Münchener „Spagat-Theater“ zeigt „Blutbuch“ von Kim de l’Horizon

Kim de l’Horizon, ist eine genderfluide nichtbinäre schweizerische Person, die in ihrem Roman „Blutbuch“ den Problemkreis der Sexualität von nichtbinären Personen aufgreift. Das Münchener „Spagat-Theater“, das heuer zum dritten Male einen Beitrag an den Wasserburger Theatertagen präsentiert, hat den Roman von Kim de l’Horizon auf die Bühne gebracht.
Kim identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Den kleinkarierten Strukturen der Herkunft entkommen, lebt Kim in Zürich und fühlt sich im nonbinären Körper und in der eigenen Sexualität wohl. Doch dann erkrankt die Großmutter an Demenz, und Kim beginnt, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen: Warum sind da nur bruchstückhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit? Blutbuch erzählt von Identität, familiären Verstrickungen und gesellschaftlichen Normen.
Florentina Tautu inszeniert die Suche, das Werden und Finden als kraftvollen Monolog, verkörpert von der Schauspielerin Lucy Wirth. Die Erzählfigur stemmt sich dabei gegen die Schweigekultur der Mütter, bewegt sich durch Biografien, Erinnerungen und kollektive Traumata.
Kim de l’Horizon erhielt 2022 als erste non-binäre Person für Blutbuch den Deutschen und Schweizer Buchpreis.
Die Theaterbar öffnet um 18 Uhr und freut sich auf Gäste.
Karten erhält man online unter www.theaterwasserburg.de oder an den Vorverkaufsstellen: Versandprofi Gartner und Tourist-Info in Wasserburg, Foto Flamm in Haag, TicketZentrum Rosenheim sowie an allen Vorverkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket oder an der Abendkasse.
PETER RINK
Foto: Vogl
Schaufenster

Hinterlassen Sie einen Kommentar