Griesstätter Trachtlerinnen auf dem Festwagen beim Leonhardiritt in Greimharting

Traditionell immer am 6. November, dem Tag des Heiligen Leonhard, findet in Greimharting der Leonhardiritt statt. Auch heuer hat wieder eine Abordnung vom Trachtenverein Griesstätt daran teilgenommen – der dortige Trachtenverein „Ratzingerhöh“ ist der Patenverein.

Mehr und mehr verzog sich der kalte Nebel und in Greimharting kam dann der blaue Himmel  mit Sonne zum Vorschein. Seit über 600 Jahren gibt es in Greimharting diesen Leonhardiritt und wie es sich gehört, begann dieser für die Greimhartinger ganz besondere Tag mit einem Gottesdienst. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Philipp Werner an den Heiligen Leonhard. „Der Heilige Leonhard ist gerade mit seinen Attributen Gefangenschaft und Ketten ein Sinnbild auch in heutiger Zeit, wenn wir bedenken, dass wir uns von Egoismus, Sucht oder unguten Gewohnheiten befreien wollen“.

Nach dem Gottesdienst in der Kirche gings dreimal am Pfarrer vorbei, der am Kirchenhügel die Segnung aller am Umritt beteiligten vornahm. Rund 90 festlich herausgeputzte Rösser, stolze Reiter und prächtige Motiv- und Leutewagen haben teilgenommen und gaben ein schönes Bild, auch für die vielen Zuschauer, ab. Heilige, voran die Gottesmutter Maria mit dem ausgebreiteten Schutzmantel, sowie Kapellen und landwirtschaftliche Symbole prägten die Festwägen. Hier waren auch die „Griesstätter Röckefrauen“ dabei, wieder mit dem schön bemalten Motivwagen, gezogen von zwei prächtigen Rössern.

Bei herrlichem Wetter war es ein beeindruckendes Bild gelebten Glaubens und Brauchtums. Darüber hinaus ist es auch ein Bekenntnis zum Heiligen Leonhard für den Segen für die Menschen und Tiere.

Der Tag klang gemütlich mit einer Brotzeit und netten Gesprächen aus.

Pankraz Hanslmeier

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