Freisprechungsfeier des heimischen Kfz-Gewerbes in Rosenheim
Mit Stolz, Applaus und einem Hauch Wehmut wurden kürzlich die Absolventen der Kfz-Innung Rosenheim-Wasserburg feierlich freigesprochen. Nach dreieinhalb Jahren intensiver Ausbildung dürfen sich die ehemaligen Lehrlinge nun offiziell Kfz Mechatronikerinnen und Kfz-Mechatroniker nennen.
Die Freisprechung ist ein traditionsreicher Moment im Handwerk: Mit dem symbolischen Akt werden die Auszubildenden aus ihrem Lehrverhältnis entlassen und in den Gesellenstand erhoben. Zahlreiche Familienmitglieder, Ausbilder sowie Vertreter der Kommunalpolitik waren der Einladung des Gesellenprüfungsausschuss’ durch den Vorsitzenden Josef Obwieser ins KuKo nach Rosenheim gekommen, um diesen besonderen Anlass zu würdigen.
In seiner Ansprache betonte Michael Kölbl, der stellvertretende Obermeister der Kfz Innung München-Oberbayern, die Bedeutung des Berufsnachwuchses für die Zukunft des Handwerks. „Sie haben in einer Zeit gelernt, in der sich Fahrzeugtechnik rasant weiterentwickelt – von modernen Assistenzsystemen bis hin zur Elektromobilität. Ihr Wissen und Ihr Engagement sind gefragter denn je“, erklärte er vor dem Publikum.
Auch Gerhart Zimmermann, Schulleiter der Berufsschule Wasserburg, hob die Leistungen der Absolventen hervor. Besonders gewürdigt wurden jene, die ihre Gesellenprüfung mit Auszeichnung bestanden haben. Sie erhielten neben dem Gesellenbrief eine besondere Anerkennung für ihre hervorragenden praktischen und theoretischen Leistungen.
Zukunftsperspektiven in einer wandelnden Branche
Die Automobilbranche befindet sich im Umbruch: Digitalisierung, alternative Antriebstechniken und steigende technische Anforderungen prägen den Berufsalltag. Für die frisch gebackenen Gesellen eröffnen sich dadurch vielfältige Perspektiven – von Spezialisierungen im Bereich Hochvolttechnik bis hin zu Weiterbildungen zum Meister oder Techniker.
Viele der Freigesprochenen bleiben ihren Ausbildungsberuf treu, andere zieht es in neue Werkstätten oder in weiterführende Qualifizierungen. Eines eint sie alle: Der Stolz auf das Erreichte und die Vorfreude auf den nächsten Schritt im Berufsleben.
Zum offiziellen Abschluss der Veranstaltung wurden die Gesellenbriefe persönlich überreicht. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Gruppe „Vielsaitig“ – einem Saitenensemble des Berufsschulzentrums Wasserburg. Die Feier verlegte sich anschließend in die Rosenheimer Innenstadt, wo die Gesellinnen und Gesellen den Abend miteinander beschlossen.
Mit der Freisprechung endet für die jungen Fachkräfte ein bedeutender Lebensabschnitt – und zugleich beginnt ein neuer. Die Region darf sich über engagierte, qualifizierte Nachwuchskräfte freuen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft des Kfz-Handwerks aktiv mitzugestalten.
Unser Foto zeigt die Prüfungsbesten, stellvertretenden Innungsobermeister und Mitglieder des Gesellenprüfungsausschusses Rosenheim-Wasserburg, von links Florian Grünaug, Michael Kölbl, Josef Obwieser, Kilian Lexa, Aimée-Sophie Linzer, Lukas Lindauer, Jamie Lee Preussler, Bernd Wohlschlager, Enzo Bufalino, Lukas Daumoser, Timon Funk, Leonardo Kraus und Nils Helbig.
Schaufenster


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