„Hinter jeder Schank a Schrank“

Er ist Schankkellner seit mehr als 30 Jahren: Norbert Schrank über seine Leidenschaft

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20 Maßkrüge in einer Minute, seit mehr als 30 Jahren. Norbert Schrank ist Schankkellner aus Leidenschaft. Ob beim Herbstfest in Rosenheim, beim Oktoberfest in München oder bei uns auf dem Frühlingsfest in Wasserburg, Norbert Schrank setzt dem Bier das Schaumkrönchen auf – und das mit Präzision. Unser Porträt:

Hektisch geht’s zu am Ausschank auf dem Wasserburger Frühlingsfest. Dutzende Bedienungen wuseln durch die Gegend und warten bis der Norbert ihnen die bestellten Biere einschenkt. „In der Ruhe liegt die Kraft“ gilt da eher nicht, aber der Kolbermoorer ist daran gewöhnt. Mit zwölf Jahren hat er angefangen, in Bierzelten zu arbeiten, erst zamkehrn, dann spülen und später ausschenken.„Wir san a absolute Zeltfamilie. I bin damit aufgwachsen.“ Seine Brüder Klaus (links) und Wolfgang (Mitte), die das Bierzeltfieber ebenfalls schon im Kindesalter angesteckt hat, sind auch in Wasserburg an seiner Seite.

Das Bierausschenken geht bei Norbert Schrank mittlerweile automatisch. Wenn’s schnell gehen muss, stellt er alle drei Sekunden eine volle Maß auf den Tresen. „I schau scho gar nimma hi“, beschreibt der hauptberufliche Lkw-Fahrer seine Routine.

Langweilig wird’s dem 55-Jährigen aber trotzdem nicht. „Wenn i nimma ausschenga kannt, dann dad i krank wern.“ Der Kontakt mit den Kollegen, den Bedienungen und den Gästen ist dabei das Schönste für ihn. „Mia kennan uns olle scho so lang. Des is wie a Großfamilie.“

Wenn man ihn am Zapfhahn beobachtet, merkt man trotz aller Hektik auch die Präzision, mit der er das Bier einschenkt. Auch, wenn es immer wieder Leute gibt, die sich beschweren, weil der Krug nicht randvoll mit Bier gefüllt ist, Norbert bleibt seinen Prinzipien treu. „A Bier braucht a scheene Schaumkrone, sunst wars koa Bier mehr.“

MP

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