Löwen schlagen den TSV 1860 Rosenheim mit 2:0
Das Aufeinandertreffen des TSV 1880 Wasserburg und des TSV 1860 Rosenheim hielt, was es versprach. An der Landwehrstraße trafen am Karsamstagabend die zwei besten Mannschaften im Landkreis Rosenheim aufeinander. 1.160 Zuschauer wollten den Showdown sehen – und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen. „Wir sind extrem froh, dass wir dieses Spiel auf unsere Seite ziehen konnten“, freute sich Florian Heller nach dem 2:0-Erfolg seiner Löwen vor Traumkulisse. „Es war sehr hart umkämpft und wurde von unserer Seite auch mit der nötigen Portion Leidenschaft geführt. Demzufolge geht der Sieg auch gar nicht so unverdient an uns.“
Entscheidend für den Wasserburger Erfolg war neben der Leidenschaft auch ein Doppelschlag in der Anfangsphase der Begegnung. Nach zehn Minuten köpfte Robin Ungerath eine Stellner-Ecke mit der Wucht einer Abrissbirne aus fünf Metern zum 1:0 in die Maschen. Auch am 2:0 durch Leander Haunolder war Ungerath beteiligt, eingeleitet hatte es Haunolder jedoch selbst. Heller hatte den Abfangjäger wieder in die Startelf rotiert.
Entsprechend seiner Stellenbeschreibung machte der 23-Jährige einen zu kurz abgewehrten Kopfball an der Mittellinie wieder scharf, ein Doppelpass zwischen Ungerath und Thomas Voglmaier hebelte die Rosenheimer Abwehr aus und der durchgestartete Haunolder drückte Ungeraths Hereingabe aus drei Metern über die Linie (15.) – ein herausragendes Tor. Mitte der ersten Hälfte wechselten beide Trainer: Rosenheims Wolfgang Schellenberg aus taktischen Gründen, Florian Heller notgedrungen. Für die einen sollte Lucas Gratt das Spiel stabilisieren (23.), auf der anderen Seite musste Ungerath verletzungsbedingt vom Spielfeld (25.). Für ihn kam Daniel Kononenko, der in den letzten Wochen als Energizer von der Bank überzeugte, am Samstag aber zur Pause – wie übrigens auch Gratt – wieder ausgewechselt wurde – er war Gelb-Rot gefährdet.
Durch die frühen Wechsel flachte die Wucht der Anfangsphase etwas ab. Rosenheim musste mehr für das Spiel investieren, doch die Löwen wehrten sich. In einem Duell zweier sehr guter Landesligamannschaften war es am Samstagabend die Chancenverwertung, die den Unterschied machte. Während die Hausherren abgesehen von einem Dumitru-Kopfball (13.) eiskalt zuschlugen, spielten die Gäste ihre Gelegenheiten nicht zielstrebig oder genau genug aus. So verpasste der eingewechselte Leonardo Papapicco eine Hereingabe per Grätsche nur um Haaresbreite (51.). In der 64. Minute entschied sich der Joker, der nach einem Wasserburger Ballverlust in den Strafraum eindrang, anstatt selbst zu schießen für einen Chip auf Liam Markulin, dessen Volleyabnahme jedoch misslang. Auf der Gegenseite hätte Michael Barthuber das Ergebnis erhöhen können (79. und 93.), doch den Löwen reichte auch ein 2:0, um einerseits das Spiel zu gewinnen und andererseits den direkten Vergleich aus dem Hinspiel auszugleichen. Trotz des großen Sieges blieb Heller auf dem Boden und schärfte die Sinne seiner Spieler: „Wir richten den Blick schon wieder auf Garmisch, da haben wir die nächste Aufgabe vor der Brust. Wir wollen diese Serie weiter ausbauen, im Strahl bleiben, fokussiert bleiben und den nächsten Dreier aus Garmisch mitnehmen.“
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Lindner, Brich, Rauscher, Stellner, Dittrich, Haunolder (75. Barthuber), Dumitru (53. Rubio Gonzalez), Voglmaier (95. Simeth), Ungerath (25. Kononenko, 46. Vieregg)
Rosenheim: Hamburger, Fischer, Muhameti (46. Papapicco), Tutic (84. Hetemi), Khong-In (80. Merepeza), Liam Markulin, Grundner, Summerer, Stojcic (23. Gratt, 46. Elghatous), Ünal, Noah Markulin
Tore: 1:0 Robin Ungerath (10.), 2:0 Leander Haunolder (15.)
Schiedsrichter: Johannes Wagner (DJK Ingolstadt)
JAH
Schaufenster


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