten große Schlagzeilen schreibt, aber Woche für Woche seinen Teil dazu beiträgt, dass die Mannschaft erfolgreich sein kann.
Und manchmal sind genau das die Spieler, die man am meisten vermisst, wenn sie plötzlich nicht mehr da wären.
AHA
Foto: Yasmin Neumann
Schaufenster


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