Fazit zum Waldbrand: 280 Einsatzkräfte oft mehr als 20 Stunden hinweg gefordert
Die Löscharbeiten nach dem Waldbrand im Chiemsee-Moos bei Übersee – sie seien nun abgeschlossen, teilt der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mit. Hinter allen liege ein außergewöhnlicher Einsatz, bei dem in der Spitze rund 280 Einsatzkräfte über mehr als 20 Stunden hinweg gefordert waren. Nun zogen Übersees Bürgermeister Herbert Strauch, Feuerwehrkommandant Matthias Strohmayer und Kreisbrandrat Christof Grundner ein Fazit. Dabei wird neben der großen Dankbarkeit gegenüber allen Beteiligten vor allem eines deutlich: Nur durch das äußerst koordinierte, professionelle und zielgerichtete Zusammenwirken aller Einsatzkräfte und Unterstützer konnte die Ausbreitung des Feuers rechtzeitig gestoppt und der Brand schließlich gelöscht werden.
Knapp 300 Helfer, Dutzende Einsatzfahrzeuge, zahlreiche Tragkraftspritzen und unzählige Kilometer Schlauchmaterial – die endgültigen Zahlen dieses Großeinsatzes lassen sich derzeit noch nicht vollständig beziffern. Allein die rund 1,8 Kilometer lange Beregnungsleitung, die um den Brandherd aufgebaut wurde, erforderte eine enorme Menge an Schlauchmaterial sowie zahlreiche Kreisregner. Hinzu kamen die drei Hubschrauber der Bayerischen Polizei, die in rund 190 Anflügen mehr als 120.000 Liter Wasser über dem Brandgebiet abwarfen.
Feuerwehr, Landwirte und Firmen arbeiteten Hand in Hand
Parallel dazu waren zahlreiche Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr eingesetzt. Unterstützt wurden sie von vielen Landwirten, die mit ihren Güllefässern große Mengen Löschwasser an die Einsatzstelle transportierten oder Weiher und Löschteiche wieder auffüllten. Mehrere der landkreisweiten Löschzüge sorgten zudem dafür, dass die Einsatzkräfte an der Brandfront regelmäßig abgelöst werden konnten – eine wichtige Voraussetzung angesichts der enormen körperlichen Belastung und der hochsommerlichen Temperaturen.
Eine Einsatzlage dieser Größenordnung erfordert eine Führungsstruktur, die weit über den Alltag hinausgeht. Neben den jeweiligen Einsatzleitungen von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht, Technischem Hilfswerk und Polizei liefen in der Örtlichen Einsatzleitung alle Informationen zusammen. „Hier hat sich einmal mehr die Feuerwehr-Führungsstelle im Gerätehaus der Feuerwehr Rottau bewährt“, betont Kreisbrandrat Christof Grundner. Dort arbeiteten die Entscheidungsträger aller beteiligten Organisationen gemeinsam mit einem umfangreichen Führungsstab Hand in Hand, so dass notwendige Entscheidungen schnell und abgestimmt getroffen werden konnten
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