Stadtrat wurde gestern über Details informiert
Das Café im Bürger-Bahnhof soll wieder reaktiviert werden – in der gestrigen Stadtratssitzung informierten Bürgermeister Michael Kölbl und Konrad Doser von der Stadtverwaltung über die genauen Details. Der Start ist für Mitte Mai vorgesehen.
Der Bürger-Bahnhof sei, so Kölbl, als Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger mit einem niedrigschwelligen Zugang zu unterschiedlichen Beratungsangeboten im sozialen Bereich konzipiert. Bestandteil des Konzepts war von Anfang an eine Doppelnutzung des Erdgeschosses als Beratungszentrum einerseits und eine Gastronomie oder Bürgertreff andererseits.
Nachdem der Café-Betrieb im Bürger-Bahnhof eingestellt wurde, konnte mit der „Kino-Werkstatt“ eine Nachnutzung für die Räume gefunden werden. Mittlerweile findet dort ein reger Kulturbetrieb statt, dessen Öffnungszeiten sich aber von den Beratungszeiten des Bürger-Bahnhofs unterscheiden. „Dies hat zur Folge, dass die Gastronomie zu den regulären Beratungszeiten geschlossen ist“, erklärte Bürgermeister Michael Kölbl.
Dies widerspreche, so Konrad Doser, dem Konzept des Bürger-Bahnhofs. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten der Gastronomie durch einen weiteren Betreiber, der dort ein Tagescafé betreiben wollte, war vor allem aus gaststättenrechtlichen Gründen nicht möglich. Daher werde die Idee entwickelt, ein Bürger-Bahnhofs-Café auf ehrenamtlicher Basis zu betreiben, um wenigstens an zwei, maximal drei Tagen in der Woche das Beratungsangebot im Bürger-Bahnhof zu ergänzen und diesen als Ort der Begegnung für die Wasserburger wieder attraktiv zu machen. „Auch soll dadurch eine Belebung des Platzes vor dem Bürger-Bahnhof erreicht werden“, sagte Doser.
Der Betreiber der Kino-Werkstatt wurde von Anfang an in die Überlegungen mit einbezogen und ist mit den Planungen einverstanden.
Eine Informationsveranstaltung im März fand großes Interesse. Daraus resultierend fand sich ein Kreis Ehrenamtlicher, der den Cafébetrieb übernehmen möchte. Ziel sei es, nach einer Anlaufphase, themenbezogen bestimmte Gruppen anzusprechen.
Das Café soll mit 18 Sitzplätzen an sechs Tischen, die sich auch zu Tafeln zusammenschieben lassen, ausgestattet werden. Dieses Inventar, sowie eine kleine Kühltheke, Geschirr und weitere für ein Café nötige Gegenstände, werden bei Nichtbetrieb des Cafés im Beratungsraum zwei gelagert. Die Finanzierung übernimmt die Stadt beziehungsweise der AWO-Ortsverband.
Auf Wunsch von einigen Müttern soll eine kleine Spieleecke eingerichtet werden. Kuchen, Gebäck und kleine Snacks aus eigener Herstellung sowie Kaffee und Tee werden auf Spendenbasis ausgegeben. Die Kuchenlieferung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Zuverdienst Projekt des Kbo-SPZ, der Stiftung Attl (Schopperstatthaus) sowie durch ehrenamtliche Kräfte. Die Reinigung der Räume müsse während der Cafézeiten professionell übernommen werden. Die Finanzierung der Unkosten erfolge aus den Spendeneinnahmen.
Abhängig von der Beschaffung des Inventars wird voraussichtlich Mitte Mai ein Probelauf erfolgen.
Geplant sind folgende Öffnungszeiten: Montag und Dienstag von 10 bis 16 Uhr sowie ebenfalls von 10 bis 16 Uhr am dritten Mittwoch im Monat durch das Tauschnetz. Die anderen Mittwoche werden noch abgeklärt.
TANJA GEIDOBLER
Schaufenster


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