Eishockey: Zum Kehraus gibt Kassel um 19.30 Uhr seine Visitenkarte bei den Starbulls Rosenheim ab

Der Fasching geht, die Crunchtime in der Hauptrunde der DEL2 kommt: Am heutigen Dienstagabend steigt zum Kehraus das Topspiel zwischen den Starbulls Rosenheim und den starken Kassel Huskies (19.30 Uhr, ROFA-Stadion) – danach ist die Tabelle sechs Spieltage vor der Endabrechnung für die Playoffs bereinigt. Kassel muss gewinnen, um sich die Chance auf Tabellenrang eins zu erhalten. Die Starbulls hingegen könnten im Duell Dritter gegen Zweiter mit einem Heimsieg einen großen Schritt in Richtung Viertelfinal-Heimrecht machen.

Nur zwei Partien werden in der DEL2 am Faschingsdienstag ausgetragen. Danach stehen sämtliche Teams bei 46 von 52 zu absolvierenden Hauptrundenspielen. Die Starbulls Rosenheim und ihre Fans können sich zum Kehraus auf ein Spitzenspiel freuen. Als Tabellendritter empfangen die Grün-Weißen den Tabellenzweiten Kassel Huskies im ROFA-Stadion. Die Nordhessen stehen mit zehn Punkten Vorsprung auf die Starbulls auf dem zweiten Tabellenrang. Ihr Rückstand auf Spitzenreiter Krefeld – die Pinguine vom Niederrhein haben bereits eine Partie mehr absolviert – beträgt neun Punkte, sodass ein Erfolg in Rosenheim wohl die letzte Chance sein dürfte, noch einmal Druck nach oben aufzubauen.

Die Starbulls blicken auf zwei ärgerliche Heimniederlagen (3:4 nach Verlängerung gegen Krefeld, 1:2 gegen die Lausitzer Füchse) zurück. Am Faschingssonntag konnten die Grün-Weißen mit einem 7:4-Auswärtssieg in Kaufbeuren den Vorsprung auf die viertplatzierten Ravensburg Towerstars wieder auf sechs Punkte ausbauen. Der Rosenheimer Puffer auf Tabellenrang fünf, den derzeit die Bietigheim Steelers innehaben, beträgt zehn Zähler. Ravensburg, Bietigheim und auch die einen Punkt hinter den Steelers rangierenden Eisbären Regensburg können am Faschingsdienstag nur zuschauen, ob die Starbulls mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Kassel einen großen Schritt in Richtung Playoff-Heimrecht machen.

Beide bisherigen Hauptrundenvergleiche zwischen den Starbulls und den Huskies (Duell Nummer vier folgt am übernächsten Sonntag in Kassel) gingen jeweils mit 3:2 nach Verlängerung an die Grün-Weißen. Im ersten Heimspiel schafften die Starbulls dabei das Kunststück, trotz Unterzahl und Bully im eigenen Drittel zehn Sekunden vor der Schlusssirene den 1:2-Rückstand noch zu egalisieren. Erst das Video konnte den „Fotofinish“-Beweis liefern, dass der Puck die Torlinie eine Zehntelsekunde vor Ablauf der regulären Spielzeit überschritten hatte. Als Schütze dieses historischen Treffers zum 2:2 durfte sich Maximilian Adam feiern lassen. In der Overtime war es dann Shane Hanna, der mit seinem Treffer dafür sorgte, dass der Zusatzpunkt an der Mangfall blieb.

Die Erinnerung an diesen Abend des 24. Oktober 2025 dürfte die Kasseler Mannschaft für die Neuauflage des Topspiels am Faschingsdienstag zusätzlich motivieren. Dass Chefcoach Todd Woodcroft (im Trainerteam der slowakischen Nationalmannschaft) und Stürmer Kaspars Daugavins (im Lettischen Nationalteam) beim olympischen Turnier in Mailand im Einsatz sind, können die Nordhessen locker wegstecken. Der Kader ist in Tiefe und Breite herausragend besetzt und mit Assistenz-Coach Petteri Väkiparta steht ein absoluter Fachmann an der Bande.

Am Freitag unterlagen die Nordhessen trotz klarer Überlegenheit auswärts gegen die Freiburger Wölfe überraschend mit 0:1. Am Sonntag fegten sie die zuletzt so starken Ravensburg Towerstars mit 6:1 vom Eis. Herausragende Akteur auf Kasseler Seite war dabei Tristan Keck, dem innerhalb von neun Minuten ein Hattrick gelang!

Einen speziellen emotionalen Moment wird es im ROFA-Stadion am Dienstagabend bereits kurz vor 19.30 Uhr geben: Zum symbolischen Eröffnungsbully werden die Kinder von Wade McLeod aufs Eis kommen. Der kanadische Stürmer, der in der Saison 2015/16 in 58 DEL2-Spielen für die Starbulls 37 Tore erzielte und weitere 31 Treffer vorbereitete, erlag im September 2025 im Alter von 38 Jahren seiner schweren Krankheit. Nun besucht seine Familie Stationen seiner Karriere und dabei auch das Spiel Rosenheim gegen Kassel.

 

Schaufenster