Spitzenduell beim Tabellenführer der 2. Judo-Bundesliga aus Aibling-Grafing

Es wird spannend am Samstag: Wenn der Tabellenführer der 2. Judo-Bundesliga – die Kampfgemeinschaft Aibling-Grafing – zwei Kampftage vor Saisonschluss den punktgleichen Tabellenzweiten aus München-Großhadern im heimischen Grafing empfängt, geht es um nicht weniger als die mögliche Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen der zweiten Judo-Bundesliga. Im Duell der einzigen bis dato ungeschlagenen Teams können Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Vier von 70 Saison-Einzelbegegnungen – mit diesem marginalen Vorsprung gehen die Hausherren der Kampfgemeinschaft in das mit Spannung erwartete Oberbayern-Derby.

Und obwohl die Kurstädter in der Tabelle einen Platz vor dem mehrfachen Deutschen Meister aus München liegen, gehen sie erstmals in der Saison als Underdog in die Begegnung.

„Großhadern hat vor der Saison die Meisterschaft und den Aufstieg in die erste Bundesliga als klares Ziel definiert. Darauf haben sie ihren gesamten Kader ausgelegt. Auf dem Papier sind sie etwas stärker einzuschätzen als wir, so ehrlich muss man sein“ ordnet Trainer Martin Garic die Kräfteverhältnisse im Vorfeld ein, ergänzt jedoch umgehend: „Abgerechnet wird auf der Matte“.

So werden am kommenden Samstag in der Jahnsporthalle in Grafing Tagesform und Kleinigkeiten darüber entscheiden, wie viele der 14 Einzelkämpfe zu Gunsten des Tabellenführers enden. Zwar würde ein 7:7 Unentschieden zur Verteidigung der Tabellenspitze reichen, aber „ein Unentschieden plant man aber nicht“, entgegnet Florian Speigel, ebenfalls KG-Coach und 3. Vorsitzender des KSV Bad Aiblings. „Wir haben realistische Chancen, Großhadern zu schlagen und diese wollen wir auch nutzen. Die Jungs sind selbstbewusst und heiß auf das Duell“, so Speigel weiter.

Neben der engen Tabellensituation birgt das Oberbayern-Derby eine besondere Brisanz: Viele der KG-Kämpfer trainieren regelmäßig am Leistungsstützpunkt des Bayerischen Judoverbands BJV und Deutschen Judobundes DJB. Da dieser seit Jahrzehnten in München-Großhadern liegt, kennen sich viele der Athleten aus unzähligen Trainingseinheiten bestens und sind teamübergreifend befreundet.

Aber: „Am Samstag gibt es keine Freunde! Zumindest nicht zwischen 17:00 und 19:00 Uhr!“, so Garic mit einem Grinsen. Denn da wird die Jahnsporthalle in Grafing zum Schauplatz eines ganz besonderen Judo-Schmankerls, wenn es heißt: „Erster gegen Zweiter der zweiten Judo-Bundesliga“.

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