Ab Herbst gibt es am Sonnenpoint das Padel Hub - Ein Gespräch mit den Betreibern

Es ist eine Mischung aus Squash und Tennis, für jedes Alter geeignet und entwickelt sich auch in Deutschland mehr und mehr zur Trendsportart: Padel. Im Gegensatz zum Tennis sind die Spielfelder kleiner und die Schläger ohne Bespannung und kürzer. Das Feld hat bis auf wenige Ausnahmen dieselben Markierungen wie beim Tennis. Außerdem werden die Wände des Spielfelds mit in das Spielgeschehen einbezogen – ähnlich wie beim Squash. Allerdings: Wer den neuen Trendsport ausüben will, der muss aktuell noch Courts in München, Mühldorf oder Oberaudorf buchen. Doch das soll sich jetzt ändern. Philipp und sein Vater Fritz Bachmeier treiben das Projekt Padel Hub samt Neubau am Sonnenpoint in Edling voran. Im Herbst soll Eröffnung sein. „Wir wollen, dass dort ein Ort für unseren Sport entsteht, den man immer mit einem Lächeln verlässt“, verspricht Philipp Bachmeier.
Zusammen mit seinem Vater Fritz, den man in der Umgebung nicht nur wegen seiner renommiertenVersicherungsagentur in Albaching kennt, hat er die Idee entwickelt und ist jetzt, ein Jahr später, daran, diese umzusetzen. Begleitet wurde dieser Prozess stets vom familiären Rückhalt – auch seine Mutter Sabine (51) und seine beiden Brüder standen unterstützend zur Seite, wofür ihnen ein besonderer Dank gilt. Noch im Mai soll Baubeginn sein. Für Philipp Bachmeier (26) ist das Projekt so eine Art Nachhausekommen.

Fußball Testspiel SV Sonsbeck – KFC Uerdingen im Willy-Lemkens-Sportpark in Sonsbeck. Foto: Hendrik Deckers
Bereits mit 13 Jahren hat er wegen des Sports seine Heimat Albaching verlassen. Als Jugendfußballer zog es ihn ins Ausland in eine der besten Nachwuchsakademien Europas, nämlich Red Bull Salzburg. Zu seinen fußballerischen Folgestationen gehörten Unterhaching und Ingolstadt. Bei seiner letzten Profistation dem KFC Uerdingen, schnürte er unter anderem mit Weltmeister Kevin Großkreutz die Fußballschuhe und agierte unter dem damaligen Sportmanager Stefan Effenberg. Zuletzt war er in Düsseldorf und Köln beruflich verankert – jetzt soll es Edling werden.
Vater Fritz Bachmeier (57) betonte, dass das Projekt in Edling ein reiner Familienbetrieb wird. „Das machen wir als Familie gemeinsam – ohne fremde Investoren.“ Allerdings: Es wird natürlich Partner geben, die alle aus der Region kommen sollen. „Das startet bei unseren Baufirmen und wird sich dann beim Catering für die Sportler fortsetzen.“ Geplant sei, ein echter Ort zum Wohlfühlen. „Padel-Plätze sind sonst oft in klassischenIndustriehallen untergebracht. Wir wollen da anders rangehen, eine Art Social Club schaffen und das Schöne ist: Wir können in diesem Setup unsere Ideen unkompliziert und zielgerichtet umsetzen.“, ergänzt Philipp Bachmeier. Deshalb gebe es auch eine kleine Gastro, in der neben den Getränken auch Snacks, Shakes und Bowls zu haben sein werden, um auch die Themen Ernährung und Regeneration abzudecken. „Als kleines Highlight integrieren wir eine Sauna für die Erholung. Nach dem Padelmatch ist schließlich vor dem Padelmatch.“
Vorerst drei Plätze geplant
Geplant sind vorerst drei Plätze – zwei für das klassische Doppel-Spiel, ein kleinerer für Einzelpartien. „Den Bau eines vierten Platzes behalten wir uns vor. Platz dafür ist in der Halle.“ Wenn diese fertig ist, wird es einen 24/7-Betrieb geben. „Man kann die Plätze dann theoretisch rund um die Uhr buchen und nutzen“, so die Betreiber.
Padel-Tennis unterscheidet sich deutlich von klassischem Tennis und bietet ein völlig eigenes Spielerlebnis. Gespielt wird auf einem etwa 20 mal 10 Meter großen Court, der von Glaswänden umgeben ist. Diese Wände sind Teil des Spiels – Bälle dürfen von ihnen abprallen und bleiben im Spiel, was taktisch völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Die Schläger sind kompakter als Tennisschläger, haben keine Saiten, sondern eine Schlagfläche mit Löchern darin. Diese Eigenschaften machen Padel wesentlich zugänglicher für Anfänger, da das Spiel leichter zu erlernen ist, als beim Tennis.
Der Sport wird meist im Doppel gespielt, was den sozialen Aspekt stark betont. Kommunikation und Zusammenspiel mit dem Partner sind entscheidend für den Erfolg. Diese Teamdynamik macht Padel gesellig und ist ein Grund, warum sich um Padelanlagen oft lebendige Gemeinschaften bilden. Anders als Tennis, das manchmal als elitär wahrgenommen wird, gilt Padel als Breiten-Sport, der kein jahrelanges Training erfordert, um Spaß zu haben. Und das Beste daran: Es kann nahezu in jedem Alter gespielt werden. Philipp Bachmeier: „Ältere Spieler können fehlende Schnelligkeit durch geschicktes Stellungsspiel ausgleichen.“
Das neue Padel Hub in Edling soll im Herbst in Betrieb gehen. „Wir wenden uns dann nochmal an alle Tennisabteilungen und an die Sportvereine allgemein. Für die könnte über den Winter der Hallensport interessant sein, um sich fit zu halten. Tennis- und Squash-Hallen sind ja mittlerweile bei uns eher Mangelware“, so die Bachmeiers, die sich nach einer intensiven Planungsphase jetzt auf den Spatenstich für das neue Mekka der Padel-Fans in Stadt und Altlandkreis Wasserburg freuen.
Wir berichten weiter …
HC

Schaufenster

👏🏼👏🏼👏🏼
Schön, dass mal wieder eine Sporthalle eröffnet wird. Tendenziell werden Sporthallen ja eher geschlossen. 😔