Dritter überregionaler Erfahrungsaustausch Motorrad

Im Anschluss an die beiden erfolgreichen Treffen im August 2024 sowie im Juni 2025 wurde kürzlich der dritte überregionale Erfahrungsaustausch zum Thema Motorradkontrollen ausgerichtet. Die Fortbildungsveranstaltung, an der Polizeibeamte aus mehreren Bundesländern sowie aus Österreich beteiligt waren, wurde erneut vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd organisiert und im Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring durchgeführt. Neben mehreren Kontrollstellen im gesamten Präsidialbereich standen der Erfahrungsaustausch sowie Fachvorträge im Vordergrund.

Insbesondere die Straßen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sind auf Grund ihrer regionalen Gegebenheiten, vor allem im Bereich der Alpen, besonders beliebt für Ausfahrten mit dem motorisierten Zweirad.

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, aber auch um weiterhin effektiv gegen etwa übermäßige Lärmbelästigung vorgehen zu können, veranstaltete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zusammen mit dem Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) in Ainring den dritten überregionalen Erfahrungsaustausch Motorrad vom 19. bis zum 21. Juni 2026. Am Erfahrungsaustausch nahmen Beamte von allen bayerischen Verbänden, aus Baden-Württemberg, Hessen und Tirol teil.

Im Fokus der dreitägigen Tagung standen neben mehreren praktischen Kontrollstellen vor allem der intensive fachliche Austausch und die rechtliche Fortbildung. Durch Fachvorträge von Spezialisten aus dem Bereich der Verkehrssicherheit wurden aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen, Rechtsprechungen und bewährte Vorgehensweisen vermittelt. Die Kombination aus praxisnahen Demonstrationen, Diskussionen und juristischer Weiterbildung schuf ein umfassendes Lernumfeld, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärk und die Qualität der Motorradkontrollen nachhaltig verbessert.

In der Summe wurden mehr als 620 Krafträder und Pkw kontrolliert.

Bei optimalen Wetterbedingungen wurden im südlichen Oberbayern an bei „Bikern“ besonders beliebten Strecken sowohl stationäre als auch mobile Verkehrskontrollen durchgeführt. Neben der Überwachung der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und bestehender Überholverbotszonen lag der Schwerpunkt auf der technischen Überprüfung der Fahrzeuge. Dabei traten nicht nur zahlreiche verkehrsrechtliche Verstöße zutage, sondern in rund 66 Fällen wurden abgefahrene Reifen beziehungsweise unzulässige Fahrzeugmodifikationen festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen und entsprechend angezeigt wurden.

Mit vielen neuen Anregungen und erweiterten Fachkenntnissen im Gepäck reisten die Teilnehmer am gestrigen  Sonntag von Ainring aus zu ihren Heimatdienststellen im Bundesgebiet oder Österreich ab. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zog am Ende eine durchweg positive Bilanz – die Veranstaltung war für alle Beteiligten ein gewinnbringendes Wochenende.

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