Große Kunstausstellung des AK68 soll wieder großes Kulturereignis werden

Die große Kunstausstellung des AK 68 existiert seit der Gründung des Vereins vor 58 Jahren. Und diese Ausstellung ist im Laufe der Jahre immer weiter gewachsen. Im vergangenen Jahr mag mancher geglaubt haben, dass eine Ausstellung an mehreren Orten in der Stadt die Kapazitätsgrenzen des Kunstvereins erreicht haben dürfte. Doch weit gefehlt: 2026 will der AK 68 seine große Kunstausstellung als eine Ausstellung der Superlative wiederholen und auch zusätzliche Attraktionen anbieten.

Wir haben mit der Vorsitzenden des AK 68, Katrin Meindl, über die Vorbereitung und die Organisation zu dieser Ausstellung gesprochen. Insgesamt 105 Künstlerinnen und Künstler werden in diesem Jahre Werke im Rahmen der großen Kunstausstellung zeigen und die Ausstellung wird abermals an fünf Orten in der Stadt Wasserburg zu sehen sein: Natürlich im Rathaus, dessen Schlüssel symbolisch bei der Vernissage am 25. Juli an den AK 68 übergeben werden, in den Räumlichkeiten der „Alten Polizei“, in der Achatzkirche, im Museum Wasserburg und in den Räumlichkeiten des Heilig-Geist-Spitals am Brucktor. Im Gespräch mit der Wasserburger Stimme betonte Katrin Meindl, dass es an den Sonntagen Führungen durch die einzelnen Ausstellungen geben werde und dass insgesamt elf zusätzliche Veranstaltungen im Rahmen der großen Kunstausstellung geplant seien: Neben Lesungen und Video-Premieren seien auch mehrere „performances“ geplant.

So werde im Rathaus von Wasserburg an den vier Sonntagen 2. August, 9. August, 16. August und 23. August jeweils um 14 Uhr eine „Performance mit Live-Lesung Bea Koberger“ mit Gabi Sabo und Carlton Bunce stattfinden, in der Heilig-Geist-Spitalkirche am Sonntag, 2. August und Sonntag, 23. August, jeweils um 15.30 Uhr unter dem Motto „noise in a sound garden“ eine „Performance von Bettina Gorn und Marc Turieux (Schlagzeug)“, in den Räumlichkeiten der „Alten Polizei“ am Kaspar-Aiblinger-Platz 5 ein „Video-Screening“ unter dem Motto „What’s cookin AK68 Artists?“ mit Ingolf Hatz, an den Donnerstagen, 6. August, 13. August und 20. August, jeweils um 19 Uhr. 

Schließlich sei im Museum Wasserburg in der Herrengasse am Sonntag, 9. August, um 15 Uhr eine „Installations-Performance Lore Galitz“ geplant mit dem Titel: „Des Drachen Rückkehr“. Außerdem wird Alexander Gerald Wagner am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr eine performative Lesung mit dem Thema „Stimmen im Gewebe“ abhalten.

Katrin Meindl bilanzierte auch die große Kunstausstellung des vergangenen Jahres und meinte, dass die Sonderausstellungsorte 2025 sehr gut bei der Bevölkerung angekommen seien. „Deswegen wiederholen wir es!“

Natürlich soll es auch in diesem Jahr eine Skulptur vor dem Rathaus geben. In diesem Zusammenhang hat sich der AK68 auch schon an die Wasserburger Bevölkerung gewandt. Nähere Informationen gibt es in einem eigenen kurzen Artikel.

Natürlich sind wir in unserem Gespräch mit Katrin Meindl auch auf die Bauarbeiten im Ganserhaus eingegangen. Dort gebe es an zahlreichen Stellen etwas zu tun, meinte sie, aber für 2028, rechtzeitig zum 60-jährigen Bestehen des AK 68, wolle man zurück ins Ganserhaus ziehen. Im Moment bekomme das Haus in der Schmidzeile ein neues Dach, das sei notwendig, aber „wir lassen die Wände, den Boden und die alte Struktur bestehen, nur mit einem neuen Dach“, verriet uns Katrin Meindl am Rande. Die Zeit in den Räumlichkeiten der „Alten Polizei“ sei ohnehin bis 2029 beschränkt und da biete sich doch ein Umzug zum 60. Geburtstag des AK68 an, außerdem könne man 2028 das vierzigjährige Bestehen des Skulpturenweges feiern.

Katrin Meindl gab auch einen Rückblick auf die Zeit, in der sie die Vorsitzende des AK 68 sei. Es sei gelungen, meinte sie, den Blick auf künstlerische Aktivitäten zu erweitern, jüngere Menschen an den Kunstverein heranzuführen und einzubinden. Der AK68 sei heute einfach breiter aufgestellt, und das finde sie sehr schön. Auch die stete Bereitschaft der Mitglieder, mit anzupacken, wenn es notwendig sei, das tue sehr gut. „Immer ist jemand da, wenn man ihn braucht“, vertraute sie uns an. Die Aktivitäten des AK68 seien auch stets „eine große Organisationsleistung“. Insgesamt werde der AK68 ein wenig internationaler, „und das finde ich gut“, meinte Katrin Meindl. Der AK68 sei gefragt worden, ob er die Wände des ehemaligen Krankenhauses gestalten wolle. Dies sei ein Zeichen, dass der Kunstverein in der Stadt nicht geduldet sei, sondern man sei sehr interessiert am Kunstverein. Die Wertschätzung für den AK68 sei wunderbar gegeben, sei es die Stadtverwaltung, die mittelständischen unternehmen, der AK68 sei präsent. Und „ich finde, wir werden ein immer besseres Team!“ ergänzte sie und schloss unser Gespräch mit dem Satz: „Es macht einfach Spaß, für den AK68 zu wirken.“

So darf man gespannt sein, wie die große Kunstausstellung 2026 bei der Bevölkerung ankommt. Wasserburg darf auf jeden Fall stolz sein, mit einem derart aktiven Kunstverein in der Stadt zusammenwirken zu können.

Am 25. Juli findet die Vernissage an drei Orten statt: Um 15 Uhr wird es ein „Pre-Opening“ mit er Kulturreferentin des Landkreises Rosenheim, Anke Hellmann geben, um 17 Uhr wird dann die große Kunstausstellung durch den Ersten Bürgermeister der Stadt Wasserburg, Bastian Wernthaler, eröffnet und der Kunstpreis „Junge Kunst“ verliehen und um 18 Uhr findet dann noch eine Vernissage in den Räumen der „Alten Polizei“ statt. Die Ausstellung ist danach bis 23. August geöffnet. Danach übernimmt der Bürgermeister wieder die Schlüsselgewalt.

Öffnungszeiten werden sein: Im Rathaus und den Räumlichkeiten der „Alten Polizei“, täglich von 10 bis 18 Uhr; im Museum Wasserburg, dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr und in der Heilig-Geist-Spitalkirche und der Achatzkirche immer samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr.

PETER RINK

 

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