Viele Besucher beim Filminterview von Peter Ludwig im Kino Utopia

Vorhang auf: Am Ende seiner 24-jährigen Amtszeit als Wasserburger Bürgermeister stellte sich Michael Kölbl den Fragen der Schülerin Ada Avenarius. Viele Zuschauer kamen am Sonntag ins Kino Utopia, um das ganz besondere Filminterview mit dem Titel „Das Gespräch“ unter Regie, Kamera und Musik von Peter Ludwig zu sehen.
Ada Avenarius interessierte sich für Michael Kölbls Werdegang, die Karriere und den Grund für den Gang in die Rente. Wichtige Themen waren für sie auch sein Blick auf Demokratie, Klima, Zuwanderung, Arbeit mit dem Stadtrat und sein Blick auf die Nachfolge.
Fragen zum Konflikt zwischen Öffentlichkeit und Privatleben rundeten dieses Zusammentreffen eines Bürgermeisters mit einer Schülerin ab, das als Interview begann und im Erleben beider übereinstimmend als interessantes und offen geführtes Gespräch auf Augenhöhe endete.
Bild: Wasserburger Stimme

Schaufenster

Ein toller Bericht über einen sicherlich spannenden Abend!
Schade finde ich jedoch, dass das Event nicht barrierefrei gestaltet und daran wurde. Da Untertitel und Gebärdensprachdolmetscher fehlten, war es für hörgeschädigte Menschen leider nicht möglich, teilzunehmen.
Für die Zukunft wäre es schön, wenn Inklusion im voraus direkt mitgeplant wird, damit wirklich alle Wasserburger die Chance haben, dabei zu sein. Danke!
Hoffentlich im Vorfeld den Besuch angekündigt und um Barrierefreiheit gebeten?!
Nochmal: Soll jede Veranstaltung barrierefrei durchgeführt werden, dafür, dass dann niemand kommt, der Bedarf hat?
Im Vorfeld auf die Veranstalter zuzugehen wäre doch die bessere Lösung, als hinterher zu schimpfen, dass es nicht angeboten wurde.
Es ist leider ein Trugschluss zu glauben, dass Barrierefreiheit mal eben „auf Zuruf“ organisiert werden kann. In der Realität stehen dem oft enorme Hürden im Weg, die eine kurzfristige Planung unmöglich machen.
Gebärdensprachdolmetscher sind hochspezialisierte Experten, die oft Monate im Voraus ausgebucht sind z. B. durch feste Einsätze in Schulen oder Behörden. Werden Termine kurzfristig angesetzt, ist es faktisch unmöglich, spontan jemanden zu finden.
Die Beantragung und Finanzierung solcher Leistungen ist mit einem erheblichen administrativen Aufwand verbunden. Das lässt sich nicht innerhalb weniger Tage zwischen Tür und Angel erledigen.
Warum sollten Betroffene erst mühsam nachfragen müssen, ob sie willkommen sind? Wenn Barrierefreiheit nicht von Anfang an mitgedacht und kommuniziert wird, signalisiert das indirekt, „ihr seid hier nicht eingeplant“. Wirkliche Inklusion bedeutet, dass die Tür bereits offen steht, anstatt dass Betroffene erst um den Schlüssel bitten müssen.
Anstatt die Schuld bei denjenigen zu suchen, die Barrieren kritisieren, sollte das Ziel sein, Inklusion als Standard in die Planung aufzunehmen. Nur so haben wirklich alle Wasserburger die Chance, teilzunehmen. Danke!
Ja, tatsächlich. Wer wirklich spezielle Hilfen braucht meldet sich meist im Vorfeld an. Man ist es gewöhnt, dass man zumindest nachfragt. In der Regel findet sich dann auch eine Lösung.