Der Umwelt zuliebe: Drei Reaktoren mit 24 Metern Höhe sollen gebaut werden
Firma Meggle in Reitmehring plant, einen so genannten Anaerobreaktor zu errichten. Ein Anaerobreaktor sei ein technisches System, in dem organische Stoffe (zum Beispiel in kommunalem oder industriellem Abwasser) von Mikroorganismen unter Ausschluss von Sauerstoff abgebaut werden. Der Hauptvorteil dieses Verfahrens ist die Energieeffizienz: Anstatt Sauerstoff zuzuführen, entstehe energiereiches Biogas (Methan und Kohlendioxid), das zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden könne. Bereits im April 2026 hatte der Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung über das Anliegen der Firma Meggle beraten und beschlossen, zunächst eine Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen. Die Firma Meggle beantragt nun, auf dem Firmengelände drei solcher Anaerobreaktoren bauen zu dürfen. Foto: Georg Barth
Der Vorteil solcher Reaktoren liegt auf der Hand, diese Anlagen sind erheblich umweltfreundlicher. Aber sie haben einen Haken: Wie im Ausschuss vorgetragen, muss solch ein Reaktor mindestens 24 Meter hoch sein, während die bisherigen Türme bei der Firma Meggle nur 18 Meter in die Höhe ragten.
Und über diese Frage entbrannte auch eine kurze Diskussion. Wolfgang Schmid (CSU) befürwortete den Antrag der Firma Meggle energisch, die Anlage sei unabdingbar für Meggle, es sei sehr wichtig. Sophia Jokisch (Linkspartei) entgegnete, dass es schwierig sei, dem Ansinnen zuzustimmen, weil die Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde noch nicht vorliege. Aber auch Wolfgang Janeczka (SPD) hielt den Antrag für zustimmungsfähig. Man erörterte auch die Frage, ob es möglich sei, einen Teil des Reaktors einzugraben, damit die Höhe von 24 Metern reduziert werden könne.
Im Ergebnis beschloss der Ausschuss mehrheitlich, dass man einerseits davon ausgehe, dass die Untere Naturschutzbehörde das Vorhaben der Firma Meggle als zustimmungsfähig betrachte. Weiterhin verlangte der Ausschuss vor der endgültigen Beschlussfassung einen Ortstermin, bei dem die geplante Höhe der Reaktoren auch räumlich erfahren werden könne.
Schließlich will der Ausschuss darüber Auskunft, ob die Reaktoren teilweise ins Erdreich eingegraben werden könnten, um die Höhe über dem Bodenniveau verringern zu können.
PETER RINK
Schaufenster


Also jetzt mal ganz ehrlich: Wenn man sich die gesamte Silhouette des Meggle Komplexes ansieht, kommt es auf diese drei Türmchen auch nicht mehr an.
Ich würde das Vorhaben unter der Auflage genehmigen, die Firma Meggle möge ihre Einsprüche beim Projekt Bahnübergang zurückziehen, damit hier endlich etwas vorwärtsgeht.
Stichwort „win win“
Wo liegt mein Denkfehler? Der neue Funktionsturm / Sprühturm (Planung ab 2014, Fertigstellung um 2016/2017) hat eine Bauhöhe von bis zu 48 Metern genehmigt und realisiert.
Wie kann sich ein, noch zu genehmigender, Turm selbst genehmigen und bauen?
Das Ganze auch noch vor 10 Jahren… intelligentes Baumaterial? Zeitmaschine?
Ich glaube da wurden zwei Dinge verwechselt.
Der hohe Sprühturm ist auf dem Werksgelände, der Faulturm auf dem Kläranlagengelände.