Haag: Ersatz fürs Herbstfest geplant

Herbert Zeilinger ergreift die Initiative: Im Oktober soll es ein Kirtafest geben

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Nachdem das Herbstfest für dieses Jahr abgesagt wurde (wir berichteten), hat Herbert Zeiliger gemeinsam mit mehreren Veranstaltungspartnern die Initiative ergriffen: Vom 17. bis 21. Oktober soll es in Haag ein Kirtafest geben. Auch Bernd Furch hat seine Unterstützung zugesagt.„Kleine Schausteller, Autoscooter, Kinderkarussell, Wurfbuden und Eisstand – es soll schon ein Volksfest werden, aber nicht in dem gewohnten Umfang“, stellte Herbert Zeilinger den Plan des Kirtafests auf dem Festgelände vor. Es soll neben der Zeilingers Wiesn-Alm und der Wein- und Kaffeealm von Petra Bauer auch Volksfeststände und Fahrgeschäfte geben.

Auch Bernd Furch hat seine Unterstützung zugesagt, wird sich aber nicht mit dem Unertl Festzelt beteiligen. „In dem Rahmen sollen auch der Milchbauerntag des Milchwerkes Jäger und der Seniorennachmittag der Gemeinde stattfinden“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz, „wir wollen aber schaffen, dass es im nächsten Jahr in alter Konstellation weitergeht.“

Durch die übrige Fläche sei es auch möglich, auf dem Festplatzgelände zirka 380 Parkplätze anzubieten. Auch Buslinien sollen wieder fahren, inwieweit muss allerdings noch geklärt werden. Für das Verkehrsleitsystem sowie die Parkplatzsituation sieht Ludwig Schletter (CSU) ganz klar die Gemeinde in der Verantwortung: „So ein Fest braucht Unterstützung!“

Auch Sissi Schätz ist der Meinung, die Gemeinde soll sich zusätzlich zu öffentlicher Sicherung und Parkplätzen auch finanziell an der Veranstaltung beteiligen.

„Es soll kein Herbstfest-Ersatz sein“, so Zeilinger. Die abgespeckte Version wird auch am Zelt ersichtlich sein: Allein das Unertl Festzelt umfasste 2.500 Plätze sowie 1.000 Biergartenplätze. Dieses Jahr soll das Zeilinger Zelt für 1.500 Besucher Platz bieten. Das Biergartengeschäft wird zu dieser Jahreszeit vermutlich nicht umsetzbar sein. „Wir müssen mit schlechtem Wetter rechnen“, gab Fini Deliano (SPD) zu bedenken.

Das Kirtafest startet am Donnerstag, 17. Oktober, mit dem Milchbauerntag.

Von Freitag bis Sonntag ist dann Festzeltbetrieb geplant und am Montag als Ausklang ein Kesselfleischessen.

„Dann müssen die Haager nicht komplett auf ihr Volksfest verzichten“, so Zeilinger. Der Fokus liegt allerdings darauf, 2020 wieder ein altbewährtes Herbstfest zu veranstalten. „Es ist gut, dass es ein Ersatzfest für Haag gibt“, fand Rosemarie Heimann (PWG) und auch die Bürgermeisterin bezeichnete es als „schöne Brauchtumsveranstaltung.“

Weil das gewohnte Fest nur zu einem Bruchteil stattfinden kann und die Veranstalter um über die Hälfte dezimiert sind, rechnet Zeilinger auch mit deutlich weniger Besuchern: „Wenn es richtig gut läuft können wir 15.000 bis 20.000 Besucher erwarten. Das wäre ein großer Erfolg.“ Allerdings findet das Kirtafest lediglich an fünf Tagen statt. Anfangs umfasste das Herbstfest bei einer Veranstaltungszeit von zehn Tagen ähnliche Besucherzahlen. Keine Relation zu den 80.000 Besuchern im Vorjahr.

Die Kosten bleiben allerdings ähnlich: „Organisatorische Kosten, die Pacht, das alles war in der alten Konstellation auf mehreren Schultern verteilt“, so Zeilinger. Deshalb wäre eine Unterstützung durch die Gemeinde besonders wichtig. Der Markt Haag will für das Kirtafest wie auch für das vergangene Herbstfest eine Hilfestellung leisten. Einerseits soll wie gehabt mit organisatorischer Hilfe über den Bauhof sowie auch eine finanzielle Beteiligung erfolgen.

Der Gemeinderat freute sich über die Möglichkeit einer Ersatzveranstaltung und möchte diese unterstützen. Wie hoch die Mitfinanzierung ausfallen soll, wurde allerdings zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit vom Gemeinderat besprochen.

JF

 

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