Stadtrat stimmt geänderter Vorentwurfsplanung zu

In der jüngsten Stadtratssitzung wurde die Vorentwurfsplanung vorgestellt und das weitere Vorgehen beschlossen.

Bürgermeister Michael Kölbl informierte, dass in der Umweltausschuss-Sitzung vom Oktober 2025 der aktuelle Stand der Vorentwurfsplanung in zwei Varianten vorgestellt wurde. Der Umweltausschuss habe dem Stadtrat den Vorentwurf auf Grundlage der Planungsvariante 2.2, mit vollständiger und einheitlicher Überdachung des Wertstoffhofs, mit geschätzten Kosten von 5.736.069 Euro brutto zur Beschlussfassung empfohlen.

Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht geklärt, ob die Zufahrt zum Umspannwerk des Bayernwerks mit dieser Planungsvariante möglich sei. Zur Sicherstellung der Zufahrt bestehe eine Grunddienstbarkeit der Bayernwerk Netz GmbH, deren Ausübungsbereich mit der Planungsvariante 2.2 kollidiere.

In der Folge wurden Simulationen für die Zufahrt mit einem Schwertransporter durchgeführt. Um die Zufahrt zum Umspannwerk mit einem großen Trafo gewährleisten zu können, musste die Planung nochmal geändert werden.

Der gesamte Wertstoffhof wurde um 90 Grad Richtung Westen gedreht. Die Gebäude bleiben in ihrer Ausführung im Prinzip unverändert, angepasst wurde ausschließlich die Orientierung.

Die Zufahrt für die Kunden erfolgt wie bisher über die Schmerbeckstraße, die Ausfahrt aber über die Priener Straße.

„Die gesamte Containerlogistik erfolgt nun direkt über die Priener Straße, der Logistikbereich ist größer und besser anfahrbar als bei der ursprünglichen Variante“, erklärte Bürgermeister Michael Kölbl. Die bestehende Trafostation an der Schmerbeckstraße sowie die in diesem Bereich zahlreich vorhandenen Kabeltrassen beeinträchtigen die Planungen nun nicht mehr.

Ein Nachteil, so Kölbl sei die Tatsache, dass die Linde auf dem Grundstück bei dieser Planungsvariante gefällt werden müsse. Entsprechende Ersatzpflanzungen wurden vorgesehen. Durch die teilweise Doppelnutzung der bestehenden Zufahrt zum Umspannwerk als Logistikfläche verringere sich zudem der Anteil versiegelter Flächen. Die Regenwasserrückhaltung kann voraussichtlich oberirdisch gelöst werden.

„Der bisherige Kostenrahmen wird eingehalten, durch die Verkleinerung des Bauwerks verringern sich die geschätzten Kosten sogar geringfügig“, so Michael Kölbl.

Einstimmig stimmte der Stadtrat der Vorentwurfsplanung zu. Diese ist damit abgeschlossen. Auf dieser Grundlage ist die Entwurfsplanung zu erstellen und der Maßnahmenbeschluss vorzubereiten. Radfahrern und Fußgängern soll die Ausfahrt beziehungsweise der Ausgang über die Schmerbeckstraße ermöglicht werden.

TANJA GEIDOBLER

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