Gelungene Premiere - Noch vier Aufführungen
Großen Erfolg hatten die Theaterer des Trachtenvereins Reichertsheim am vergangenen Wochenende mit der Uraufführung der Komödie „Raketenfranz“. In einen schlechten Traum verpackte der Autor Andreas Keßner die vielen aus der Handlung hervorgehenden Pointen, wobei durchaus auch gesellschaftspolitische Anmerkungen enthalten sind.
Die beiden Spielleiter der Theatergruppe Georg Hanslmeier und Richard Schwarzenbeck wussten die Rollen mit genau den richtigen Mimen zu besetzen. Hauptdarsteller ist der Grundstücks- und Hausbesitzer Franz Münsinger (Konrad Nußreiner), der immer wieder von seiner besserwisserischen Ehefrau Frieda (Christina Binsteiner) belehrt wird. Das Unheil beginnt, als kurz vor der Nachtruhe schwere Fahrzeuge heranrumpeln. Vier geheimnisvolle Personen stehen vor der Tür und wollen eingelassen werden. Friedensreich Leisegang (Josef Bibinger) ist der Chef des in schwarz gekleideten und mit Sonnenbrillen getarnten Teams mit Frau Schmidt (Theresa Hanslmeier) und den Herren Meier (Michael Riegl) und Schulz (Tobias Ludwig). Sie tragen den verdutzten Eheleuten Münsinger ein Anliegen vor, das man so schnell nicht vergisst. Unter der Auflage der strengsten Geheimhaltung passieren anschließend im angeblich strategisch günstig gelegenen Vorgarten mit lautem Maschinenlärm Dinge, die auf dem Land nicht unbemerkt bleiben.
Franz Münsinger, der nach Friedensreich Leisegang durch seinen Wehrdienst qualifiziert ist, besteht in seiner Zerfahrenheit aufgeregt und nervös eine Prüfung, um einen geheimnisvollen Verteidigungsauftrag zu erfüllen. Am nächsten Morgen treten die Nachbarn Valentin (Stefan Wimmer) und Uschi Feldhauser (Vreni Knollhuber), letztere in früheren Jahren Mitglied der Friedensbewegung und Teilnehmerin an zahlreichen Demonstrationen gegen die Stationierung von Raketen, neugierig und misstrauisch auf den Plan. Sie löchern die um Ausreden ringenden Eheleute Münsinger so lange, bis sie den unglaublichen Hintergrund für die Grabarbeiten erfahren und kündigen ihre Freundschaft auf. Ein Probebetrieb, der den „Raketenfranz“ sichtlich an die Grenzen seiner Möglichkeiten bringt, geht gerade noch gut aus. Die Darsteller wurden von Resi Huber, Monika Lechner und Christine Hanslmeier überaus passend eingekleidet, geschminkt und frisiert. Als Souffleuse fungiert Sabine Schwarzenbeck.
Viel Beachtung fand auch wieder die österliche Dekoration im altehrwürdigen Gutsgasthof. Bestens versorgt werden die Gäste von der Küchen- und Bedienungsmannschaft des Trachtenvereins. Wechselnde Gruppierungen bringen vor den Aufführungen, zwischen den Pausen und zum Schluss musikalische Darbietungen.
Das Stück ist nochmals zu sehen am kommenden Freitag, 27. März, und am Samstag, 28. März, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 29. März, um 14 und um 20 Uhr.
Kartenbestellungen bei freier Platzwahl sind unter 08073/3741 oder 01577/0602808 (auch WhatsApp) oder per E-Mail an vorstand@trachtenverein-reichertsheim.de möglich.
GG
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