Landratsamt Traunstein für Preis 2026 nominiert - Innovative Versorgung von Pflegeheimen
Das Projekt „Telemedizinische Versorgung der Pflegeheime“ des Landratsamtes Traunstein in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München ist für den Telemedizinpreis 2026 nominiert worden. Die Auszeichnung würdigt innovative Lösungen, die die medizinische Versorgung durch digitale Technologien nachhaltig verbessern.
Mit der Nominierung wird das Traunsteiner Projekt als beispielgebende Initiative für eine zukunftsfähige, digitale Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum gewürdigt.
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Mit dem mobilen Telemedizin-Kit können Pflegekräfte Vitaldaten direkt erfassen und in Echtzeit an den behandelnden Arzt übermitteln – für eine schnelle und gezielte medizinische Einschätzung vor Ort.
Ziel des Pilotprojekts ist es, die medizinische Betreuung von Pflegeheim-Bewohnern schneller, gezielter und effizienter zu gestalten. Unter der wissenschaftlichen Leitung der TUM und in enger Zusammenarbeit mit regionalen Hausärzten, Pflegeeinrichtungen und Kliniken kommt modernste Telemedizin zum Einsatz, um ärztliche Entscheidungen bei unklaren, nicht akuten Gesundheitsveränderungen zu unterstützen. Kern des Projekts ist ein speziell entwickeltes Telemedizin-Kit, mit dem Pflegekräfte wichtige Vitaldaten wie Blutdruck, Sauerstoffsättigung oder Herzfrequenz erfassen und in Echtzeit an einen Arzt übermitteln können. Ergänzt wird dies durch eine direkte Videoverbindung. So können unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden und gleichzeitig die Versorgung der Bewohner verbessert werden.
„Die Nominierung zeigt, dass wir im Landkreis Traunstein mit innovativen Ansätzen die medizinische Versorgung im ländlichen Raum aktiv weiterentwickeln. Telemedizin ermöglicht schnellere Entscheidungen zum Wohl der Pflegebedürftigen und stärkt gleichzeitig einen umfassenden Austausch aller Beteiligten“, betont Landrat Andreas Danzer.
Am Projekt beteiligt sind neben dem Gesundheitsamt des Landratsamtes Traunstein und der TUM Klinikum Rechts der Isar unter anderem niedergelassene Ärzte und mehrere Pflegeheime im Landkreis, unter anderem das Kreisaltenheim Palling. „Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das eine noch schnellere, effizientere und qualitativ hochwertigere medizinische Betreuung. Zugleich verbessert die telemedizinische Unterstützung die Abstimmung mit den behandelnden Ärzten und ermöglicht fundierte Entscheidungen in kurzer Zeit“, sagt Ernst Hauser, Geschäftsführer der Kreisaltenheime im Landkreis Traunstein. Die technische Ausstattung wird durch das ZTM (Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen) bereitgestellt.
Hintergrund
Der Telemedizinpreis wurde 2007 von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin ins Leben gerufen. Er zeichnet Projekte aus, die in besonderer Weise zur Weiterentwicklung telemedizinischer Anwendungen beitragen. Eine Fachjury wählt die überzeugendsten Projekte aus, die im Rahmen des Nationalen Fachkongresses Telemedizin präsentiert werden.
Foto: Landratsamt Traunstein / Hassan Akhtarini
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