Polizei stellt „Verkehrsrowdy" auf der A8 nach vielen Kilometern im Landkreis

Gestern Mittag verständigte eine Autofahrerin gegen 12.30 Uhr den Polizei-Notruf und gab an, dass auf der A8 von München in Richtung Salzburg ein dunkler Pkw extrem schnell fahre. Der dunkle Pkw überhole mehrfach verbotswidrig rechts und schneide beim Wiedereinscheren andere Verkehrsteilnehmer. Die Frau übermittelte zeitgleich das Kennzeichen. Auf Höhe des Irschenbergs wurde eine Zivilstreife der Verkehrspolizei Rosenheim auf den dunklen Pkw aufmerksam, der tatsächlich den Sicherheitsabstand mehrfach deutlich unterschritt und zu schnell fuhr.

Im weiteren Verlauf unterzogen die Polizeibeamten den dunklen Pkw einer Videomessung. Anhand des Videos sowie einer Geschwindigkeitsmessanlage des Zivilfahrzeugs konnten die Beamten dokumentieren, dass der Pkw-Fahrer weiterhin mehrfach verbotswidrig rechts überholte, andere Verkehrsteilnehmer nötigte und sehr dicht auffuhr. Zudem wurde die zulässige Geschwindigkeit in mehreren Streckenabschnitten erheblich überschritten. Zum Tatzeitpunkt herrschte ein starken Reise- und Verkehrsaufkommen auf der Autobahn.

An der Anschlussstelle Felden in Bernau am Chiemsee konnten die Polizeibeamten den dunklen Pkw stoppen. Der 56-jährige Fahrer aus dem Landkreis Koblenz war auf dem Weg in den Urlaub und zeigte sich wenig einsichtig, so die Beamten. Zum Glück sei es zu keinem Unfall gekommen.

Gegen den 56-Jährigen wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Nötigung im Straßenverkehr und weiterer Delikte ermittelt. Der Führerschein wurde durch die Polizeibeamten sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein / Rosenheim geführt, so die Polizei.

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