Am Bahnhof: Bundespolizei hat einen Mann aus Somalia verhaftet - Justizschulden

Bei der Fahrscheinkontrolle im Zug stellte sich heraus, dass der Mann über keine Fahrkarte verfügte.
Nach ersten Erkenntnissen beleidigte der offenkundig Betrunkene die Zugbegleiterin und spuckte sie mehrfach an. Am Kiefersfeldener Bahnhof nahmen die verständigten Bundespolizisten den somalischen Staatsangehörigen in Empfang. Die Kontrolle ergab, dass der Afrikaner keine Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland hatte.
Mithilfe seiner Angaben, die später mit Fingerabdrücken bestätigt werden konnten, stellte sich heraus, dass die Amtsgerichte in Rosenheim und Stuttgart gegen ihn Strafbefehle wegen Leistungserschleichung beziehungsweise Urkundenfälschung erlassen hatten. Demnach hätte er Geldstrafen in Höhe von zusammengerechnet knapp 1.300 Euro zahlen müssen. Da er seine Justizschulden nicht begleichen konnte, musste er ersatzweise für die Dauer von rund 130 Tagen in Haft.
Bevor er in die Justizanstalt Bernau überstellt wurde, brachten die Beamten den in Österreich registrierten Somalier in die Bundespolizei-Dienststelle nach Rosenheim. Dort wurde er wegen Leistungserschleichung, Beleidigung, Körperverletzung und illegaler Einreise angezeigt.
Während der Festgenommene auf seinen Transport in die Bernauer Haftanstalt wartete, zog er es vor, in seine Gewahrsamszelle zu urinieren, statt die Toilette zu benutzen. Für die notwendig gewordene Sonderreinigung werde der Mann nun zusätzlich noch zur Kasse gebeten werden, so die Beamten..
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