Durchsuchungs-Aktionen richteten sich heute gegen elf Männer und gegen ein Kind

Die Kripo Mühldorf hat in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein heute insgesamt zwölf Objekte in den Landkreisen Altötting und Mühldorf durchsucht. Im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte wurde eine Vielzahl an Beweismitteln sichergestellt.

Koordiniertes Vorgehen 

Um die Verbreitung von Kinderpornographie konsequent zu bekämpfen, unternehmen Polizei und Justiz seit Jahren erhebliche Anstrengungen. Zur qualifizierten und effizienteren Abarbeitung des bisherigen und in Erwartung des zukünftigen Anzeigenaufkommens hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eigene „Arbeitsgruppen Kinderpornographie“ bei den drei Kriminalpolizeiinspektionen und der Kriminalpolizeistation Mühldorf eingerichtet.

Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit allen Delikten im Zusammenhang mit dem Besitz und der Verbreitung von Kinder- und Jugendpornographie und arbeiten hierbei eng mit den Staatsanwaltschaften und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zusammen, bei der bereits seit Oktober 2020 das Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornographie und sexuellem Missbrauch im Internet (ZKI) angesiedelt ist.

Bei der Staatsanwaltschaft Traunstein sind eine Staatsanwältin als Gruppenleiterin und vier Staatsanwältinnen speziell für die Verfolgung kinder- und jugendpornographischer Straften zuständig.

Umfangreiches Datenmaterial sichergestellt
Am heutigen Donnerstag führten die Beamten der Kriminalpolizei Mühldorf mit Unterstützung von Kollegen der Kriminalpolizei Traunstein und der Zentralen Einsatzdienste Traunreut die großangelegte Durchsuchungsaktion durch, welche sich gegen insgesamt elf männliche Beschuldigte richtete. Diese waren im Alter zwischen 18 und 67 Jahren. In einem weiteren Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wurde ein 13-jähriges Kind ermittelt.

Rund 25 Polizistinnen und Polizisten vollzogen die von der Staatsanwaltschaft Traunstein beim Ermittlungsrichter erwirkten Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Personen, denen Straftaten im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornographie vorgeworfen werden. Dabei wurden vom frühen Morgen an insgesamt zwölf Objekte in den Landkreisen Altötting und Mühldorf durchsucht.

In den Wohnungen der Beschuldigten stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten, Mobiltelefonen und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen.

Die nun weitergehenden Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Mühldorf unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein geführt.

Vorläufige Bilanz von Staatsanwaltschaft und Polizei am heutigen Nachmittag

Das vorläufige Ergebnis der konzertierten Aktion wird von der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Polizei als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornographie gewertet.  Durch die Aktion wurde den Tatverdächtigen neuerlich deutlich aufgezeigt, dass sie sich in der vermeintlichen Anonymität des Internets nicht sicher fühlen dürfen.

Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornographie Opfer und Schicksale stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, den Straftätern das Handwerk zu legen.

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