Viel Verkehr: Rott will flexibler reagieren - Räte für zweites Geschwindigkeits-Messgerät

 

Ein Smiley oder kein Smiley? Ergebnisse von Messungen mit mobilen Geschwindigkeits-Displays in Gemeinden sind mittlerweile vielerorts üblich. Fährt man vorschriftsmäßig oder ist man zu schnell dran? Der Verkehrsteilnehmer wird darüber per aufgebautem Display am Straßenrand bekanntermaßen informiert … Immer wieder gehen im Rotter Rathaus Beschwerden über die so belastende Verkehrssituation ein. Ganz besonders vom „Nadelöhr“ Rosenheimer Straße. Leider hat die Gemeinde Rott aufgrund der Straßenklassifizierung – als Kreisstraße RO 41 – dort kaum Entscheidungs-Befugnisse, um etwas zu ändern. Eine mobile Tafel mit einem „Smiley Display“ solle wenigstens eine Geschwindigkeits-Reduzierung der Fahrzeuge bewirken, so auch die Hoffnung der Bürger. Rott jedenfalls schafft nun ein zweites Gerät – neben dem an der Schule – laut eines einstimmigen Beschlusses des Gemeinderates an, um künftig flexibler in der Gemeinde reagieren zu können.

In der Vergangenheit gab es in Rott nämlich mehr Anfragen auch aus anderen Wohngebieten, ob es möglich wäre, dauerhafte Geschwindigkeits-Anzeigegeräten an Straßen aufzustellen.

Wie es in der jüngsten Gemeinderatssitzung vom Zweiten Bürgermeister Alfred Zimpel von den „Bürgern für Rott“ hieß, der die Sitzung leitete, verfüge Rott aktuell über ein Geschwindigkeits-Messgerät  – ein Smiley-Gerät – das an verschiedenen, verkehrsrelevanten Standorten im Gemeindegebiet eingesetzt werden könne. Der Schwerpunkt des Einsatzes sei direkt bei der Schule. Die Auslastung dieses Gerätes sei sehr hoch.

Auf Hinblick der hohen Auslastung des bereits vorhandenen Gerätes komme die Anschaffung eines zweiten Messgerätes durch die Gemeinde in Betracht. Alfred Zimpel: „Die Taferl san guad – es wäre eine sinnvolle Anschaffung für die Menschen.“

Zur Ermittlung der voraussichtlichen Anschaffungskosten waren nun Angebote von zwei Firmen eingeholt.

Nach Rücksprache mit dem Rotter Bauhof wird das Messgerät von der Firma Kommonodo mit Solarversorgung und Datenauswertung empfohlen, berichtete Bauhofleiter Manfred Lunghammer (im Bild-Vordergrund) in der Sitzung. Die Software zur Datenauswertung sei hier nämlich bereits vorhanden. Der Angebotspreis für dieses Messgerät liege bei 2.440,90 Euro brutto.
 
Der Gemeinderat Rott stimmte unisono – nach ausführlicher Diskussion quer durch alle Fraktionen – der Beschaffung eines weiteren Geschwindigkeits-Messgerätes zur flexiblen Verwendung an verschiedenen, relevanten Standorten im Gemeindegebiet zu.

Somit könne dann der besonders sensible Bereich der Rotter Schule ein bleibendes Messgerät erhalten – das zweite werde flexibel eingesetzt. 

Die Verwaltung wurde beauftragt, das wirtschaftlichste der vorliegenden Angebote eines zweiten Messgerätes für die Gemeinde – unter Berücksichtigung von Preis, Ausstattung, Qualität und Leistungsumfang – zu wählen.

Foto: Renate Drax

 

 

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