Ganztägig am kommenden Donnerstag in der Gemeinde Raubling

Anlass ist der für die Gewerkschaft inakzeptable Verhandlungsstand in der Tarifrunde für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes: Nach zwei Terminen biete der Arbeitgeber mit 29 Monaten eine viel zu lange Laufzeit an, zudem werde ein Mindestbetrag abgelehnt, der die unteren Lohngruppen stärken würde.
„Wenn die Autobahn GmbH ein Signal braucht, damit sich die Verhandlungen konstruktiv entwickeln können, dann soll sie es bekommen“, so die im Bezirk Rosenheim zuständige Gewerkschaftssekretärin Jasmin Hofmann. Unvermeidliche Einschränkungen lägen damit klar in der Verantwortung der Arbeitgeberseite, ergänzt Robert Metzger, Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirks Rosenheim.
Bereits morgigen Mittwoch tritt die Autobahnmeisterei Siegsdorf um 8 Uhr in einen eintägigen Streik
Am kommenden Donnerstag wird dann ab 8 Uhr die Autobahnmeisterei Pfraundorf in der Gemeinde Raubling im Landkreis ebenfalls ganztägig bestreikt.
Ver.di fordert in der Tarifrunde sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft verweist auf die rund 1.000 unbesetzten Stellen der bundeseigenen Gesellschaft und die riesigen Herausforderungen in den kommenden Jahren durch die Investitions-Offensive des Bundes und den gewaltigen Sanierungsbedarf: Diese Aufgabe sei nur mit motivierten und qualifizierten Fachkräften zu meistern, die faire Gehälter und gute Arbeitsbedingungen brauchen, heißt es in einer Stellungnahme am heutigen Dienstag-Nachmittag.
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