Stark im Handwerk: Zwei geehrte Azubis bei der Firma Haustechnik Hartl aus Edling
Die Ausbildungszahlen im Handwerk in der Region steigen und selbstverständlich sind auch Mädchen hier stark vertreten. Bei der Freisprechungsfeier der Heizung – und Sanitärinnung feierten jetzt 46 junge Auszubildende den Gesellen-Abschluss. Die Firma Haustechnik Hartl GmbH aus Edling (Heizung, Sanitär) hat zwei Lehrlinge dabei bestens in ihrem Beruf ausgebildet: Maurice Hangl und Sofia Feichtner schlossen die Prüfung hervorragend ab.
Sophia Feichtner erreichte sogar einen Notendurchschnitt von 1,30 und erhielt einen Staatspreis.
Kreishandwerksmeister Rudi Schiller gratulierte allen Absolventen herzlich und riet ihnen, ihr erlerntes Wissen jetzt zu festigen und zu erweitern.
Das Foto zeigt von links
Christian Hartl von der Edlinger Firma mit Maurice Hangl und Sofia Feichtner sowie Firmenchef Herbert Hartl und Kreishandwerksmeister Rudi Schiller.
Schaufenster


Man hört ja immer wieder, dass die Jugend heutzutage nichts mehr taugt.
Kann ich nicht sagen, bei jeder Freisprechungsfeier der Handwerkerinnungen sehe ich so viele motivierte
junge Menschen. Echt super für unsere Region Rosenheim.
Ein ganz großes Kompliment an Sofia Feichtner, herzlichen Glückwunsch …🥂👌
Ich bin auch der Meinung von Rudi Schiller mit seinen Ausführungen. Jedoch hat sich die letzten 25 Jahre vieles verändert.
die politisch gewollte >> Abstufung der Mittelschule <<, hat dazu geführt, dass viele Schulabgänger mit den zeitgleich gestiegenen Anforderungen der Lehrpläne bei den Basisberufen des Handwerks nicht mehr mithalten konnten.
Ohne politische Wertung muss man auch sagen, dass Klassen, wo zum Teil 1/3 nicht sicher der deutschen Sprache mächtig sind, das Niveau der Mittelschulen auch runter gezogen haben.
Jeder Mittelschülerin und Mittelschüler sollte es möglich sein, einen Ausbildung im Handwerk zu stemmen, wenn die nötige Motivation, Zielstrebigkeit und Wille da ist, so wie es einmal war, wenn Jugendliche sich mit einem Quali im Handwerk beworben haben.
und, es ist keine Schande, wenn Auszubildende z.B. in Fachrechnen Nachhilfe brauchen.
Servus Bernhard
Du hast recht, die handwerkliche Ausbildung verlangt schon einiges ab. Die Anforderungen sind mit vielseitiger Technik und umfangreichen Inhalten gestiegen.
Wenn die Jugendlichen, die Eltern, der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule Hand in Hand arbeiten, ist ein erfolgreicher Abschluss fast immer erreichbar.
Bei Auszubildenden mit Förderbedarf gibt es vom Landkreis und der Kreishandwerkerschaft gezielte Hilfestellungen.
Das gemeinsame Wollen und auch sich Trauen ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Vielleicht werden an den Mittelschulen nicht mehr die wirklich wichtigen Inhalte vermittelt. Oft fehlt es schon bei den Grundrechenarten. Wenn ein Zimmererazubi die Abstände der Dachsparren nicht ausrechnen kann, wenn Anzahl der Sparren und Länge des Firstbaums bekannt ist. Selber erlebt!
Grundrechenarten werden bereits in der Grundschule vermittelt, nicht erst in der Mittelschule. Es liegt auch nicht unbedingt an der Vermittlung der wichtigen Lerninhalte, sondern v.a. auch an Leistungswillen / -bereitschaft sowie am Leistungsvermögen der Kundschaft.
Womit wir korrekterweise direkt in den jeweiligen Elternhäusern der Schüler angekommen wären!
Ergänzung zu meinem vorherigen Kommentar: Wie immer gilt natürlich auch hier: „Ausnahmen bestätigen die Regel!“, wie man sehr schön an den beiden hier ausgezeichneten Azubis sehen kann :-).
… vielleicht ist es aber Aufgabe des Ausbildungsbetriebes und vor aller der Empathie des Lehrenden, solche Inhalte in die Praxis zu heben! Bei Fa. Hartl hat es offensichtlich sehr sehr gut funktioniert.
Mein GW an die preisgekrönte Gesellin. Chapeau
Es ist viel richtiges hier kommentiert worden . Nach wie vor haben wir eine sehr gute duale Ausbildung in Deutschland, im Vergleich zu anderen Ländern.
Mit das wichtigste wird sein, das Niveau der Ausbildungen hoch zu halten.
Für die zukünftigen Generationen ist das elementar…
Genau das ist auch in den Innungen und der Kreishandwerkerschaft das oberste Ziel.
Eine starke Ausbildung sichert uns eine hohe Qualität in den Gewerken.
Jeder kann das unterstützen wenn er seine Einkäufe und Aufträge bei regionalen Ausbildungsbetrieben tätigt und ausführen lässt.