Der Wasti hat wieder seine Spendier-Lederhosn an - Heute geht's um den Frühlingsfest-Musikanten
Mein lieber Herr Gesangsverein. Eine Saukältn is des. Do host ja direkt mehra Lust auf an Winzz-Glühwein, wia auf a kühle Mass Bier. Na ja, wen wundert’s, sand doch grod de Eisheilign. Zum Glück is heut de koide Sophie dran, die letzte der Heiligen. S’Weda soll bis Sonntag endlich wieder scheena werdn – und zum Glück a wärmer. So, wia gestern Omd bei mia in meina Löwenhöle. Do hob i Sauna eighoazt. Und do hob i ma die nächsten Einsendungen zu meim Gewinnspiel „Magst a Biermarkerl, ha?“ ogschaut. Es war wieder ned ganz leicht, unter de vuin Einsendungen den Sieger zu küren. Letztlich ist es eine wirklich schöne Geschichte der Ehefrau eines (dem Wasti wohl bekannten) Frühlingsfest-Musikers aus Oibich wordn …
Das ist das Sieger-Gedicht heute:
Der Frühlingsfest-Musikant
Wenn am Vormittag die Frau noch ganz leise durchs Häuserl schleicht,
damit ja kein Geräusch den Gatten erreicht,
der no in so seeliger Ruah
sein Haupt deckt mit na Bettdecken zua.
Wo doch der arme Mo, denn des is gwies
letzte Nacht wieder so spät haom kemma is.
Als Musikant am Frühlingsfest
da gibt dir des süffige Festbier den Rest.
Musi spuin und dazu singa,
ständig wieder Masserl dringa
lustig sein und Gaudi macha
bei scheene Dirndl gern zruck lacha
und auf und nieder
immer wieder.
So ist des Musikantenlebn
duats ja ständig was zum Feiern gebn.
Wenn dann zu Mittag da Amserer sche singt,
dass des bis ins Haus eine klingt,
dann krabbeld auf der guade Mo
und schaut so grad wia er grad ko.
Verziagt sei Gsicht – wirft die Stirn in Falten,
was muss a Musikus ois aushalten…
A Dusche mit vui kaltem Nass,
de Stimm no wia da tieafste Bass
a unschuldiges Lächeln und a schleichender Gang
so wird der Nachmittag nicht gar so lang.
Denn so umara viere
da kimmt er wieder vom Kanapee wieder fira.
„Heut brauchat ich de Strümpf, de grauen.
Wir sollen ja alle gleich ausschauen.
Und wo ist denn des Hemad mit dem Stehkragen – des nei?
Pass i denn do überhaupt no ei?
Bei meiner Lederhosen is a Knopf rausgrissen,
den hob ich versehentlich mim Schneizdiache weggschmissn.
Kannst mir no schnell oan o nahn, des war a Gschicht,
sonst hebt bei mir de Hosn nicht.“
Sei Musikleiberl hat er mit Ketchup befleckt,
des wird mit am Forstinger Anstecker verdeckt.
De Haferlschuah wern no mit Schuahcreme eigwixt
und drauf gschaut, dass a da Strumpf grad sitzt.
Schnell no kampelt und sei Instrument untern Arm,
schon werd wieder zum Frühlingsfest gfahrn.
Rauf auf die Bühne und nach dem Einzählen geht’s los,
wia schaffen die Musikanten des Pensum blos.
Da sitzens und spuins im einheitlichen Gwand
und grinsen oft oba, weil´s mit Vielen bekannt.
Für des saubere daher kemma, von Kopf bis zu den Wadln,
dafür sorgen dahoam eahnane fleißigen Madln.
Denn die gehörten mit einer Maß belohnt,
wenn der Gatte auf der Bühne thront.
Von Barbara Pfitzmaier aus Albaching
Der Wasti gib übrigens a moing wieda zwoa Biermarkerl aus. Was ma dafür doa muass? De Biermarkerl gibt’s für die beste Begründung, warum ihr de zwoa Markerl dringend braucht’s. Des kann a Wort sei, a Buidl, a Satz oder a abgeschlossener Kurzroman. Egal. Oiso, des is doch gar ned so schwer!
De Chef von da Schurie ist der Wasti höchstselbst. De Gewinner gibt da Wasti jeden Dog am Nachmiddog bekannt – und wie ma an die Markerl kimmt, gibt’s dann per Mail.
Vorname und Wohnort mit dazu und an diese Mailadresse schigga:
Schaufenster


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