Künstlerin Berit Opelt lädt zu einer Spezialführung ins Museum Wasserburg ein
Was kann aus einem Stück Teppich entstehen? Eine ganze Menge – vor allem, wenn zehn Künstlerinnen und Künstler ein Fragment zum Ausgangspunkt ihrer eigenen Ideen machen. Nächste Woche am Sonntag, 9. August, lädt die Künstlerin Berit Opelt zu einer Spezialführung durch das Kunstprojekt „fragment51_cxc“ ins Museum Wasserburg ein. Dabei gibt sie Einblicke in die Entstehung der Arbeiten und erzählt von den Verbindungen, Begegnungen und Geschichten, die sich rund um das Projekt entwickelt haben.
Ausgangspunkt von „fragment51_cxc“ ist ein rund 400 Jahre alter, kaukasischer Drachen-Teppich. Eine 2022 in Indien handgeknüpfte Nachbildung des historischen Teppichs wurde im September 2023 im Rahmen eines öffentlichen Festes zerschnitten. Die einzelnen Fragmente reisen seitdem um die Welt und werden an unterschiedlichen Orten zum Ausgangspunkt neuer Begegnungen und künstlerischer Projekte. Die Aktion ist Teil des internationalen Projekts „Cultural X Collabs – Weaving The Future“ des Museums für Islamische Kunst, das während der Schließzeit des Museums Menschen, Kulturen und Geschichten miteinander verbindet.
Eines dieser Teppichstücke trägt die Nummer 51 und kam nach München.
Für Berit Opelt wurde es zum Ausgangspunkt eines eigenen Kunstprojekts: Sie lud neun weitere Künstlerinnen und Künstler ein, sich mit dem Fragment auseinanderzusetzen und daraus jeweils eigene Arbeiten zu entwickeln. Entstanden ist ein vielseitiges Zusammenspiel aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven und Techniken. Die zehn Beteiligten greifen das Fragment auf, verändern es, interpretieren es neu und bringen dabei ihre persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen ein.
So ist „fragment51_cxc“ weit mehr als eine Ausstellung einzelner Kunstwerke. Das Projekt versteht sich als fortlaufender Prozess, bei dem sich das Gesamtkunstwerk mit jeder neuen Begegnung weiterentwickelt. Der Entstehungsprozess wird auf Instagram unter „fragment51_cxc“ und auf der Website des Museums dokumentiert. Ein festgelegtes Projektende gibt es bislang nicht.
Bei der Spezialführung in Wasserburg können die Besucher gemeinsam mit Berit Opelt hinter die Kulissen dieses besonderen Entstehungs-Prozesses blicken. Die Künstlerin erzählt, wie aus einem Teppichfragment ein Ausgangspunkt für künstlerischen Austausch wurde und welche Gedanken und Geschichten sich in den entstandenen Werken wiederfinden.
Berit Opelt lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in München. In ihrer Arbeit verbindet sie Malerei, Druckgrafik, Zeichnung und Fotografie. Seit 2016 ist sie regelmäßig in Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten und an der Entwicklung verschiedener Kunstprojekte beteiligt. Sie ist Mitglied des BBK München und Oberbayern, Gründungsmitglied der Produzentengalerie Kunstraum LOT und Dozentin an der Münchner Volkshochschule.
Die Spezialführung findet am Sonntag, 9. August, von 16 bis 17.30 Uhr im Museum Wasserburg, Herrengasse 15 statt.
Die Teilnahme kostet 15 Euro zuzüglich 3,50 Euro Eintritt für die Große Kunstausstellung des AK68 ...
Weitere Informationen und Anmeldung:
www.dietrich-bonhoeffer-akademie.de
Foto: Berit Opelt
Schaufenster


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