Mit dem SV Erlbach gastiert eines der Schwergewichte der Bayernliga in der Altstadt
„Es ist das erste Pflichtspiel, auch wenn es sehr früh in der Vorbereitungsphase liegt“, bringt Florian Heller die Ansetzung des Toto-Pokal-Spiels seines TSV 1880 Wasserburg gegen den SV Erlbach am morgigen Freitag, 19 Uhr, auf den Punkt. Zwei Wochen vor Saisonstart bekommen die Innstädter jedoch schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was sie in der Bayernliga erwartet. Mit dem SV Erlbach gastiert eines der Schwergewichte der Bayernliga in der Altstadt.
Das weiß auch Heller: „Ich schätze den Gegner sehr. Erlbach war in den letzten Jahren immer vorne dabei.“ Dabei gibt sich der Verein aus dem Holzland verbal sehr bescheiden und bodenständig, die Transfers sprechen jedoch eine andere Sprache. Mit Egon Weber (vom Ligarivalen SV Kirchanschöring) wurde der wohl beste Torhüter der Liga verpflichtet, aus Kastl kam Sebastian Spinner, der trotz seiner mittlerweile 34 Jahre angesichts seiner herausragenden Scorerwerte in der Landesliga noch (mindestens) ein gutes Jahr im Tank haben dürfte. Bei den Verpflichtungen von Thomas Winklbauer (SpVgg Bayreuth) und dem Burghauser Duo Dennis Ade (noch verletzt) und Christoph Schulz griff der SVE auf dem Spielermarkt sogar noch ein oder zwei Regale höher.
Dazu kommen Rückkehrer Lukas Adamhuber (College USA) sowie einige Eigengewächse, wodurch die Abgänge der Leistungsträger Alexander Fischer, Florian Wiedl und Sebastian Hager mehr als kompensiert sein sollten. Der zum TSV 1880 Wasserburg gewechselte Samuel Zwislsperger war Ergänzungsspieler und ist derzeit noch verletzt. Trainer Lukas Lechner, der in seine achte Saison geht, hat eine Ergebnismaschine geformt, die oft knapp, aber doch souverän gewinnt. Der junge Coach verzichtet dabei weitestgehend auf eine größere Rotation und spielt in der Regel mit seinem Stammpersonal.
Während die Innstädter am Dienstag bis zum gewitterbedingten Abbruch gegen den VfB Hallbergmoos beim Stand von 3:1 gezeigt haben, dass sie in Normalform einen ambitionierten Landesligisten in die Schranken weisen (wir berichteten) – so hat der SV Erlbach beim 7:0 gegen die DJK Vornbach unterstrichen, dass zwischen ihm und einem gewöhnlichen Landesligisten (Neunter der Landesliga Mitte) Welten liegen.
Die Löwen wissen, auf welches Kaliber sie sich einstellen müssen. „Ich denke, dass wir da extrem abgeprüft werden“, so Heller. Auf falsche Unterwürfigkeit verzichtet Wasserburgs Trainer jedoch: „Pflichtspiele sind dazu da, dass man sie gewinnt. Das gilt besonders für Pokalspiele. Wir wollen natürlich in die nächste Runde einziehen.“ Auch wenn es bereits ein Pflichtspiel ist, verrät Heller, „dass wir noch die ein oder anderen Dinge ausprobieren wollen, ist auch klar. Dann werden wir sehen, wo das hinführen kann. Dafür ist das Pokalspiel natürlich super.“
JAH
Schaufenster


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