Die Linke fordert radikalen Kurswechsel

Wohnen in Stadt und Landkreis Rosenheim wird immer mehr zum unbezahlbaren Luxus. Das belegen die aktuellen Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke. Demnach kletterten die durchschnittlichen nettokalten Angebotsmieten im Internet in der Stadt Rosenheim im Jahr 2025 auf mittlerweile 14,65 Euro je Quadratmeter und im Landkreis Rosenheim im Jahr 2025 auf mittlerweile 13,36 Euro je Quadratmeter. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag dieser Wert in der Stadt noch bei 9,05 Euro. Rosenheim gehört damit zu den zehn Städten und Landkreisen in Bayern mit den teuersten Mieten – so Die Linke.

„Besonders dramatisch: Laut den offiziellen Regierungsdaten müssen in Bayern bereits 33 Prozent aller Mieterhaushalte mindestens ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aufbringen – 16 Prozent der Haushalte werden sogar mit einer Mietbelastung von über 40 Prozent komplett erdrückt. Gleichzeitig schrumpft der Bestand an echten Sozialwohnungen im Freistaat seit Jahren kontinuierlich“, so die Fraktion.

Hierzu erklärt Florian Eichberger, Mitglied im Kreisvorstand der Linken Rosenheim und aktiv in der Sozialsprechstunde der Partei: „Wir erleben das bei ‚Die Linke hilft‘ praktisch in jeder einzelnen Sozialsprechstunde: Die Wohnkosten fressen die Löhne auf. Die Leute sparen sich die Miete vom Mund ab, und bei jeder Mieterhöhung ballen sie die Faust in der Tasche, weil sie wissen, dass der Wohnungsmarkt für sie nichts Besseres hergibt. Dieser Mietmarkt ist ein Terrorsystem. ‚Die nächste Wohnung ist ja noch teurer‘, bekommen wir zu hören. Es ist einfach so: Der Markt kann es nicht. Da kommen keine Wohnungen raus, die sich Menschen ohne große Privilegien irgendwie leisten können. Aber das ist unser Land, das ist unsere Stadt. Wir brauchen jetzt Regeln, die wirklich beißen, gegen Mietwucher, gegen Leerstand, und wir brauchen viel mehr sozialen Wohnungsbau, aber flott.“

Die Linke fordert für Stadt und Landkreis Rosenheim sowie auf Bundesebene einen sofortigen, radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. Dazu gehören ein gesetzlicher Mietenstopp, das strikte Verbot von Indexmieten sowie massive staatliche Investitionen. „Die Bundesregierung muss sich endlich von der Schuldenbremse verabschieden und Geld in die Hand nehmen für kommunale Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften vor Ort, um Wohnraum dauerhaft in öffentlicher Hand zu sichern und der Spekulation zu entziehen. Städte wie Wien zeigen uns ganz klar, dass nichts der Preisspirale auf dem Wohnungsmarkt langfristig so gut entgegenwirkt wie eine Großzahl der Wohnungen in öffentlicher Hand zu haben – und zu halten. Es ist Zeit, den Hebel der Enteignung nicht mehr länger nur für Straßen anzuwenden, sondern auch gegen große Immobilienkonzerne und damit für die hart arbeitenden Menschen in diesem Land“, so Hannah Rohs, Mitglied im Kreisvorstand der Linken Rosenheim und Rosenheimer Stadträtin (Fraktionsvorsitzende), abschließend.

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