LINKE kritisieren Wasserburger Realschule

Presseerklärung des Kreisverbandes zu CSU-Veranstaltung an der Schule

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Im Rahmen der Europawoche zum Thema „Wertvolles Europa“ hat die Anton-Heilingbrunner-Realschule Wasserburg im März eine Podiumsdiskussion mit der CSU-Bundestags-Abgeordneten Daniela Ludwig veranstaltet. Teilgenommen haben Schüler der sechsten, achten und neunten Klasse. Der Kreisverband der Partei DIE LINKE kritisiert heute in einem offenen Brief diese Veranstaltung massiv und fordert eine Reform des Schulgesetzes. Der Wortlaut …


„In Gesprächen mit den Bürgern wurde an uns herangetragen, dass einige Eltern der Stadt Wasserburg besorgt über die politische Bildung sind, welche ihre Kinder in der Schule erfahren. Eine Podiumsdiskussion mit nur einer vertretenen Partei nicht als indirekte Wahlwerbung zu sehen, das fiel den Eltern schwer.

Der Kreisverband Rosenheim der Partei DIE LINKE sieht das ebenfalls kritisch. Um den Schülern eine umfassenden Vorstellung über die politische Meinungsbildung und die parlamentarische Arbeit zu bieten, bedarf es nicht nur die Sicht einer einzigen Partei.

Die bayerische Staatsregierung begrüßt grundsätzlich das Engagement der Volksvertreter*innen an Schulen und bezieht sich auf ein Urteil zum Informationsauftrag des Bundesverfassungsgerichts.

Selbiges setzt auch Grenzen, insbesondere in Wahljahren.

Laut bayerischer Staatskanzlei gilt ein Zurückhaltungsgebot von fünf Monaten vor dem Wahltermin, jedoch ist das in unseren Augen nicht ausreichend.

Gerade in Anbetracht der Situation, dass diese Frist mit zwölf Tagen Abstand nur mäßig erfüllt wurde. Die Gesetzgebung in NRW schreibt zwar nur eine Frist von sechs Wochen Schulbetrieb vor der Wahl vor, aber hier ist klar differenziert. Selbst wenn die Frist eingehalten wurde, reicht es nicht aus, nur die zwei großen Parteien einzuladen.

Desweiteren müssen die Themen der Tagesordnung einen Bezug zu den Interessen der Schülerschaft haben. DIE LINKE Rosenheim fordert eine Reform des Schulgesetzes, um solche fragwürdigen Veranstaltungen zu verhindern.“

Christian Peiker, Landtagskandidat aus Wasserburg (unser Foto oben), äußert sich dazu zudem folgend: 

„Es ist für mich beunruhigend, wenn ich daran denke, dass meine Tochter in der Schule ein einseitges Politikverständnis vermittelt bekommen würde. Die Schule soll kein politikfreier Raum sein, sondern eine Möglichkeit bieten, Heranwachsenden auf das Leben vorzubereiten. Das schließt eine umfassende politische Bildung mit ein. Den Kindern muss ganz klar gezeigt werden, welche politischen Interessenvertretungen es gibt und wofür diese stehen. Nur so kann sich die Demokratie entfalten.“

 

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13 Gedanken zu „LINKE kritisieren Wasserburger Realschule

  1. Noch dazu, wenn man bedenkt, welch rückschrittliche (Kreuz-Gebot), meiner Meinung nach verfassungsfeindliche (geplantes Polizei Aufgabengesetz) und diskriminierende (geplantes Psychiatriegesetz) Politik verfolgt wird, ist das ein Riesen-Skandal und es sollte Konsequenzen für die Entscheidungsträger, die diese Veranstaltung so genehmigt haben, geben!

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  2. Was für ein Schwachsinn – müssten ja nur selber hingehen, aber da sind sich die Herren Pseudopolitiker mal wieder zu fein. Und Wahlwerbung ist ja mal direkt witzlos – als ob ein 6. Klässler bei der Landtagswahl im Herbst ein Kreuzerl machen dürfte.

    Ist doch eine tolle Sache, wenn sich die Jugend zur Abwechslung mal wieder für Politik interessiert und einen gewählten Vertreter für Fragen in einer Diskussion löchern darf.

    Wer weiß, vielleicht kommt dann ja mal wieder eine Generation, die etwas bewegen will und nicht nur gegen alles und jeden schießt, um sich selbst zu profilieren.

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  3. Traumtänzer

    Dank der Presseerklärung der LINKEN hat jeder mitbekommen, dass sich Frau Ludwig Zeit für die Jugend nimmt. Finde ich super, denn wann hat ein Schüler schon die Chance, mit einem Mitglied des Bundestags – trotz Wahljahr – zu diskutieren.

    Kann es sein, dass ein paar Politiker der LINKEN beleidigt sind, dass sie nicht eingeladen wurden?

    Oder vielleicht war auch nur der Termin „unpassend“ (immerhin dürfen die meisten Realschüler bei der Landtagswahl noch gar nicht wählen).

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  4. Hof Herbert

    Egal, ob wahlberechtigt oder nicht, es geht ja gar nicht, wenn in Schulen einseitig über Politik gesprochen bzw. referiert wird.

    Jetzt muss natürlich die Schule Stellung nehmen – über welche Themen bei „Wertvolles Europa“ gesprochen wurde und warum nur eine Partei bevorzugt wurde.

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  5. Frau Ludwig ist nun mal die gewählte Bundestagsabgeordnete für unseren Wahlkreis. Es ist daher völlig normal, dass sie Schulen besucht und mit den Schülern diskutiert. Eine extremistische Partei wie die Linke soll mal ganz ruhig sein. Gott sei Dank ist sie bei uns in Bayern eh politisch bedeutungslos.

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  6. Wieso sollte ich da hingehen und mir den Schwachsinn anhören, nebenbei bin ich weder Schüler der 6., 8. oder 9. Klasse. Kare, Text nicht aufmerksam gelesen, Themaverfehlung, setzen 6.

    Und ich glaube kaum dass eine jugendfeindliche Partei von weißen, alten, wohlhabenden Männern die Jugend für Politik begeistert welche dafür sorgt dass sie auch schön in der Mittelschicht bleiben, für die es in Zukunft auch finanziell immer enger werden wird, mit ihrer mittleren Reife.

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  7. Die Schule muss gar nix, nur weil sich der nicht vor die Tür traut springt da keiner auf.
    Der soll mal raus gehen in die Welt und mit dem Bürger sprechen, dann bekommt er das auch mit.

    Bürostuhlwärmer ham ma genug in der Politik, da brauch ma den Haufen sicher nicht um auf unseren Schulen rumzuhaken.

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  8. Selbst nichts auf die Reihe bringen und dann versuchen sich mit einem solchen Gschmarre in den Vordergrund zu rücken. Typisch LINKE. Kümmert euch mal lieber um die wichtingen Dinge im Alltag. Ihr schreit und hetzt nur gegen die Rechtswähler, seid aber nicht fähig, endlich was für die deutsche Bevölkerung zu tun. USA, Russland und Australien, da steht das eigene Volk an erster Stelle, und bei uns? Wer glaubt ihr bezahlt in Zukunft die Zeche, wenn die Ausbeutung unserer Sozialsysteme, durch Leute die noch nie Beiträge gezahlt haben, so weiter geht und die Wirtschaftslage sich verschlechtern sollte? Wollt ihr warten bis die Deutschen auf die Straße gehen?

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  9. angryoldwhite....man

    Da haben die 68 seit mind.20 Jahren, die rotgrüne Ideologie, flächendeckend an allen Schulen und Hochschulen implementiert und da kriegt nun so n ChaiLatte Sozialist Schnappatmung, weil eine, von Super Horstis Damen, eine Schule besucht.
    Ja sagt mal liebe Linken, was ist passiert, waren die Austern bei den Zeremonien zum Gedenktag eures “ grossen Vordenkers“ schon umgekippt…

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  10. Nach dem ich die Linke nicht wähle, finde ich es trotzdem etwas verwunderlich, das in einem demokratischen staat sich den Wählern von morgen in einem zur Bildung ausgerichteten Instiut in dem Fall eine Schule die von allen Steuerzahlern mit finanziert wird, nur eine Partei vorgestellt wird. Dazu noch von einer Dame die ich immer nur sehe wenn sie in die Kammera lächeln kann. Es gibt hier noch ander Parteien die den Schülern vorgestelt gehören z.B. SPD, FDP, Günen, Bayern Partei, AfD, Linken, Rosaliste usw.
    Erst dann kann ein Jugendlicher und auch ein Erwachsener sich daraus ein eigenes Bild machen.
    Und das was ich hier alles gelessen habe, erscheint so als sind die meisten treue CSU wähler, na gut wir sind in Bayern da gibt es ja nicht s anderes 🙂

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  11. Wolfgang Maier

    Was ist denn nun schon wieder los?
    Nur weil kein “ Hanswurschd“ der Linken es für nötig empfindet sich an solchen Veranstaltungen zu beteiligen muss nun wegen eines falsch formulierten Wortes “ Podiumsdiskussion“ die Realschule Wasserburg eine Richtigstellung im OVB veröffentlichen. Wenn ich höre, das sich ein gerade mal 20 jähriger Sebastian Misselhorn, der selber gerade die Schule hinter sich hat solchen Schwachsinn redet, dann wunder ich mich, daß es diese Partei überhaupt noch gibt. Sorry, aber mit solchen Aktionen macht ihr euch lächerlich
    Ach ja Parteien: Wie armselig ist eigentlich die trittbrettfahrerei der anderen Parteien. Nichts besseres zu tun und dann auch noch schlecht informiert.
    ARMSEELIG

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    1. Watercastle

      Es geht ja nicht darum, wer es „für nötig befindet“, sich an solchen Veranstaltungen zu beteiligen, sondern wer dazu eingeladen wird. Es kann eben kein Politiker einer anderen Partei bei dieser schulischen Veranstaltung einfach reinmarschieren und sich gleichermaßen wie die hiesige Abgeordnete präsentieren.
      Grundsätzlich finde ich schon auch, dass die Schule nicht viel verkehrt gemacht hat. Für die Schüler ist das sicher interessant, mal eine Abgeordnete in echt zu erleben und zu sehen, dass auch das ganz normale Menschen sind. Ob ein Berufspolitiker – gleich welcher Partei – es fertig bringt, wirklich nur über die tägliche Arbeit zu informieren, ohne zumindest unterschwellig für die eigene Partei Werbung zu machen, ist aber die andere, eigentliche Frage.
      Zu meiner Realschulzeit in den Achziger-Jahren gab es keinen Abgeordnetenbesuch. Dafür hat uns aber die Bundewehr darüber informiert, wie wichtig doch der Wehrdienst angesichts des bösen Russen ist. Und im Physikunterricht ging es nach Ohu ins AKW, wo uns erzählt wurde, wie toll und sicher doch die Atomkraft ist. Die jeweilige Gegenseite hatte derlei Gelegenheiten nicht. Rückwirkend würde ich dies doch als einseitige Meinungsmache sehen.

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    2. Marc Socher

      Ja, ich finde den „Europatag“ wichtig und ich freue mich, wenn sich junge Menschen für Politik interessieren. Sehr sogar! Ja, unter einer „Podiumsdiskussion“ stelle ich mir durchaus auch etwas anderes vor. Und ja, ich bin mir nicht sicher, ob die „Parteipolitik“ wirklich im Hintergrund steht, wenn eine Abgeordnete am Europatag Rede und Antwort steht.
      Worin ich mir aber sicher bin: Ich wünsche mir an Schulen noch viel mehr Veranstaltungen. Und zwar bezüglich der Themen: Wie gehe ich mit anderen Meinungen um / wie tolerant bin ich eigentlich / wie gehe ich mit anderen Menschen um / wie rede ich andere Menschen an / wie kann ich meinen „Schaum vor dem Mund“ zügeln / wie setze ich mich – erwachsen – mit politisch Andersdenkenden auseinander / schreibe ich manches auch, wenn mein Klarnamen unter dem Kommentar steht / wieso steht eigentlich fast nirgends ein Klarname … . Das wäre sinnvoll. Aber klar, all dies auf die Schule abzuwälzen, ist nicht möglich. Hier spielt das Elternhaus eine ebenso große Rolle.

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