„Junge MS-Gruppe Wasserburg“ organisierte einen bunten Nachmittag

Die Faschingsgaudi am Sonntag wurde eine Feier, die ganz im Zeichen der Inklusion stand. Veranstalter war die „Junge MS-Gruppe Wasserburg“, organisiert wurde die Feier von Anita und Manfred Förtsch.

Anita Förtsch lernte eine ähnliche Faschingsfeier des BRK in Rosenheim im letzten Jahr kennen und war sofort so begeistert, dass sie dies auch in Wasserburg umsetzen wollte. Sie setzte sich mit dem Stadtpfarrer Bruno Bibinger in Verbindung, der sofort bereit war, den Pfarrsaal dafür kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Ein Glücksfall war auch, dass Messner Dr. Ferdinand Utz, Irmi Glas mit ihrem Ehemann Wolfgang sowie Dagmar sich bereit erklärten, beim Vorbereiten und auch im Bereich Küche und Verkauf zu helfen“, freuen sich die Organisatoren. Auch konnte Anita Förtsch viele Freunde und ihre Kinder zum Bedienen und Verkauf gewinnen. Es war eine tolle Gemeinschaftsarbeit, bei der trotz den Anstrengungen jeder sein Bestes gab und das, ohne dabei etwas zu verdienen.

Ein besonderer Dank gilt auch den Wasserburger Geschäften Cafe Backstube, Metzgerei Korbinian Hiebl sowie dem Innkaufhaus für die Unterstützung. Auch hat ein Altstadtbewohner, der anonym bleiben möchte, die MS-Gruppe mit einer Spende von 500 Euro beschenkt.

Die Veranstaltung wurde durch die Musikgruppe „Grod Raus“ begleitet, die ebenfalls ohne Gage auftrat. Es war eine tolle Musik, bei der viele Besucher ihr Tanzbein schwingen konnten oder mit dem Rollstuhl ihre Kreise drehten.

Beim Lied „Hob is Geld, hob id Uhr, hob is Hosentürle zua“ konnten die Betreuten der Offenen Behindertenarbeit vor der Musik zeigen, wie man das Lied mit Körpergesten begleitet.

Einer der Höhenpunkte war das Feuerwehrlied, welches durch zwei erfahrene Feuerwehrler begleitet wurde. Verantwortlich für das „Tatütata“ war Bürgermeister Michael Kölbl, der durch seine langjährige Erfahrung als Feuerwehrler das notwendige Know-how mitbrachte. Für den Mann an der Spritze wurde von Manfred Förtsch Pfarrer Thaddäus Jakubowski ausgewählt, der genügend Erfahrung durch das Verspritzen des Weihwasser hatte.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt der Wasserburger Kinder- und Stadtgarde. Das Motto in dieser Faschingszeit war für die Erwachsenen „RoboteRmotion“, Alte rostige Roboter auf dem Weg, Emotionen zu entdecken und mit ihnen verrücktes anzustellen. Bei der Kindergarde drehte sich das „Glücksrad der Gefühle“ und nahm dabei die Besucher mit auf eine bunte, lebendige Reise durch Wut, Trauer, Liebe und Freude.

Fantastische Choreografien und Hebefiguren wurden begeistert beklatscht. Die Kindergarde übergab zum Abschluss der Organisatorin Anita Förtsch und ihrem Ehemann Manfred den Orden „Glücksrad der Gefühle“. Auf Empfehlung von Anita erhielten die Ehrenamtlichen der „Jungen MS-Gruppe“, Magdalena Haller und Doro Eberstadt den Faschingsorden der Erwachsenengarde.

Nach den Vorstellungen der Wasserburger Garde spielte die Musikgruppe zum Tanz auf und auch eine Polonaise wurde mit Rollstuhlfahren, Behinderten, Nicht-Behinderten sowie Kindern durch den Saal durchgeführt.

Die Veranstaltung war ein toller Erfolg, bei der die Inklusion voll zum Tragen kam und viele Begeisterte sich dafür bei den Organisatoren bedankten.

MF

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