Über die Versorgung sehr kleiner Frühgeborener am RoMed-Klinikum in Rosenheim
Die langen Klinik-Aufenthalte bei der Versorgung von kleinsten Frühgeborenen, mitunter an der Grenze zur Lebensfähigkeit, stellen für die betroffenen Familien – aber auch die versorgenden Kinderkliniken – stets eine besondere Herausforderung dar. Das RoMed-Klinikum Rosenheim verzeichnet für 2025 ein Rekordjahr in der Versorgung sehr kleiner Frühgeborener unter 1.250 Gramm: Insgesamt wurden über 30 dieser hochkomplexen Patientinnen und Patienten fürsorglich behandelt, darunter viele Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht deutlich unter 1.000 Gramm.
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Wenn ein Frühchen Fortschritte macht, ist die Freude bei den Eltern und beim Team des Perinatalzentrums Rosenheim immer groß.
In den Spezialambulanzen und auf den Stationen der Kinderklinik Rosenheim wird eine hohe Zahl mitunter schwer erkrankter Kinder in den verschiedensten Subdisziplinen der Kinder- und Jugendheilkunde behandelt. Dies gilt in 2025 auch für die genannte hochsensible Patientengruppe der besonders kleinen Frühgeborenen. Privatdozent Dr. Hendrik Jünger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin: „Für sehr kleine Frühgeborene zählen vor allem eingespielte Teams
mit hoher Kompetenz – rund um die Uhr. Die Zahl 2025 zeigt: bei uns stimmen nicht nur die technische Ausstattung und medizinischen Schwerpunkte, wir verfügen in Rosenheim eben auch über die notwendige Routine und Sicherheit – und machen unsere Qualität transparent.
Privatdozent Dr. Andreas Schnelzer, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, berichtet: „Wir freuen uns über das große Vertrauen bei werdenden Eltern und Zuweisern in unser Zentrum, dies zeigt sich deutlich an den zunehmenden überregionalen Patienten auch aus den angrenzenden Landkreisen.”
Parallel unterstreiche die Geburtshilfe am Standort: Die Zahl spiegelt Versorgungs‑ und Zuweisungskompetenz wider – nicht etwa eine Häufung von Frühgeburten am Haus.
Qualitätsziel Nummer eins bleibe, Schwangerschaften sicher möglichst lange fortzuführen und Belastungen für Mutter und Kind zu minimieren und am Ende damit Frühgeburten zu verhindern.
Über die medizinische Versorgung hinaus habe die persönliche Begleitung Schwangerer höchste Priorität.
Viele Frauen kommen mit Fragen und spürbarer Unsicherheit in die Klinik – besonders Erstgebärende. Ziel der Betreuung sei, Ängste zu nehmen und durch einfühlsame,
verlässliche Begleitung Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Ergänzend zur geburtshilflichen Sprechstunde und zur pränatalen Diagnostik bieten
erfahrene Hebammen vielfältige Unterstützungsangebote:
Geburtsvorbereitungskurse, individuelle Beratungen, Infoabende und Nachbetreuung. Bei Risikoschwangerschaften und -geburten stellt das Perinatalzentrum als zusätzliche Sicherheitsstufe eine erweiterte Schutz- und Versorgungskompetenz sicher.
„Prävention ist unser oberstes Qualitätsziel: Wir tun alles dafür, dass Babys sicher und geborgen möglichst lange im Mutterleib bleiben. Wenn sich eine Frühgeburt dennoch ankündigt, werden abgestimmte Schutz- und Behandlungsabläufe aktiviert – vom Kreißsaal bis zur Neonatologie, begleitet von enger Elternanbindung und klarer Kommunikation“, erklärt Dr. Angela Kirschenhofer, Leiterin Pränatale Medizin und Geburtshilfe an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Sonja Schönwälder leitet die Pflege im Zentrum Pädiatrie und kennt die Neonatologie aus dem Alltag. „Auf der Kinderintensiv zählt jedes Detail: vom ersten warmen Tuch über das behutsame Fixieren winziger Zugänge bis zu den geborgenen Augenblicken in den Armen der Eltern. Wir arbeiten nach klaren Standards und Checklisten, üben Übergaben und Notfälle regelmäßig im Team und bleiben zugewandt. Känguru‑Zeit, Mut machen, verständlich erklären – das gehört für uns ebenso zur Therapie wie Beatmung, Medikamente und pflegerische Expertise.“
Ebenso wichtig: Ruhe.
Auf den Fluren bleibt es leise, Übergabegespräche finden außerhalb der Zimmer statt. In jedem Raum zeigen Lärmampeln, wenn es zu laut wird; die Alarme von
Monitoren sind auf das Nötige reduziert. Bei Hochfrequenzbeatmung schützen spezielle Ohrschützer die empfindlichen Ohren der Kinder. Wird es doch einmal laut, erinnern die Pflegekräfte freundlich – Ruhe ist hier Teil der Therapie.
Schönwälder: „Wenn ein Kind wieder selbst atmet oder ein paar Gramm zunimmt, freuen wir uns gemeinsam – Ärzteteam, Pflege und Eltern
Seite an Seite.“
Was Familien konkret erwartet
-geburtshilfliche Sprechstunde und pränatale Diagnostik (DEGUM II, vorgeburtlicher Ultraschall)
-24/7- Strukturen in Kreißsaal, Präpartalstation und Wochenbettstation
-24/7‑Strukturen in Neonatologie/Kinderintensiv inklusive Neonatal‑Notarzt für außerklinische Notfälle.
Eltern werden einbezogen:
-Besuchs‑ und Rooming-in‑Regelungen, Still‑ und Bonding‑Unterstützung sowie strukturierte Nachsorgepfade.
-Perinatalzentrum Level I am Standort, zertifiziertes Qualitätsmanagement und öffentlich abrufbare Qualitätsdaten
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