Neu gegründeter Verein „LGBTQ+ Rosenheim“ lud zu erstem Regionaltreffen ein

Gelungenes Regionaltreffen in Bad Aibling: Als neu gegründeter Verein „LGBTQ+ Rosenheim“ hatte man in die Galerie des Kunstvereins im alten Feuerwehrhaus eingeladen und viele Interessierte kamen. Jung und Alt saßen zusammen, umgeben von eindrucksvollen Kunstwerken. Im Mittelpunkt stand nämlich der queere Künstler Erich Wolfberger (Bildmitte), der gerne zu Gast war.

 

Neben einer Vorstellung seiner Kunstwerke ging er auf seine Geschichte und seine Inspirationen ein – insbesondere auch, wie sein Coming-Out seine Kunst geprägt und verändert habe.

Anna Gmeiner, die 1. Vorsitzende des neuen Vereins: „Kunst und Kreativität haben viele Gemeinsamkeiten mit dem Leben als queerer Mensch, denn durch die Kunst können sich KünstlerInnen ungefiltert ausdrücken, einfach sie selbst sein.“ Auch Erich Wolfberger bekomme wie wohl die meisten anderen Gegenwind, wenn es um seine Kunst geht. Dennoch antwortete er dann auf die Frage, ob seine Kunst ihn mehr von anderen abgrenze oder mehr Verbundenheit schaffe, dass seine Kunst mehr Nähe schaffe …

 

Darum sei das Ziel des Vereins, ein sicherer Ort für alle zu sein, die sich in der Öffentlichkeit nicht verstanden fühlen oder nicht wertgeschätzt in dem, was sie sind.

Anna Gmeiner: Aus diesem Grund wollen wir nicht nur die Stadt Rosenheim, sondern auch im Landkreis ein Angebot für die Community und alle UnterstützerInnen schaffen. An dem Abend gelang uns das durch den sehr offenen Austausch aller Anwesenden bei Punsch, Glühwein und Lebkuchen.

In unserem Verein sind alle willkommen, auch UnterstützerInnen, die sich selbst nicht unbedingt als queer bezeichnen.

Unser Dank geht an den Kunstverein Bad Aibling, der uns seine Räume zur Verfügung gestellt hat.“