Gemeinden Albaching und Pfaffing bitten Bürger um Mithilfe beim Wasser sparen

Die Gemeinden appellieren deshalb an die Bürger, Wasser zu sparen und auf das Rasen gießen sowie Autowäschen mit Trinkwasser zu verzichten.
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Gemeinden Albaching und Pfaffing bitten Bürger um Mithilfe beim Wasser sparen

Die Gemeinden appellieren deshalb an die Bürger, Wasser zu sparen und auf das Rasen gießen sowie Autowäschen mit Trinkwasser zu verzichten.
Wie lässt sich das denn erklären? Sicher nicht durch vermehrtes Trinken. Gerade bei Hitze und Dürregefahr versucht man doch, Trinkwasser zu sparen. Gibts wirklich noch Menschen, die mit Trinkwasser gießen statt mit Regenwasser? Autowaschen zuhause ist ja sowieso verboten. Bin fassungslos. Denkt denn niemand mehr an die Allgemeinheit?
Ein eigener Pool im Garten war früher den „oberen Zehntausend“ vorbehalten und ist inzwischen das neue Statussymbol für Otto Normalverbraucher.
Ich würde nicht behaupten, dass heute niemand mehr an die Allgemeinheit denkt, aber es werden halt stetig weniger, während der immer größere Rest seinen Egoismus umso ungenierter auslebt. Es gibt Leute, die definieren das als „Freiheit“.
Ja, ich gieße seit 1 Woche mit Trinkwasser, weil Regenwasser aus ist!
Und? Ich zahle, nicht die Allgemeinheit.
Das lässt sich ganz einfach erklären. Die Häuserbesitzer bewässern stundenlange Ihren Rasen, Büsche etc. Hauptsache es ist schön grün. Da denkt halt keiner wirklich nach.
Ja, ist bei uns leider auch so.
@Erwin: Was heißt „Die Hausbesitzer bewässern stundenlang ….“. Oder „…keiner denkt nach“.
Sie sollten derartige unüberlegten Pauschalisierungen unterlassen, weil schlicht falsch!
In der Zeit, in der Sie diese Behauptung abgetippt haben hätten Sie sich dank Suchmaschine auch einfach informieren können.
Da heißt es:
Hauptursachen für den Rückgang sind:
Klimawandel und Verdunstung:
Höhere Temperaturen lassen mehr Wasser verdunsten. Regen fällt zudem oft gebündelt in Form von Starkregen, anstatt langsam zu versickern.
Veränderte Landschaftsnutzung:
Versiegelte Flächen, große Monokulturen (wie Fichten- oder Kiefernforste) und begradigte Flüsse oder Entwässerungsgräben führen dazu, dass das Wasser zu schnell oberflächlich abfließt.
Hoher Wasserverbrauch:
Industrie, private Haushalte und vor allem die Landwirtschaft (zur Feldbewässerung) entnehmen in Trockenperioden enorme Mengen direkt aus dem Boden.
Die Landwirtschaft ist bei uns kein Faktor, hier werden fast keine Felder bewässert.
Soll man die Pflanzen und den Rasen einfach verrecken lassen?
Wir haben lange Zeit darauf hingearbeitet, dass unser Garten schön grün ist!
Wir zahlen auch für das Gartenwasser viel Geld!
@Grübler:
Ein Rasen „verreckt“ nicht, wenn er im Hochsommer mal braun wird.
Das ist ein völlig natürlicher Schutzmechanismus. Sobald es wieder ausgiebig regnet, wird der von ganz alleine wieder grün – da geht gar nichts kaputt.
Das Argument „Wir zahlen ja viel Geld dafür“ ist ehrlich gesagt genau der Kern des Problems.
Geld erschafft kein neues Trinkwasser!
Wenn die Hochbehälter der Gemeinde leerlaufen, weil zu viele meinen, sie hätten ein erkauftes Recht auf einen englischen Rasen im Hochsommer, dann nützt Ihnen Ihr Geld gar nichts. Dann kommt nämlich bei uns allen kein Tropfen mehr aus dem Hahn – weder zum Trinken noch zum Duschen.
Wir reden hier von aufbereitetem Trinkwasser, unserem wichtigsten Lebensmittel.
Wer unbedingt auch in Dürreperioden eine grüne Oase haben will, der muss eben rechtzeitig in Zisternen oder Regentonnen investieren.
Aber stur bestes Trinkwasser in den Boden zu pumpen, während die Gemeinde bereits Alarm schlägt, ist einfach nur rücksichtslos gegenüber der Allgemeinheit.
Sorry @Erwin,
den Rasen bewässern wir derzeit nicht, und für die Pflanzen reichen unsere zwei Regentonnen einfach nicht aus.
Brauch ma dazu a Suchmaschine, zählt der gesunde Menschenverstand nicht mehr?
Hier geht’s um Pfaffing u. Albaching, wo werden hier Felder bewässert?
In meinem Lkr. Mühldorf weiß ich keinen Landwirt, der bewässert. Das mit der Fichte müssen Sie mir auch erklären. Die Fichte ist ein Flachwurzler und ist eine der ersten Bäume, die bei Trockenheit Probleme bekommt, da sie nicht tief wurzelt.
Was ich aber jetzt in unserer Gemeinde vermehrt sehe, sind Pools mit 7.000 bis 13.000 Litern Wasser. Bei einem tägl. Verbrauch von 100 l Wasser pro Person u. Tag ist beim Befüllen von so einem Pool die Wassermenge von 70 – 130 Mitbürgern verbraucht worden. Und ich gönn’s den Kindern.
@Ramerberger: für 1 Liter Kuhmilch braucht es 80 Liter Trinkwasser.
Und auch wenn es hier gerade um die Brunnen geht, soll doch wirklich kein Bauer auf die Idee kommen, mit dem Finger zu zeigen.
Kein Mensch spricht von der enormen Flächenversiegelung
(15 ha/Tag allein in Bayern) welche das Regenwasser in die Kanalisation verschwinden lässt.
Das verbrauchte Wasser der Haushalte und Industrie geht als Abwasser über die Kläranlagen ebenfalls in die Vorfluter (Bäche und Flüsse).
Ich hab zum Beispiel meine bestens funktionierende Pflanzenkläranlage (50EWG) dem von der Politik geordneten
Anschluss- und Benutzungszwang opfern müssen.
In der Summe fehlt dieses Wasser in den so wichtigen kleinklimatischen Räumen als Verdundstungswasser.
Nachtrag zu Verdeutlichung:
Bei 15 ha/ Tag Versiegelung sind das aufs Jahr gerechnet
54.750 000 Kubikmeter oder 54 Milliarden Liter/Jahr Wasser was in den offenen Flächen zur Trinkwassergewinnung fehlt.
Noch Fragen?
Die Swimmingpools und überdimensionierten Planschbecken vor der eigenen Haustür, damit Herr und Frau Egoist es auch ja bequem haben und nicht aus versehen sich mit dem SUV (Fahrrad geht wohl noch weniger) zum nahegelegenen (meißt näher als gedacht) öffentlich zugänglichen See bewegen müssen. Ja, die sehe ich in diesen Zeiten immer häufiger. Und deren zubebonierter oder mit sterilem Rasen „bepflanzter“ Garten ist ist halt auch sehr hitzesensibel.
MIt einer Sickergrube verdient die Kommune halt nichts. Merkens was?
Selten so einen Mist gehört.
Mein Wasserverbrauch der erzeugten Milch gegenübergestellt – da komme ich auf 6 l Wasser pro kg Milch.
Da ist das Trinkwasser, das im Haus verbraucht wird, mitgerechnet.
Wenn es darum geht, dass die Milch zu billig im Supermarkt ist, argumentieren Bauern damit, dass eine Kuh 100 Liter am Tag trinkt und das sind 5 Liter Trinkwasser pro Liter Milch. Aber geht’s dann ums Trinkwasser, trinken Kühe plötzlich nichts mehr. Ihr seid die Besten!
Einfach nochmal den Kommentar vom Landwirt und deinen lesen …
Du bestätigst meine Aussage.
Vielen Dank!!!!
Das kann doch wohl jetzt nicht wahr sein, dass man bei dem erhöhten Trinkwasserverbrauch darüber diskutiert, ob Tiere Wasser brauchen?
Hier wird kein Wasser verschwendet wie andernorts.
Befüllung privater Swimmingpools und Beregnung von (Fußball-)Rasen mit Trinkwasser – das gehört für mich verboten.
Desweiteren produzieren Getränkekonzerne wie Coca Cola und Co mit wertvollem Trinkwasser ihre überteuerte und überzuckerte Plörre und zahlen dafür so gut wie nichts fürs Wasser. Und für die Produktion selbst wird auch jede Menge Wasser verschwendet, das im Grundwasser fehlt.
Und so ganz nebenbei (jetzt kommt vermutlich shitstorm): Wissen Sie, wieviel Wasser und Energie beim Bierbrauen benötigt wird? :-) ;-)
Stopp! Ich mache alles mit:
– Keine Milch mehr trinken
– Kein Swimmingpool mehr
– Rasen und Garten nicht bewässern
– Keine Cola & Co. mehr
Aber beim Bier hört der Spaß in Bayern auf, Freunde!^^