Gestern Abend Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers

Eine gute Reaktion auf die unglückliche 0:1-Niederlage in Regensburg zwei Tage zuvor – die zeigten die Starbulls Rosenheim am gestrigen Sonntag-Abend im Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers.
Die Grün-Weißen entschieden die Partie des 41. Spieltags der DEL 2 deutlich mit 6:1 für sich, nachdem sie zuletzt in drei Spielen hintereinander nicht punkten konnten und nur zwei Tore erzielten. Die Gastgeber zeigten sich vor 4.025 Zuschauern im ROFA-Stadion vor allem im zweiten Drittel torhungrig, zogen von 1:0 auf 6:0 davon und konnten dabei neben zwei Überzahltoren auch einen Treffer in Unterzahl bejubeln.
Das Foto zeigt den zweiten Rosenheimer Treffer 47 Sekunden nach Beginn des zweiten Spielabschnitts durch Dominik Kolb, nachdem Steelers-Keeper Florian Mnich zuvor gegen Scott Feser noch retten konnte.
Bei den Starbulls kehrte Oskar Autio ins Tor zurück, der aus der Partie in Regensburg leicht angeschlagen herausgegangene Christopher Kolarz pausierte. Als überzähliger Importspieler auf Rosenheimer Seite blieb diesmal für Teemu Pulkkinen nur ein Tribünenplatz.
Das Spiel begann munter mit einer frühen Chance für die Starbulls durch Jordan Taupert. Bei einem Gegenstoß der Gäste war Oskar Autio zur Stelle und parierte den Schuss von Bastian Eckl (6.). Die Rosenheimer Führung wäre fällig gewesen, als Scott Feser abzog, die Scheibe jedoch links vorbeiging und von der Bande zurück vor das Tor sprang. Der auffällige Lewis Zerter-Gossage konnte den Puck aus kurzer Distanz aber nicht im offenen kurzen Eck unterbringen (8.).
Nach einem starken Solo von Maximilian Vollmayer von der eigenen Grundlinie weg konnte Bietigheims Torhüter Florian Mnich den Schuss des Rosenheimer Verteidigers mit dem Schoner entschärfen (9.). Aber auch Autio blieb weiter gefordert und parierte einen Abschluss von Pavel Dronia (12.).
Die Starbulls erspielten sich in der Follge ein leichtes Übergewicht und durften schließlich nach 93 Spielminuten ohne Torerfolg endlich wieder jubeln: Charlie Sarault, der eine überzeugende Partie spielte, kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, Mnich rutsche die Scheibe aus dem Fanghandschuh und der schnell reagierende Jordan Taupert schob aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (16.).
Kurz vor der ersten Pause musste Gästestürmer Brett Kemp auf die Strafbank. Das Rosenheimer Powerplay blieb zwar ohne Torerfolg, aber unmittelbar nachdem die Steelers wieder komplett waren, fiel das 2:0. Scott Feser startete einen Gegenangriff, Dominik Kolb lief ihm die Abschlussbahn frei, Mnich parierte den Schuss von Feser und Kolb verwertete den Abpraller – erst 47 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt.
Filip Reisnecker hatte anschließend die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, kam zentral aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Oskar Autio parierte sowohl den ersten als auch den zweiten Versuch des Bietigheimer Angreifers (22.).
In der ersten Überzahlsituation für Bietigheim eroberte Scott Feser aufmerksam den Puck, leitete einen Konter ein und vollendete nach perfektem Querpass von Lewis Zerter-Gossage im Zwei-auf-eins zum 3:0 (23.). Für Rosenheims Topscorer war es der 15. Saisontreffer, für seine Farben der bereits siebte Shorthander (Ligaspitze gemeinsam mit Crimmitschau).
Rosenheim blieb spielbestimmend. Nach einem gewonnenen Bully von Luigi Calce kam Verteidiger Shane Hanna in Schussposition und traf mit einem Handgelenkschuss flach über den Innenpfosten ins Netz – 4:0 (27.). Beim zweiten Rosenheimer Überzahlspiel zog der auffallend verbessert spielende Kapitän C.J. Stretch aus dem rechten Bullykreis ab und traf hoch ins kurze Eck zum 5:0. Fabian Dietz stand dabei in der Schussbahn und erschwerte Torhüter Mnich die Sicht.
Die Starbulls überstanden anschließend eine Unterzahlsituation, bei einem gefährlichen Schuss von Marek Racuk war Oskar Autio mit einer starken Parade zur Stelle. Insgesamt hatten die Grün-Weißen die sonst erfolgreich scorenden Gästestürmer – neben Racuk auch Jack Dugan, Brett Kemp und Cole Fonstad – sehr gut im Griff.
Nach einem Check von Bastian Eckl gegen Tobias Beck verhängten die Schiedsrichter eine große Strafe plus Spieldauerdisziplinarstrafe (35.) gegen den Bietigheimer Stürmer, der vor zwei Jahren eine Saison lang auch das Rosenheimer Trikot trug. Im folgenden Powerplay traf Ville Järveläinen mit einer Direktabnahme halbhoch ins kurze Eck zum 6:0 (37.). Erneut arbeitete Fabian Dietz am Torraum effektiv und irritierte Gästekeeper Mnich.
Zu Beginn des Schlussdrittels wechselten die Steelers den Torhüter, Olafr Schmidt übernahm. Er konnte sich gleich bei einem Rosenheimer Überzahlspiel auszeichnen und zeigte sich auch danach als sicherer Rückhalt. Unter anderem verhinderte er gegen den bei Bietigheimer Überzahl allein auf ihn zulaufenden Luigi Calce den siebten Rosenheimer Treffer.
Zwei Unterzahlsituation überstanden die Hausherren ohne Gegentreffer. Oskar Autio glänzte mit schönen Paraden, konnte sich allerdings nicht mit einem Shutout belohnen. Denn bei einem schnellen Gegenstoß zeigten sich die Steelers eiskalt, Brett Kemp legte quer und Filip Reisnecker netzte humorlos ein (52.).
Dank des 6:1-Heimsiegs bewahren die Starbulls als Tabellendritter den Vorsprung von zehn Zählern auf die Ravensburg Towerstars. Weitere drei Punkte dahinter folgen Bietigheim und Regensburg. Der Rosenheimer Puffer auf Tabellenplatz sieben, auf dem der EV Landshut rangiert, beträgt elf Spieltage vor Hauptrundenende komfortable 17 Punkte.
Foto: Starbulls / Schirmer
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