Rotter Gemeinderat erließ gestern neue Hundesteuer-Satzung - Einige Beträge wie bisher
Die Hundesteuer-Satzung in Rott war zuletzt im Jahr 2018 neu beschlossen worden – am gestrigen Abend nun lag sie nach sieben Jahren wieder auf dem Tisch des Gemeinderates.
Mittlerweile wurde vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration eine neue Mustersatzung zur
Erhebung einer Hundesteuer veröffentlicht. Dabei wurden im Vergleich zur bisherigen Mustersatzung erhebliche Konkretisierungen vorgenommen.
Einige Paragraphen aus der Mustersatzung wurden nicht übernommen – dafür aber andere hinzugefügt:
Die Verwaltung um Bürgermeister Daniel Wendrock empfahl gestern, die Anpassung der Hundesteuer-Satzung an die aktuellen Gegebenheiten, gerade
auch im Hinblick auf künftige, etwaige Rechtsstreitigkeiten.
Die Steuer soll in Rott demnach wie bisher betragen:
1. für den ersten Hund 60 Euro
2. für zweiten Hund 120 Euro
3. für jeden weiteren Hund 120 Euro – neu
4. und für jeden Kampfhund 800 Euro – bisher 400 Euro.
Nur der Gemeinderat des ehemaligen SPD-Ortsverbandes – Christoph Sewald – hatte Einwände. Er habe noch nie verstanden, warum der zweite Hund das Doppelte kostet und somit der Betrag sich für den Besitzer von zwei Hunden verdreifacht im Verhältnis zum Besitzer von nur einem Hund …
Mit der Gegenstimme von Sewald wurde dem Neuerlass der Hundesteuer-Satzung in Rott dann zugestimmt. Die Satzung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.
Foto: WS-Archiv
Schaufenster


Das ist menschen- und tierfeindlich:
Menschen, die sich liebevoll um Hunde kümmern, die sie aus einem Tierheim holen, weil sie den Tieren ein schönes Leben ermöglichen möchten, so zu bestrafen, ist eine große Unverschämtheit und völlig unsozial und unsinnig.
Damit füllen sie nur erneut Tierheime, fördern Tierleid und zerstören glückliche Familien, die sich evtl. gerade noch Hunde leisten können.
Super Satire.
Danke Herr Sewald für Ihre Gegenstimme, auch wenn es hier nichts nutzte.
Habe die gleiche Meinung wie Frau Heinze, weder menschen- noch tierfreundlich.
Und Rentner sind besonders betroffen.
Rotter Verwaltung, wo ist Euer Herz?
@Claudia Heinze, bin ganz Ihrer Meinung!
Zudem frage ich mich, in welchem Verhältnis eigentlich solche Summen im Vergleich zur „Leistung“ stehen.
Rott ist ja eigentlich ein Dorf, wo man viele Grünflächen vermutet.
Dass hier das Halten von Hunden so erschwert wir, ist nicht wirklich nachvollziehbar.
In ein Dorf gehören Tiere.
Hunde bereichern das Leben und sind für viele einsame Menschen oft der Kontaktpunkt zur Außenwelt und eventuell neuen Bekanntschaften oder täglichen kleinen Gesprächen mit anderen Hundebesitzern.
Besonders Rentner trifft diese Bestimmung hart.
Sehr schade.
Gibt es denn so viele, die mehr als zwei Hunde haben?
Das dürfte doch eine Minderheit sein, oder?
Eine Steuer in Höhe von 5 € monatlich für einen Vierbeiner ist doch überschaubar.
In München zahlt man pro Hund 100 € im Jahr, für Kampfhunde sind es 800 € pro Jahr.
In meiner Familie (zwei Elternteile und ebenso zwei Kinder) haben wir eine Katze 🐈,
wir sind sehr zufrieden und freuen uns immer sehr, wenn sie zufrieden schnurrend am Kaminofen eingerollt liegt.
Ja, die Welt ist schon sehr ungerecht, kaum hast du einen Zweithund, geht es finanziell ans Eingemachte, was für eine Ungerechtigkeit aber auch :-)
Ich würde auch sofort eine Katzensteuer in gleicher Höhe einführen.
Die Viecher jagen und fressen die heimischen Singvögel und streunen überall umher und kacken fremde Gärten voll.
In meinen Augen ist es auch überschaubar.
Katzensteuer gibt es aber leider nicht.
Die (…) können ihre Hinterlassenschaften überall zurücklassen, sei es im Garten vom Nachbarn oder auf Gräbern!
Die Steuer sollte an Nicht-Hundebesitzer ausgegeben werden.
Schließlich sind wir es, die diese rücksichtslosen Leute ertragen müssen und nicht die Stadt.
Das ist ja endlich einmal ein sinnvoller Gedanke: Eine Steuer für alle Nichthundebesitzer. Das ist richtig clever.
Es sollten dann auch noch alle Hundebesitzer (ab drei Hunden aufwärts) mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden,
da sie sich ja so rührend um das Gemeinwohl kümmern (Ironie off)
Dabei hättest du mir zustimmen wollen, wenn du genau gelesen hättest.
Autsch! Sich über jemanden aufregen, der gleiche Meinung hat,
nur weil man falsch liest, ist schon „ein dicker Hund“.
Katzensteuer?
Hätte ich kein Problem damit, vielleicht würde sie mir ja auf meine rund 25.000 € Einkommenssteuer angerechnet, die ich Jahr für Jahr fröhlich entrichte.
Es ist wirklich lustig, über was sich manche aufregen können.
Final noch zum Thema Katzenkacke: Ich glaube auch, dass meine böse Katze in Nachbars Garten scheisst,
zum Ausgleich kommt eben Nachbars Katze in unseren, alles gut.
Wenn jedoch der Wauwau in das Feld des Bauern kackt und Herrchen (oder Frauchen) dies geflissentlich „übersehen“ hat, seis drum :-)
Es kann sich jeder seine Welt so basteln, wie sie ihm gefällt.
Im übrigen fände ich eine Papageien-Steuer mehr als angemessen, das was der Nachbarsvogel teilweise lauthals von sich gibt, ist nicht gerade Vergnügungssteuer pflichtig – aber halt, eine solche wird ja Privatpersonen nicht in Rechnung gestellt, eigentlich schade ☹️
Muss ich irgendwann auch für die Vögel, die den Gehsteig vor meinem Haus überfliegen, Steuern zahlen?
Selten so viel Tierfeindlichkeit festgestellt wie in den Kommentaren zu diesem Artikel.
Tierfeindlichkeit? Steuern zahlen die Besitzer und nicht die Hunde. Die Hunde sind ja auch nicht das Problem. Die würden das schon verstehen, was sie dürfen oder nicht. Minimalverstand reicht normal.
„Tierfeindlichkeit“ bezog sich auf Kommentare wie den vom 20.12., 15 Uhr 38.
Ansonsten haben Sie natürlich völlig recht.
Nicht die Hunde sind das Problem, sondern deren Besitzer.
Ich stelle mir gerade die Frage:gibt es auch eine Pferdesteuer?
Pferdeäpfel gelten wohl als Dünger, warum Teerstraßen, wie der Landschaftsweg gedüngt werden müssen, entzieht sich meiner Kenntnis.