Umfassender Schutz vor Ansteckung

Corona-Sicherheitskonzept in allen Medical Park Reha-Kliniken - Angepasstes Therapiekonzept

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Als erster großer Träger von Rehakliniken in Deutschland hat Medical Park ein umfassendes Corona-Sicherheitskonzept für die medizinische Rehabilitation entwickelt. „Wir wollen, dass Menschen, die eine Rehabilitation benötigen, diese ohne Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus in Anspruch nehmen können“, erklärt Ulf Ludwig Foto), CEO von Medical Park mit Sitz in Amerang.

Dabei liege die eigentliche Herausforderung darin, die Therapiedichte und die Wirksamkeit der Therapien durch die Schutzmaßnahmen nicht zu beeinträchtigen, aber den Infektionsschutz dennoch sicherzustellen, so Ludwig. Das Konzept „Sichere Reha“ von Medical Park leiste das und berücksichtige noch eine weitere Komponente: „Die Patientinnen und Patienten kommen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Beispiel nach einer Operation, einem Eingriff am Herzen oder nach einem Schlaganfall zu uns. Sie kämpfen um ihre Gesundheit und müssen oft auch noch seelisch verarbeiten, was da gerade mit ihnen passiert. Dafür benötigen sie eine angenehme Atmosphäre, die das Erreichen dieser Ziele unterstützt.“ Auch das könne Medical Park gewährleisten, ist sich Ludwig sicher.

 

Drei Sicherheitsbausteine

  • Aufnahmemanagement mit klinischer Untersuchung
  • Reguläre Reha-Phase mit speziellem Therapiekonzept
  • Infektionsschutz für MitarbeiterInnen durch Anpassung aller Klinik-Abläufe

Das Konzept „Sichere Reha bei Medical Park“ besteht aus drei Komponenten in Verbindung mit einem Fallback-Management. Ein spezielles Aufnahmemanagement mit klinischer Unter­suchung, Patientengespräch und verbindlichem Abstrich auf SARS-CoV2 soll das Risiko mini­mieren, dass das Virus von außen in die Klinik eingetragen wird. Die Patienten verbringen die Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses allein im Einzelzimmer. Hier werden auch die Mahlzeiten serviert und unter Umständen erste Therapien als Einzeltherapie unter Einhal­tung verschiedener Schutzmaßnahmen durchgeführt.

Fällt der Test negativ aus und sind weiterhin keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung sichtbar, beginnt die reguläre Reha-Phase. In dieser stehen vor allem die Schutzmaß­nah­men wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowohl von Patienten als auch Thera­peuten, die Einhaltung von Abstandsregelungen bei den Therapien und in der Freizeit sowie Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen im Mittelpunkt. Das speziell entwickelte Therapiekonzept soll gleichzeitig die Wirksamkeit der Behandlungen und den Schutz vor Ansteckung gewährleisten. Das beginnt bei einem ausgeklü­gelten Nutzungsplan für Therapieräume und -kabinen, geht über die Anpassung von Gruppengrößen, veränderte Wechselzeiten und die verstärkte Nutzung von Apps und anderen Online-Angeboten bis hin zu extra entwickelten Schutzvorrichtungen für Einzeltherapien. Klare Besuchs- und Aufenthaltsregelungen runden die Sicherheits­maß­nahmen ab.

 

Komponente drei betrifft die Klinik und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst. Alle Abläufe, Strukturen und Arbeitsvorgaben wurden an die Erfordernisse eines umfassenden Infektionsschutzes angepasst. Das reicht vom Tragen des Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Arbeitszeit und das Anlegen weiterer Schutzkleidung bei Bedarf über die räumliche Neuordnung unserer Therapiebereiche bzw. der einzelnen Therapiegeräte bis hin zur Vermeidung von Besprechungen.

 

Das Fallback-Management tritt in Kraft, sobald eine positive Testung auf das Virus erfolgt ist, oder wenn Patienten oder Mitarbeiter Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen. In solchen Fällen werden die Betroffenen und die Kontaktpersonen umgehend isoliert und erneut getestet. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen auf Anordnung bzw. in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

 

Patienten und Mitarbeiter werden immer wieder geschult, damit sie die Maßnahmen verstehen, akzeptieren und umsetzen. Die Mitarbeiter erhalten auch Unterstützung für die Einhaltung der Hygienevorschriften Zuhause. Medical Park stellt ihnen dafür Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel kostenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein Konzept zur strukturierten Testung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine mögliche Infektion. Das Konzept ist an die jeweilige Risikolage vor Ort angepasst. Auf Wunsch der Mitarbeiter werden auch zusätzliche Tests auf Kosten der Klinik durchgeführt.

 

Höchste Sicherheitsmaßnahmen

Ulf Ludwig ist sicher, dass man ein Maximum an Sicherheit in Bezug auf eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus erreicht hat: „Eine einhundertprozentige Sicherheit wird es nicht geben. Dazu gibt es zu viele Aspekte, die wir als Klinik und Klinikträger gar nicht beeinflussen können. Aber eines können wir mit Sicherheit sagen: Wir haben alles getan, was steuerbar und machbar ist.“

 

Ludwig lobt auch den Erfindergeist vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Es gibt Therapien, bei denen man den Mund und die Gesichtszüge des Therapeuten und des Patienten sehen muss. Also haben unsere Mitarbeiter Schutzvorrichtungen gebaut, die das ermöglichen und dennoch eine Ansteckung verhindern.“ Andere hätten eine Therapie-App entwickelt, mit der Behandlungen aus der Distanz mit Hilfe von Tablet-PC möglich seien. Unterweisungen und Vorträge würden als Videofilme zur Verfügung gestellt. Und natürlich erstreckten sich die Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften auf alle Bereiche der Kliniken und der Verwaltung. „Unser Housekeeping- und Servicepersonal hält diese Sicherheitsmaßnahmen ebenso ein wie unsere Mitarbeiter in der Küche“, bekräftigt Ludwig.

 

Bisher hat das Konzept „Sichere Reha bei Medical Park“ gewirkt. Seit Anfang April wird das Konzept deutschlandweit umgesetzt, überprüft und ggf. angepasst. Es gab seit Einführung keine neuen Ansteckungen in den Kliniken mehr. Und wenn Patienten oder Mitarbeiter das Virus mitbrachten, wurden sie durch die engmaschigen Tests und Maßnahmen schnell identifiziert und entsprechend isoliert.

 

Finanzierung der Mehrkosten noch offen

Natürlich kostet die Umsetzung eines solchen Konzepts viel Geld. „Die monatlichen Kosten für den medizinischen Bedarf haben sich allein durch die Schutzkleidung und das zusätzlich benötigte Desinfektionsmittel verfünffacht“, rechnet Ulf Ludwig vor. „Hinzu kommen ein höherer Zeitaufwand bei der Aufnahme, der Pflege und der Therapie, ein höherer Personalaufwand im Service sowie der Rückgang der Belegungskapazität durch das Aufnahmemanagement und das Vorhalten der Isolationsbereiche.“ Die Finanzierung dieser Mehrkosten sei völlig offen. Wichtig sei aber, so Ludwig, dass alle Patienten ihre medizinische Reha bekämen, damit sich keine langfristigen gesundheitlichen Negativfolgen einstellten. „Wir wollen Menschen dabei helfen gesund zu werden. Hinter diesem Ziel müssen sich alle anderen Aspekte einordnen. In Zeiten einer Pandemie gehören erweiterte Schutzmaßnahmen eben dazu. Die Frage der Kosten müssen wir mit den Kostenträgern lösen.“

Mehr Infos auch unter www.medicalpark.de

Bei der Sprechtherapie müssen sich Therapeutin und Patientin ins Gesicht und auf die Lippen sehen können. Ein Mundschutz würde das verhindern. Eine Scheibe aus Plexiglas dient dem Infektionsschutz. Copyright: Medical Park

 

Abstand, Mundschutz und Desinfektion sorgen bei der Physiotherapie für die nötige Sicherheit. Die Therapeuten gewährleisten die individuelle Betreuung auch trotz der Schutzmaßnahmen. Copyright: Medical Park / Urs Golling

 

Abstand, Mundschutz und Desinfektion sorgen bei der Physiotherapie für die nötige Sicherheit. Die Therapeuten gewährleisten die individuelle Betreuung auch trotz der Schutzmaßnahmen. Copyright: Medical Park / Urs Golling

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