Weichen in die digitale Zukunft gestellt

Rosenheimer Kreistag besucht digitales Gründerzentrum „Stellwerk 18"

image_pdfimage_print

Die Mitglieder des Kreistages besuchten Mitte der Woche das Digitale Gründerzentrum „Stellwerk 18″ in Rosenheim. Es war der erste Punkt des Tages vor der eigentlichen Sitzung des Kreistages im Landratsamt. Richard Weißenbacher von der Wirtschaftsförderstelle im Landratsamt Rosenheim und Geschäftsführer der „Stellwerk 18″-GmbH sowie Netzwerkmanager Daniel Artmann gaben den Mitgliedern des Kreistages zunächst einen Überblick über die Arbeit im „Stellwerk 18″, Erfolgsgeschichten und die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen. 

Wie Richard Weißenbacher sagte, seien derzeit 28 Büros für einen Preis von sieben Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten an die jungen Gründer vermietet. Einige Startups beschäftigen bereits bis zu 20 Mitarbeiter. Damit sei eine Auslastung von 100 Prozent erreicht, so Weißenbacher. Aktuell wird die Gastronomiefläche im Erdgeschoss eingerichtet. Ein Pächter für die Kantine wurde bereits gefunden. Voraussichtlich ab Oktober 2019 soll es möglich sein, hier  Essen zu gehen und auch Veranstaltungen durchzuführen. Wie Weißenbacher sagte, ist das „Stellwerk 18″ unter den zwölf Gründerzentren in Bayern, eine der besten Einrichtungen dieser Art bezüglich Räumlichkeiten und Qualität des Gründerzentrums. Das sei ihnen sowohl vom Bayerischen Wirtschaftsministerium als auch von „BayStartUp” bescheinigt worden.

Laut Netzwerkmanager Daniel Artmann liegt das auch an der guten Vernetzung unter den Gründern und mit den Unternehmen in der Region und über die Landkreisgrenzen hinaus. „Rosenheimer Startups haben unglaubliches Personal, wir sind nur der Türöffner. Wenn wir bestehen wollen, müssen wir die sein, die die Ideen haben“, sagte Artmann und präsentiere den Kreisräten einige beeindruckende Erfolgsgeschichten. Der nächste Schritt sei nun, die jungen Unternehmen in der Region zu halten. Die Startups können die Räumlichkeiten nach ihrem Einzug für maximal fünf Jahre nutzen. Aufgabe sei es nun, in der Region bezahlbare Gewerbeflächen zu schaffen, in die die Startups nach ihrem Auszug umsiedeln können.

Mit der „innFactory” präsentiere sich ein Startup den Kreisräten. Wie einer der drei Gründer, Maximilian Grassl, erzählte, habe man nach dem Studium 2017 nur eine Idee gehabt. Eigentlich wollte man einen intelligenten digitalen Einkaufswagen entwickeln. Daraus sei nun ein digitaler Bankberater speziell für den Bereich Baufinanzierung geworden. Mit der Hilfe des „Stellwerks 18″ habe man die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee als Partner gewinnen können und arbeite nun erfolgreich zusammen. Das „Stellwerk” 18 sei der optimale Startpunkt für eine unternehmerische Zukunft, so Grassl. Es sei Türöffner für ein großes Netzwerk, biete Büros und repräsentative Räumlichkeiten, in denen man auch als junger Unternehmer Kunden empfangen könne.

Einen Eindruck von diesen Räumlichkeiten konnten sich die Kreisräte im Anschluss machen. In zwei Gruppen führten Artmann und Weißenbacher durch das Gebäude. Neben zahlreichen modernen Büros, gab es auch Besprechungsräume und Gemeinschaftsräume zu sehen, die von den jungen Unternehmern genutzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren