Am Heiligedreikönigtag: Friedlicher Protest gegen Steuerverschwendung

Am 6. Januar ruft die Bürgerinitiative „Rott rottiert“ zu einer friedlichen Demonstration gegen die geplante Sammelunterkunft für mehrere hundert Schutzsuchende in Rott auf. Hintergrund ist, dass der Rosenheimer Landrat trotz der Entscheidung des Bayerischer Verwaltungsgerichtshof an dem Vorhaben festhält. Nach Auffassung der Bürgerinitiative wurde erneut ein Bauantrag eingereicht sowie eine Ausnahme von der geltenden Veränderungssperre beantragt. Damit werden abermals erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen in Verwaltung, Politik und Justiz gebunden – auf kommunaler, regionaler und staatlicher Ebene.

Die Bürgerinitiative kritisiert dieses Vorgehen als Missachtung des Bürgerwillens und als unverantwortlichen Umgang mit Steuergeldern. Sie fordert die sofortige Einstellung des Vorhabens sowie eine gerechte, dezentrale und faire Verteilung von Schutzsuchenden im Landkreis Rosenheim. Großunterkünfte lehnt die Initiative ausdrücklich ab. Integration anstatt Verwahrung.

Der Treffpunkt für den Autokorso ist am 6. Januar um 10 Uhr am Parkplatz hinter dem Rathaus in Rott am Inn. Von dort aus fährt der Korso gemeinsam zum Kloster Seeon, wo zeitgleich die CSU-Klausurtagung stattfindet. Vor Ort werden in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ausreichend nahegelegene Parkmöglichkeiten bereitgestellt.

Beim Treffen in Seeon werden unter anderem Markus Söder und Friedrich Merz erwartet. Die Bürgerinitiative möchte die Gelegenheit nutzen, um auf das Vorgehen des Rosenheimer Landrats aufmerksam zu machen und den politischen Verantwortlichen über die Situation vor Ort in Kenntnis zu setzen.

Die Bürgerinitiative „Rott rottiert“ betont ausdrücklich, dass sie sich klar von Hass, Diskriminierung, Gewalt sowie jeglicher Form von rechts- oder linksextremem Verhalten distanziert. Ziel sei eine sachliche, demokratische Auseinandersetzung aus der Mitte der Gesellschaft. Die Initiative ist überzeugt, dass keine Gemeinde durch notwendige Unterbringung überfordert werden darf.

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