Tourismus: Hätte, wäre, wenn

Nach Klasse-Februar sind die Gästezahlen auch im Landkreis um knapp 60 Prozent eingebrochen

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Jetzt ist es amtlich. Die März-Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik offenbaren die ersten enormen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch für die heimische Tourismusregion. So brachen die Gästezahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim um knapp 60 Prozent im Vergleich zum März 2019 ein. Auch bei den Übernachtungszahlen musste ein Rückgang von 43,1 Prozent registriert werden. Eigentlich hätte 2020 ein hervorragendes Tourismusjahr werden können. So zeigten die Februar-Zahlen für die Region beispielsweise bei den Gästezahlen noch ein Plus von knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Doch dann mussten zahlreiche Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen abgesagt werden. Weltweite Reisewarnungen und Grenzschließungen folgten. Seit Einführung der Reisebeschränkungen ab dem 18. März 2020 können und konnten die Beherbergungsbetriebe ihre Übernachtungsmöglichkeiten nur noch für notwendige, jedoch nicht mehr touristische Zwecke anbieten.

Auch die kommenden Monate werden für den Tourismus in Stadt und Landkreis Rosenheim eine große Herausforderung werden, so Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin Chiemsee-Alpenland Tourismus. Schon jetzt steht fest, dass die Aprilzahlen, die erst in ein paar Wochen vorliegen, noch dramatischer ausfallen. Pfaffinger: „Das ist eine mehr als bedrohliche Lage für die Gastronomie und Tourismusbetriebe.“

Auch wenn für Ende Mai Öffnungen vorgesehen seien, könne auf Grund der „Corona-Krise“ nicht mehr mit einem normalen Jahr gerechnet werden.

Trotzdem sei die Hoffnung berechtigt, dass es im zweiten Halbjahr 2020 zu einer deutlichen Besserung der Lage komme. Der Tourismusverband Chiemsee-Alpenland werde auch in dieser schweren Zeit, den Betrieben, wo es nur gehe, unterstützend mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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