Warum eine spezialisierte Zusammenarbeit zwischen der Inn Orthopädie Wasserburg und dem Klinikum Ebersberg immer wichtiger wird

PR – Schultergelenksprothesen kommen durch den demografischen Wandel immer häufiger zum Einsatz, was gleichzeitig den Bedarf an anspruchsvollen Wechsel- und Korrekturoperationen erhöht. Um den Patientinnen und Patienten in der Region bei diesen komplexen Eingriffen optimal und wohnortnah zu versorgen, arbeiten die Inn Orthopädie Wasserburg und das Klinikum Ebersberg München-Ost eng zusammen. Durch direkten Fachaustausch und gemeinsame, digitale OP-Planungen bündeln die Spezialisten beider Einrichtungen ihre Erfahrung auf höchstem medizinischem Niveau.
Im Bild oben: Dr. Felix Förschner (Inn Orthopädie Wasserburg, rechts) und Privatdozent (PD) Dr. Fabian Gilbert, Chefarzt des Klinikums Ebersberg (links), besprechen die Röntgenbilder eines Patienten einer komplexen Revisionsoperation einer Schulterprothese.
Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Schultergelenksprothesen selten. Heute gehören sie bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß, irreparablen Sehnenschäden und insbesondere bei komplizierten Oberarmkopfbrüchen älterer Menschen zu den etablierten Behandlungsverfahren.
Die Entwicklung hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen: Während die Zahl aller Schulterprothesen in Deutschland seit 2010 um nahezu 90 Prozent zugenommen hat, hat sich die Zahl der sogenannten inversen Schulterprothesen im gleichen Zeitraum mehr als vervierfacht. Diese spezielle Prothesenform wird heute insbesondere bei komplexen Brüchen des Oberarmkopfes sowie bei fortgeschrittenen Schädigungen der Rotatorenmanschette eingesetzt.
„Wir erleben eine Entwicklung, die eng mit dem demografischen Wandel verbunden ist“, erklärt Dr. med. Felix Förschner, Orthopäde und Schulterchirurg der Inn Orthopädie Wasserburg. „Die Menschen werden älter, bleiben länger aktiv und haben zugleich höhere Erwartungen an Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag. Dadurch steigt auch der Bedarf an modernen gelenkerhaltenden und gelenkersetzenden Verfahren.“
Mit der steigenden Zahl implantierter Schulterprothesen wächst zwangsläufig auch die Zahl der Patienten, die nach vielen Jahren einen Wechsel der Prothese oder eine komplexe Korrekturoperation benötigen. Solche sogenannten Revisionseingriffe zählen zu den anspruchsvollsten Eingriffen der Schulterchirurgie. Häufig liegen Knochenverlust, gelockerte Implantate, Infektionen oder veränderte anatomische Verhältnisse vor, die eine besonders sorgfältige Planung erfordern.
Um Patientinnen und Patienten in der Region eine spezialisierte Betreuung bei komplexen Schulterprothesenfällen zu ermöglichen, arbeiten die Inn Orthopädie Wasserburg und das Klinikum Ebersberg München-Ost bei der Behandlung solcher Fälle eng zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere Revisionseingriffe, also Operationen zum Wechsel oder zur Korrektur bereits eingesetzter Schultergelenksprothesen.
„Die Anforderungen an diese Eingriffe sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen“, sagt Dr. Förschner. „Eine erfolgreiche Behandlung erfordert neben chirurgischer Erfahrung auch eine präzise Diagnostik und den fachlichen Austausch zwischen spezialisierten Behandlern.“
Auch aus Sicht des Klinikums Ebersberg bietet die Zusammenarbeit Vorteile. Chefarzt und ebenfalls Spezialist auf dem Gebiet der Schulterchirurgie PD Dr. med. Fabian Gilbert betont die Bedeutung gemeinsamer Fallbesprechungen bei komplexen Krankheitsbildern: „Gerade bei schwierigen Revisionseingriffen profitieren Patienten davon, wenn unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven in die Behandlungsplanung einfließen.“
Die Kooperation umfasst gemeinsame Fallbesprechungen, die digitale Planung komplexer Operationen mittels moderner 3D-Visualisierung sowie die Abstimmung der Nachbehandlung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit anspruchsvollen Schultererkrankungen wohnortnah und gleichzeitig auf hohem fachlichem Niveau zu versorgen.
Die Partner sehen die Zusammenarbeit als Beitrag zur weiteren Vernetzung medizinischer Kompetenz in der Region. Angesichts der steigenden Zahl von Schulterprothesen und der wachsenden Bedeutung komplexer Revisionseingriffe gewinnt die Bündelung spezialisierter Erfahrung zunehmend an Bedeutung.
Fotos: Inn Orthopädie Wasserburg
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