Viele Einsatzkräfte gestern beim Gedenktag für die Opfer des Aiblinger Zugunglücks

Mit einer würdigen Gedenkveranstaltung hat die Stadt Bad Aibling gestern an die schrecklichen Ereignisse des 9. Februar 2016 erinnert. Zahlreiche Bürger sowie Vertreter aus Politik und Hilfsorganisationen kamen zusammen, um gemeinsam innezuhalten und den Opfern des Zugunglücks vor zehn Jahren zu gedenken.

Begleitet wurde die Veranstaltung unter anderem von Landtags-Präsidentin Ilse Aigner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sowie Regierungspräsident Dr. Konrad Schober. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung des Gedenkens weit über Bad Aibling hinaus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jedoch die zahlreichen Einsatzkräfte der Hilfs- und Rettungsorganisationen, der Polizei, der Krankenhäuser sowie die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Ihr professionelles und zugleich zutiefst menschliches Handeln in einer Ausnahmesituation hat Leben gerettet und vielen Betroffenen Halt gegeben.

Bürgermeister Stephan Schlier:

 „Der 9. Februar 2016 hat sich tief in das
Gedächtnis Bad Aiblings und weit darüber hinaus eingebrannt. Unser Gedenken heute ist ein
Zeichen des Nicht-Alleinseins, des Füreinander-Daseins und der ungebrochenen Anteilnahme.
Zugleich war die Gedenkveranstaltung auch Ausdruck unseres Dankes an all jene, die damals
Verantwortung übernommen haben: die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die
Rettungsdienste verschiedener Hilfsorganisationen, unsere Polizei, die Seelsorger, die
Krankenhäuser und die vielen freiwilligen Helfer, die teils aus dem benachbarten Ausland
herbeieilten. Ihr rasches, hochprofessionelles und beherztes Handeln hat in einer Situation größter
Not Leben gerettet, Chaos bekämpft und Halt gegeben.“

Heiko Büttner, der als Konzernbevommächtiger für Bayern die Deutsche Bahn vertrat, sagte in
seiner Ansprache: „Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die vor zehn Jahren ihr Leben
verloren haben. Wir denken an ihre Familien und Freunde, die einen geliebten Menschen nicht
mehr in die Arme schließen können. Und wir denken an alle, die verletzt wurden, und die bis heute
mit den Folgen leben müssen. Unser tief empfundener Dank gilt den Menschen, die vor Ort
geholfen haben: den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Deutscher Bahn, Polizei,
Technischem Hilfswerk, Notfallseelsorge und allen weiteren Helferinnen und Helfern.“

Seitens der Regionalbahn sprach Arnulf Schuchmann, Vorsitzender der Geschäftsführung:

„Trost spenden, Zuversicht vermitteln – das ist heute sehr schwer für mich. Wir stehen hier zusammen und trauern
gemeinsam – heute genauso wie vor zehn Jahren. Gemeinsam mit mir sind viele Kolleginnen und
Kollegen der BRB gekommen, als Zeichen der Verbundenheit mit ihren verstorbenen Kollegen
und Fahrgästen, den Angehörigen und denen, die Freunde und Bekannte verloren haben und als
Zeichen der Verbundenheit mit denen, die bis heute unter den Auswirkungen körperlich und
seelisch leiden.“

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