Volles Haus beim Bürgerforum im Schützenheim
Trotz gleichzeitiger Fastenpredigt vom „Nockherberg“ war das Interesse groß an dem Thema „Wie geht’s weiter mit Reitmehring?“ Die Dritte Bürgermeisterin Edith Stürmlinger und ihre Stadtratskollegen Norbert Buortesch und Markus Dresp, alle drei selbst in Reitmehring wohnend, führten durch den Abend. Stürmlinger zählte zu Beginn auf, was alles aus Reitmehring verschwunden ist, seit sie vor fast 40 Jahren hierhergezogen ist.
Neben der Bahnverbindung in die Altstadt waren das mit dem Grasser, dem Wagnerwirt und Burenwirt insgesamt drei Wirtschaften, dann die Post, die Apotheke, die Raiffeisenbank, die Sparkasse, die Hausarztpraxis und jetzt hat auch noch die Bäckerei Straßgütl im Bahnhof, die vor wenigen Tagen erst zugemacht hat.
Eine sehr bedenkliche und bedauerliche Entwicklung, wie auch die Zuhörer meinten.
Bei der Bäckerei, die völlig überraschend geschlossen wurde, könne man aber zuversichtlich sein, dass es bald wieder weitergehe. Die Stadt als Vermieter bemühe sich gerade intensiv um eine Nachfolgelösung. Interessenten gebe es und wenn alles wie erhofft verlaufe, könnte schon bei der nächsten Hauptausschusssitzung am 19. März eine Entscheidung über einen neuen Pächter getroffen werden.
Der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von Bürgerforum, CSU, Grünen und SPD, Bastian Wernthaler, war erfreut über das große Interesse an der Entwicklung von Reitmehring und stellte sich vor. Auch er meinte, dass Reitmehring wegen guter Voraussetzungen für die Zukunft der Stadt von großer Bedeutung sein könne.
Aber es gab noch über positive Entwicklungen des Dorfes zu berichten. Das ehemalige Estermann-Gebäude, das über einen sehr langen Zeitraum restauriert wurde, wertet Reitmehring seit Fertigstellung deutlich auf. Schon sehr bald werde dort, laut Besitzer, eine türkische Familie ein Teehaus und Restaurant eröffnen. Die Anwesenden zeigten sich sehr gespannt und freuen sich, wenn wieder mehr los ist in Reitmehring.
Norbert Buortesch erzählte, wie es dazu gekommen ist, dass das Reitmehringer Schwimmbad für die Öffentlichkeit erhalten werden konnte und animierte dazu, den Kinder- und Jugendförderverein dabei mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen. Stürmlinger betonte, wie wichtig gerade die Reitmehringer Vereine für das Dorfleben sind und bedankte sich für das große ehrenamtliches Engagement. Neben dem Kinder- und Jugendförderverein sei das insbesondere die Feuerwehr, der Gartenbauverein, der Tennisverein und der gastgebende Schützenverein.
Überrascht stellte man fest, dass selbst Alteingesessene nicht wussten, dass das Schützenheim immer dienstags und freitags ab 18 Uhr für alle Reitmehringer offensteht als Wirtschaft und Treffpunkt für alle.
Jüngster Stadtrat Markus Dresp konnte bekannt geben, dass laut Bahn im Juni endlich mit dem Bau des beschrankten Bahnübergangs in Viehhausen begonnen wird, damit in Zukunft nicht noch mehr Todesopfer zu beklagen sein werden.
Insgesamt gab es eine Fülle von Anregungen aber auch Kritik an manchen Zuständen, die Buortesch dokumentiert hat. Das Bedürfnis der Bürger war sehr groß, ihre Anliegen oder Fragen loszuwerden und es ergab sich eine lebhafte Diskussion. Man bedauerte, dass Reitmehring keinen Dorfmittelpunkt hat und auch keinen Treffpunkt für Jugendliche, wie damals das Jugenddorf beim Meggle.
Wohnraum für Senioren, aber im Sinne von Mehrgenerationenwohnen, könnte in der Nähe des Bahnhofs entstehen, wo die Stadt Grundstücke besitzt. Das Bürgerforum hofft, dass, nach so vielen wichtigen Projekten in der Stadt, auch für Reitmehring notwendige Maßnahmen zur Entwicklung umgesetzt werden. Beklagt wurde das Fehlen eines Veranstaltungsraumes und einer Einkaufsmöglichkeit. Ein großes Bedürfnis nach einer Hausarztpraxis und Apotheke wurde geäußert, was aber in Zeiten von zunehmend mehr MVZs (Medizinischen Versorgungszentren) eher als unrealistisch angesehen wurde.
Für die regelmäßige Anbindung von Reitmehring Süd, das sich vom ÖPNV abgehängt fühlt, und für Attel wurde von der Fraktionsgemeinschaft Bürgerforum, Freie Wähler und ÖDP im Oktober 2022 ein Antrag gestellt, der seit dieser Zeit bei den zuständigen Behörden bearbeitet wird.
Der Abend sollte kein Wunschkonzert sein, aber schon deutlich machen, was fehlt, mit der Hoffnung, dass manches in absehbarer Zeit realisiert werden könnte. „Reitmehring hat mit der kommenden Elektrifizierung der Bahn, mit der Höhenfreilegung des Bahnübergangs und möglichen Flächen für Wohnbebauung großes Potenzial. Man kann hoffen, dass es wieder aufwärts geht“, so das Bürgerforum.
ES
Schaufenster




Ich meinte immer tagesordnungspunkte aus dem Nichtöffentlichen Teil der Hauptausschussitzung sind grundsätzlich geheim weil Frau Stürmlinger schon aus dem evtl Tagesordnungspunkt zitiert hat.Grundstücksangelegenheiten sind grundsätzlich geheim,ebenso der Hinweis auf den Punkt. Daran muß sich auch die noch dritte Bürgermeisterin halten.Aber im Wahlkampf gilt das anscheinend fürs Bürgerforum nicht.
Für ein funktioniertes Dorfleben ist auch unsere Kirche notwendig. Die Kandidaten waren sicher bei den Pfarrgemeinderatswahlen als Wähler dabei
Was hat bitte eine Kirche mit einem funktionierenden Dorfleben zu tun? rein gar nichts!
Da kann man weder seine Lebensmittel kaufen noch zum Doktor gehen oder sonst was.
Also ist die Kirche eher noch dass auf was ein Dorf getrost verzichten kann.
Wir sind im 21. Jahrhundert, nicht im 16.
Die Kirche ist irrelevant für jegliches Dorf- oder Stadtleben. Wer das nicht versteht oder akzeptiert ist selbst schuld.
@Christian zum letzten Satz: Oder hat sich nicht umfassend genug informiert.
Genau… Und dann sind wir wieder beim Kanzler. Weg mit den kirchlichen Feiertagen. Das ist ein Relikt aus alten Zeiten. Braucht kein Mensch.
Seltsame Diskussion, bei der ich noch einen drauf setze und @Christian entgegne: Es gelten künftig für alle nur noch die gesetzlichen Feiertage wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Alle Feiertage, die es in Deutschland nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung gibt (Teile Bayerns, NRW usw.), wie Hl. Dreikönig, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt und Allerheiligen gibt nur noch für Katholiken. Wer aus der Kirche austritt, bei dem sind diese freien Tage weg. Geht ganz einfach über die Arbeitgeber zu regeln. Da würde sich so mancher den Kirchenaustritt überlegen.
Ich würde die kirchlichen Feiertage allesamt streichen, und parallel die Urlaubstage um 5 erhöhen. Dann kann jeder nach seinen Wünschen entscheiden.
Ab Kommentar Kernzlsepp absolute Themaverfehlung zum eigentlichen zur eigentlichen Diskussion .
Die Reitmehringer wollen einen Supermarkt und ein Ärztehaus mit Apotheke.
Leider fehlen die Grundstücke, weil ein Supermarkt geht nur dahin, wo schon einer ist.
Nennt sich Synergieeffekt!
Sowas brauchen wir aber auch in Attel, weil die Attlerau z.B. ist sogesehen Niemandsland😇
Der Spruch, aber jetzt lassts doch die Kirche im Dorf hat schon Sinnkarakter und kommt ja von irgentwo her. Wenn aber die hälfte aus der Kirche austreten gibts keine Kommnionkinder mehr,keine Ministranten, keine Firmkinder und anschließend gehts weiter mit Hochzeiten und Beerdigung.Und neue Bebauungsgebiete wie zB die Maria Schellstraße gehen nicht an Einheimische die im Vereinsleben aktiv sind ,sondern an Familien mit Migratsionshintergrund und die sind leider nicht im örtlichen Vereinsleben aktiv.Deshalb wird auf meinen Antrag hin das aktive Veriensleben bei der Punktevergabe im Einheimischen Modell stärker berücksichtigt. Thema Geschäfte.Örtliche Geschäfte machen zu weil die lieben Kunden lieber im Supermarkt einkaufen als im Tante Emma Laden.Auch Attel hatte ihr Lebensmittelgeschäft, in Roßhart gleich drei.In Reitmehring drei Kioske und später einen Lebensmittel mit Metzerei und einen mit Bäckerei.In Edling das slbe Scenario.Wir haben halt leider keinen Scherer wie in Schnaitsee der sich etwaszutraut. Übrigens hätte es die Fläche in Reitmehring gegeben aber der Bürgermeister wollte sie nicht, genausowenig wie die Busverbindung nach Edling und Attel.Und es hat ja nur 3 Jahre gedauert bis zu unserem Antrag eine Antwort kam. Die ist ja bekannt.
Leider hat Bürgermeister Kölbl 24 Jahre das fortgesetzt was Dr. Geiger begonnen hatte. Die eingemeindete Gemeinde Attel ist der Goldesel aber sonst war das Interesse mehr als mangelhaft.Es könnte ja eigentlich ab 1.Mai besser werden.
Der Kernzlsepp, Herr Baumann der Bürgermeister Kandidat.
Wenn der Kernzlsepp Reitmehring und die Stadt Wasserburg genauso führen will wie sein landwirtschaftliches Anwesen oder z.B. seinen Winterdienst, dann um Gotteswillen.
Es ist schon traurig, dass die Freien Wähler Reitmehring keinen anderen Kandidat zur Wahl des Bürgermeister vorgeschlagen.
Erster Weltkrieg (1914): EKD-Ratschef Schneider beklagte ein „Versagen der Kirche“ bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs, da Bischöfe, Priester und Gläubige den Krieg als moralische Erneuerung begrüßten. Der Krieg wurde von Vertretern der Kirche oft als „gerecht“ dargestellt, um Gehorsam gegenüber der Obrigkeit zu fordern….Ohne Worte, Kath Kirche ist auch nur eine Sekte.
Würde ein Dorfleben Reitmehring mit Wasserburg sehr begrüßen , da man auf dem Weg nach Wasserburg oder München kurz seinen Kaffee und etc noch genießen , könnte ohne Stress fahren , da kommt mal man ‚raus aus der „Zone“ , wenngleich der Stau an der Bahnschranke dich in die reale Welt wieder herunterschraubt .