Unter großem Applaus: Verabschiedung der ausscheidenden Stadtratsmitglieder

Großer Applaus für großes Engagement – in der gestrigen Stadtratssitzung wurden sechs Stadtratsmitglieder sowie Bürgermeister Michael Kölbl aus dem Gremium verabschiedet. Dr. Hermann Budenhofer, Elisabeth Fischer, Friederike Kayser-Büker, Bettina Knopp, Christoph Klobeck und Christian Peiker waren insgesamt 102 Jahre zum Wohl der Stadt ehrenamtlich engagiert. Als Zeichen des Dankes erhielten alle eine Urkunde, eine gravierte Silbermünze sowie einen Porzellan-Wappenlöwen.

Bettina Knopp (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph Klobeck (CSU) (wurde bereits in der Vorwoche im Rahmen der Stadtratssitzung verabschiedet) und Christian Peiker (SPD) gehörten dem Gremium sechs Jahre an. Bürgermeister Michael Kölbl erinnerte daran, dass es, gerade für diese drei Stadtratsmitglieder, 2020 ein schwerer Start war. „Mitten in der Pandemie, mit Maske und Abstand, ohne die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen“.

Bettina Knopp war Referentin für Schule und Kindergärten und gehörte dem Umweltausschuss an. Kölbl dankte ihr für die geleistete Arbeit und verwies darauf, dass es ja vielleicht ein Wiedersehen im Stadtrat geben könnte.

Christoph Klobeck hatte in den letzten sechs Jahren das Amt des Wirtschaftsreferenten inne, außerdem gehörte er dem Bauausschuss an. Als Wirtschaftsreferent habe Klobeck viel auf den Weg gebracht, so Kölbl. In seinem „Stadtrats-Ruhestand“ werde es ihm nicht langweilig werden, denn Klobeck ist seit Kurzem Leiter des TSV-Tennisabteilung.

Christian Peiker wurde ursprünglich für die Linke Liste Wasserburg in den Stadtrat gewählt, 2023 wechselte er zur SPD-Fraktion. „Für die jetzige Legislaturperiode hat es knapp nicht gereicht, aber Christian Peiker befindet sich in der Pole-Position als erster Nachrücker“, sagte Michael Kölbl. Peiker gehörte dem Bauausschuss an und habe sich immer sehr fürs Gemeinwohl engagiert. Dies merke man auch in seiner Tätigkeit als Reservist bei der Bundeswehr.

18 Jahre war Friederike Kayser-Büker (SPD) Stadträtin mit vielen Ämtern – stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Fraktionsvorsitzende, Werkausschuss, Bauausschuss und von 2009 bis jetzt Seniorenreferentin. Sie scheidet freiwillig aus dem Gremium aus, bleibt aber als SPD-Ortsvorsitzende weiterhin politisch aktiv. Kölbl dankte ihr für ihre „Leidenschaft und großes Herzblut“ als Seniorenreferentin und fügte an „so jemand geht ab“. Auch wenn man nicht immer einer Meinung war, so wurde stets sachlich diskutiert und ein guter Konsens gefunden.

Friederike Kayser-Büker bedankte sich beim Gremium für die stets konstruktive Zusammenarbeit. Sie dankte weiterhin ihrem Mann, der ihr stets den Rücken freigehalten habe, ihren Kindern und Bürgermeister Michael Kölbl.

Nach 30 Jahren im Stadtrat sagt auch Elisabeth Fischer (CSU) „servus“. „Früher eine Exotin, heute ein Vorbild“, zitierte Michael Kölbl eine Schlagzeile, die Fischer zum Weltfrauentag gewidmet war. Sie habe sich als Frau bereits beruflich und politisch eingebracht, als das noch als „exotisch“ gegolten habe. Elisabeth Fischer war von 1996 bis 2020 Referentin für Schulen und Kindergärten, eine Tätigkeit, die ihr als Erzieherin auf den Leib geschneidert war. Sie gehörte dem Umweltausschuss und dem Haupt- und Finanzausschuss an sowie der Verbandsversammlung der Sparkasse und dem Verwaltungsrat der Sparkasse. Zudem war sie sowohl stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Fraktionsvorsitzende. „Elisabeth hat das Herz am rechten Fleck“, so Kölbl. Bemerkenswert sei auch, dass Fischer, trotz gesundheitlicher Probleme nie aufgegeben habe und ihr Stadtratsmandat mit Herzblut ausgeführt habe.

Fischer bedankte sich bei Michael Kölbl, dem Stadtratsgremium sowie der Verwaltung für die stets gute Zusammenarbeit. Außerdem ihrem Mann Rudi für dessen Geduld und seine Ratschläge. Dem neuen Bürgermeister und Stadtratsgremium gab sie mit auf den Weg „Passt mir weiterhin gut auf Wasserburg auf“.

Von 1990 bis heute, 36 Jahre, war Dr. Hermann Budenhofer (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) Mitglied des Wasserburger Stadtrats und des Bauausschusses – seinem Lieblingsgremium. Michael Kölbl zitierte den scheidenden Stadtrat „Der Stadtrat wird mir nicht so abgeben, aber der Bauausschuss“. Kölbl dankte Dr. Budenhofer für seine ruhige Art und seine Ideen, die er eingebracht habe. Als Nachrücker sei auch er in der „Pole-Position“. Er übergebe den Stab an seine Tochter, Dr. Ursula Winkler-Budenhofer, die dem neuen Stadtratsgremium angehören werde.

Dr. Hermann Budenhofer dankte allen Stadtratskollegen für die schöne Zeit und gute Zusammenarbeit. Ein „danke“ ging auch an seinen Kollegen der Freien Wähler Reitmehring-Wasserburg, Sepp Baumann, mit dem er die gesamten 36 Jahre im Stadtrat war. Man sei gut miteinander ausgekommen, auch wenn es mal Differenzen, beispielsweise beim Winterdienst, gab. Auch dankte er seiner Frau und der Familie für den Rückhalt. Dass seine Tochter dem kommenden Stadtratsgremium angehöre, sei ein „Highlight“ für ihn. „Schön war´s mit Euch“, so Dr. Budenhofer.

Vom Zweiten Bürgermeister, Werner Gartner, wurde dann auch noch, unter großem Applaus des Stadtrats, der Rathaus-Chef aus dem Gremium verabschiedet – nach 18 Jahren als Stadtrat und 24 Jahren als Bürgermeister. „Danke für alles, Michael Kölbl“.

Kölbl dankte allen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er lobte das sachliche Miteinander der sieben Gruppierungen. Nur so funktioniere Demokratie. Die letzte Stadtratsperiode bezeichnete Kölbl als die schwierigste – Corona, Ukrainekrieg und nun der Irankrieg. „Trotz aller Turbulenzen haben wir immer gut zusammengearbeitet und das menschliche stand stets im Vordergrund“, so Kölbl. Ein großer Dank ging auch an die Verwaltung.

Unser Bild oben zeigt von links Friederike Kayer-Büker, Dr. Hermann Budenhofer, Bettina Knopp, Bürgermeister Michael Kölbl, Elisabeth Fischer und Christian Peiker. 

TANJA GEIDOBLER

Christoph Klobeck wurde bereits in der Vorwoche verabschiedet.

Schaufenster