Wasserburger Stadtrat informierte sich über Wald, Bäume und Klimaschutz

Sonne, heiße Temperaturen und doch hin und wieder ein laues Lüftchen – die gestrige Waldbegehung der Stadt Wasserburg am Gehetsberg im Gemeindegebiet Babensham, zu der Bürgermeister Bastian Wernthaler Förster Tobias Büchner und Marius Benner, stellvertretender Behördenleiter im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, sowie Vertreter von Stadtrat und Stadtverwaltung und  der Waldbesitzervereinigung Wasserburg-Haag begrüßen konnte, hatte viel zu bieten. Vor allem interessante Einblicke und Informationen zum Wald.

Wernthaler informierte, dass die Stadt Wasserburg rund 130 Hektar Wald, die Heilliggeist-Spitalstiftung 70 Hektar Wald besitze, also insgesamt etwa 200 Hektar – welche sich auf verschiedene Walddistrikte im Stadtgebiet und die umliegenden Gemeinden verteilen. Vermarktet werde durch die Waldbauernvereinigung WBV Wasserburg – Haag, die Betriebsleitung und Betriebsausführung obliege dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Wernthaler hob die vorbildliche Waldbewirtschaftung, gerade im Sinne der Nachhaltigkeit, hervor. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sei sehr wertschätzend. „Man merkt, dass euch allen das Thema Wald sehr am Herzen liegt.“

Förster Tobias Büchner freute sich über die vielen Teilnehmer bei der Waldbegehung. Er informierte über bereits erfolgte Maßnahmen im Stadtwalddistrikt „Gehetsberg“. Bei einem Förster gebe die Natur die Arbeit vor – sei es Schneebruch, ein Borkenkäferbefall oder ein starker Sturm.  Im Vordergrund stehe der nachhaltige Waldumbau zu stabilen und gesunden Mischwäldern. Waren es 1993 noch rund 80 Prozent Nadelhölzer, so konnte der Anteil inzwischen auf rund 50 Prozent verringert werden.

Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels machen deutlich, wie wichtig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung für einen gesunden und stabilen Wald ist.  Die letzten Jahre gab es bereits Probleme mit dem Borkenkäfer, die derzeitige Hitzewelle könnte dies weiter verschärfen.

Brückner erklärte, es werde in den städtischen Wäldern nur so viel Holz genutzt, wie auch wieder nachwachse. „Das ist ein aktiver Beitrag für den Artenschutz und den Klimaschutz.“

Für Staunen bei den Teilnehmern sorgte die Gegenüberstellung eines Privatwalds mit dem Stadtwald. Während sich der Stadtwald als lichtdurchfluteter Mischwald zeigte, bot sich beim Privatwald ein ganz anderes Bild. Dicht an dicht hohe Fichten, ohne Sonnenlicht – mit einem kahlen Boden.

Bürgermeister Bastian Wernthaler bedankte sich für die „sehr interessante“ Führung und versprach „Wir kommen wieder“. Man merke die Begeisterung von Tobias Büchner für „seine Bäume“.

Im Anschluss gab es bei einer Brotzeit noch Gelegenheit, sich über den Wald und seine Bewirtschaftung auszutauschen.

 TANJA GEIDOBLER

 

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