Gestern Abend räumten die Buchbacher ab in Wasserburg - UPDATE: Der Spielbericht

Das Ergebnis war deutlich: Vor 550 Zuschauern kamen die Wasserburger Löwen aus der Bayernliga gestern Abend daheim gegen die Buchbacher aus der Regionalliga nicht zum Erfolg – und zwar im Toto-Pokal. Was das Aus in der zweiten Runde des Wettbewerbs bedeutet … Schon zur Halbzeit stand es 0:4. Auch wenn der Spielstand nicht wirklich den Spielverlauf widerspiegelte. Ausgerechnet Buchbachs Leo Haas traf schon in der zehnten Minute zum 1:0. In der 74. und 80. Minute erhöhte der Gast auf ein klares 6:0. Ein Wasserburger Ehrentreffer gelang dann Robin Ungerath noch in der 87. Minute …

Der Spielbericht 

Der vor allem vom Underdog und vielen neutralen Beobachtern erhoffte Pokalfight zwischen dem TSV 1880 Wasserburg und dem TSV Buchbach blieb am Dienstagabend aus. Nicht etwa, weil das Spiel aufgrund der Hitze abgesagt wurde, sondern weil die Löwen schlichtweg chancenlos waren.

Coach Sven Zurawka zeigte, dass er es ernst meinte und schickte seine Stammspieler ins Rennen. Die Folge: Der Regionalligist überrollte die Gastgeber mit geradlinigem und zielstrebigem Fußball wie eine Dampfwalze.

„Grundsätzlich dachten wir, dass wir auf dem engen Platz mehr in Zweikämpfe verwickelt werden“, zeigte sich Buchbachs sportlicher Leiter Andreas Bichlmaier nach dem Spiel überrascht, dass es für seine Mannschaft so einfach werden würde. „Die Tore fallen natürlich zum richtigen Zeitpunkt und ich glaube, wir haben aktuell schon auch eine gute Phase, einen guten Spirit und eine homogene Truppe.“ Bichlmaier wollte sich nicht abschätzig über den Gegner äußern, aber er brachte eine Wahrheit schonungslos auf den Punkt: „Sie haben wahrscheinlich die Zweikämpfe nicht so angenommen, wie es sein hätte sollen. Und dann haben wir unsere Klasse ausgespielt.“

So geschehen in der 11. Minute, als sich Faton Dzemailji in der eigenen Hälfte an der linken Außenlinie aus einer Pressingsituation löste und Leo Haas mit einem Diagonalball auf die Reise schickte. Der 21-Jährige überlupfte Lino Volkmer mit viel Gefühl zum 1:0.

Beim 2:0 durch Samed Bahar ging es den Löwen zu schnell. Buchbach kombinierte sich über die linke Seite durch, Bahar wurde in der Mitte bedient und knallte den Ball aus 16 Metern unhaltbar in die Maschen (17.). In der 24. Minute hätte Vinzenz Egger alleine vor Ludwig Zech das Spiel noch einmal öffnen können, doch anstatt abzuschließen, trat der Stürmer auf den Ball und fiel zu Boden.

Buchbach hingegen blieb weiter eiskalt und Tobias Heiland erzielte nach Chippass von Bahar das 3:0. Als der rechte Außenverteidiger Jonas Wieselsberger eine Minute vor der Pause mit einem Flachschuss ins lange Eck auf 4:0 stellte, war nicht nur die Messe gelesen, sondern der Klassenunterschied vierfach unterstrichen.

„Das Ergebnis ist okay. Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Insgesamt hat es nicht gereicht“, resümierte Wasserburgs Trainer Florian Heller, der mit drei Wechseln in der Pause versuchte zu verhindern, dass seine Mannschaft in alle Einzelteile zerlegt wird. Diese führten dazu, dass die Partie bis zur 72. Minute so dahinplätscherte, ehe Dzemailji nach Ballgewinn an der Mittellinie abzog und Volkmer aus über 40 Metern überwand.

Beim 6:0 in der 80. Minute köpfte der eingewechselte Tobis Sztaf aus kurzer Distanz ein. Symbolisch für die ganze Begegnung war, dass Wasserburg selbst bei sechs Toren Rückstand versuchte, Situationen mit Pirouetten zu lösen, wohingegen Buchbach in den Zweikämpfen gnadenlos zu Werke ging. Den Wasserburger Ehrentreffer erzielte Robin Ungerath per Kopf in der 87. Minute.

Vor dem anstehenden Ligaspiel gegen Erlbach kann die Packung für die Löwen sogar ein Segen sein, denn nun könnte auch der Letzte begriffen haben, dass es ohne das eigene Tor zu verteidigen nicht funktionieren wird.

JAH

Wasserburg: Volkmer, Köck, Pollak (46. Rubio Gonzalez), Pichler (61. Simeth), Brich (46. Fischer), Biegel, Grundner, Kononenko, Voglmaier, Egger (61. Ungerath), Ferreira Goncalves (46. Vieregg)

Buchbach: Zech, Tavra (46. Kainz), Walter, Dzemailji, Bahar, Heiland (55. Zimmerer), Stoßberger (55. Sztaf), Auerhammer, Haas, Gashi (62. Hirtlreiter), Wieselsberger (72. Erber)

Tore: 0:1 Leo Haas (11.), 0:2 Samed Bahar (17.), 0:3 Tobias Heiland (40.), 0:4 Jonas Wieselsberger (44.), 0:5 Faton Dzemailji (72.), 0:6 Tobias Sztaf (80.), 1:6 Robin Ungerath (87.)

 

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