Mit Mundschutz und Mindestabstand

Und mit Eigenverantwortung. Hier im Überblick die weiteren Lockerungen, die ab heute gelten

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Ab heute wird das gesellschaftliche Leben in der Corona-Krise weiter hochgefahren – mehr und mehr wird auf die Eigenverantwortung der Bürger gesetzt. Die Maskenpflicht gilt nach wie vor in Geschäften und im Nahverkehr. Die Außen-Gastronomie kann unter Auflagen ab heute öffnen und weitere Schüler – vor allem die Erstklassler – kehren an die Schulen zurück. Hier im Überblick die Lockerungen, die ab dem heutigen Montag gelten …

Weitere Schüler können wieder in die Schule gehen

Ab heute können Schüler der unteren Klassen wieder in die Schule gehen: Erstklassler, Schüler der fünften Klassen der Mittelschulen und die Fünft- und Sechstklässler an Realschulen und Gymnasien.

Das ist dann die dritte Stufe der Wiederaufnahme des so genannten Präsenz-Unterrichts. Seit Ende April sind die Schüler der Abschlussklassen wieder zurück, ihnen folgten die Schüler, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen sowie die vierten Klassen (wir berichteten mehrmals).

Schüler aller anderen Jahrgangsstufen sollen dann nach den Pfingstferien, ab 15. Juni, zurück an die Schulen.

In den Kitas läuft noch die erweiterte Notbetreuung.

Außen-Gastronomie wie Biergärten können öffnen

Geplant ist eine schrittweise Öffnung der Gastronomie. Den Anfang macht am heutigen Montag die Außen-Gastronomie. Biergärten dürfen dann bis 20 Uhr öffnen. Dabei sollen strenge Auflagen gelten: Eine begrenzte Gästezahl, die Sicherstellung von Abstand und die Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe.

Gäste müssen am Tisch keinen Mund-Nasen-Schutz tragen, sollen diesen aber bei Toilettengängen und beim Betreten des Lokals aufsetzen.

Jeder Betrieb musste ein individuelles Hygienekonzept erarbeiten, angepasst an die jeweilige Örtlichkeit: Am Eingang gibt es einen Empfang, bei dem meist auch der Kontaktzettel ausgefüllt wird, auf dem der Gast seinen Namen und eine Telefonnummer angeben muss.

Diese Daten nimmt der Gastwirt an sich, vermerkt noch zusätzlich, von wann bis wann der Gast im Biergarten war, bewahrt sie eine befristete Zeit lang auf und muss sie dann vernichten. Niemand außer dem Gastwirt bekommt diese Daten zu sehen. Die Ausnahme: Wenn ein Covid-19-Infektionsfall bekannt wird im Biergarten, dann kann das Gesundheitsamt mithilfe dieser Daten herausfinden, wer sich angesteckt haben könnte … mit den eventuellen Quarantäne-Konsequenzen.

Man müsse hier gleich klarstellen: Wer jetzt Micky Mouse draufschreibt, und sechsmal die Sechs angibt, der kriegt auch bei mir Hausverbot. Und da mache ich auch keine Spielchen, weil die spielen mit unserer Existenz, wie ein Gastronom betont.

Außer Kontaktzettel und Platz-Zuweisung ist auch neu, dass auf den Tischen nichts mehr stehen bleiben darf – keine Servietten, keine Kerzen, keine Salz- oder Pfefferstreuer zum Beispiel. Gewürze werden auf Wunsch an den Tisch gebracht.

Unter ähnlichen Auflagen sollen dann in genau einer Woche – ab dem Montag, 25. Mai – Speise-Gaststätten auch ihren Innenbereich bis maximal 22 Uhr öffnen dürfen.

Museen sind geöffnet – Kinos und Theater bleiben geschlossen

Die Ungeduld in der Kunst- und Kulturszene wird immer größer. Museen dürfen seit dem 11. Mai unter Auflagen öffnen. Kinos und Theater müssen aber weiterhin geschlossen bleiben.

Laut Kunstminister Bernd Sibler sei es eindeutig Zeit für einen Neustart in Kunst und Kultur. Musiker und Schauspieler wollten wieder auf die Bühnen. Deswegen habe er als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz ein Konzept entwickelt und der Bundeskanzlerin vorgelegt. Sibler zufolge wollen die Ministerpräsidenten darüber am kommenden Mittwoch, 20. Mai, beraten …

Hotels bleiben weiterhin geschlossen

Für das Pfingstwochenende (Samstag, 30. Mai) ist eine mögliche Öffnung von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen angedacht. Bis jetzt ist diese aber noch nicht beschlossen. Dasselbe gilt für weitere Angebote im Tourismus, wie die Seenschifffahrt, Schlösser und Freizeitparks.

Kontaktbestimmungen bleiben gleich

In Bayern gilt weiterhin: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

Quelle Bayerischer Rundfunk

 

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